Offe­ner Brief: Udo Schön­fel­der zum The­ma “Nut­zung des Forch­hei­mer Königs­ba­des durch Ver­ei­ne”

Lie­ber Wal­ter (Anm. d. Red.: Wal­ter Mirsch­ber­ger, Bäder­chef und Refe­rats­lei­ter in Forch­heim),

die in FT und NN ver­öf­fent­lich­ten Aus­füh­run­gen des Herrn Man­t­ar mögen für man­che inter­es­sant gewe­sen sein, vie­les von dem, was er aus­führ­te, war nach­voll­zieh­bar, aller­dings auch nicht neu. Aller­dings scheint der wer­te Herr sei­ne Erkennt­nis­se teil­wei­se aus der grau­en Theo­rie oder unpas­sen­den Ver­glei­chen abzu­lei­ten.

Fakt ist – und ich bit­te mich ggf. zu kor­ri­gie­ren – dass der Par­al­lel­be­trieb (2 Bah­nen für Ver­ei­ne, 4 für die Öffent­lich­keit) bei gebo­te­ner Rück­sicht­nah­me der Ver­ei­ne durch­aus klappt. Im Som­mer ist die Situa­ti­on noch ent­spann­ter, da durch Außen- und Innen­becken wei­te­re Flä­chen zur Ver­fü­gung ste­hen.

Fazit: Sei­ne Behaup­tun­gen, die lei­der von der Pres­se auf­ge­grif­fen wur­den, gehen an unse­ren Ver­hält­nis­sen vor­bei und bedeu­ten Sand im Getrie­be des Mit­ein­an­ders von Stadt und Ver­ei­nen. Sol­che unre­flek­tier­ten Aus­sa­gen in den Raum zu stel­len, stel­len für die Ver­ei­ne eine Zumu­tung dar und pola­ri­sie­ren in unan­ge­mes­se­ner Wei­se.

Erst auf Nach­fra­ge rück­te er damit her­aus, dass auch bei sei­nen Bädern DLRG und DRK/WAWA wert­vol­le Unter­stüt­zung lei­sten.

Dies griff die Pres­se lei­der nicht auf.

Den­ken wir uns die (lästi­gen?) Ver­ei­ne ein­mal weg:

  • Die Stadt hat mehr Bahn­ka­pa­zi­tä­ten und spart sich Ver­eins­zu­schüs­se, die Ver­ei­ne wür­den ggf. nach Kir­cheh­ren­bach aus­wei­chen müs­sen
  • Schwimm­aus­bil­dun­gen von Kin­dern sind ent­gelt­lich vom städ­ti­schen Per­so­nal zu lei­sten
  • Die­ses Per­so­nal muss wo anders aus­ge­bil­det wer­den, da es vor Ort kei­ne Ret­tungs­schwimm­aus­bil­dungs­maß­nah­men der DLRG oder WAWA gibt
  • Auf­sich­ten und Erste-Hil­fe-Maß­nah­men müss­ten voll­stän­dig von der Stadt getra­gen wer­den
  • Die wert­vol­le Jugend­ar­beit könn­ten das Jugend­haus oder die AWO über­neh­men, die erhal­ten so vie­le Zuschüs­se, dass sie dies auch lei­sten kön­nen soll­ten
  • Im Fall von Hoch­was­ser­ein­sät­zen könn­te man sicher­lich auf DLRG und WAWA ver­zich­ten, wir stel­len ger­ne die Schwimm­flü­gel für manch ande­ren Hel­fer
  • Es gäbe kei­ne Part­ner­schaft von Stadt und Ver­ei­nen im Königs­bad
  • Das Ver­eins­le­ben wäre ärmer …

Nicht nur nach mei­ner Mei­nung soll­ten die Königs­bad-nut­zen­den Ver­ei­ne nicht als „lästi­ge Ver­brau­cher von Bahn­ka­pa­zi­tä­ten“, son­dern wesent­li­che Säu­len des Königs­ba­des, Part­ner der Stadt, Her­an­füh­rer von Jung und Alt, die Schwim­men ler­nen und Unter­stüt­zer in Sachen Sicher­heit gese­hen wer­den.

Ein Ende der Par­al­lel-Nut­zung wäre das Aus für die Part­ner­schaft.

Die­sen Hin­weis bit­te ich beim Bezah­len der Rech­nung dem guten Herrn Man­t­ar zu über­mit­teln.

Mit freund­li­chem Gruß

Udo

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