Künst­li­cher Fin­ger­ab­druck gegen Pro­dukt­pi­ra­te­rie: Ent­wick­lung der Uni­ver­si­tät Bay­reuth wird bei der Han­no­ver-Mes­se vor­ge­stellt

Fingerabdruck gegen Produkpiraterie

Fin­ger­ab­druck gegen Pro­duk­pi­ra­te­rie

Die Baye­ri­sche Patent­al­li­anz GmbH, die zen­tra­le Patent- und Ver­mark­tungs­agen­tur von 28 baye­ri­schen Uni­ver­si­tä­ten und Hoch­schu­len für ange­wand­te Wis­sen­schaf­ten, prä­sen­tiert vom 4. bis 8. April ein inno­va­ti­ves Mar­ken­schutz­la­bel zum Schutz vor Pro­dukt­pi­ra­te­rie, das an der Uni­ver­si­tät Bay­reuth ent­stan­den ist.

Der völ­lig neu­ar­ti­ge „künst­li­che Fin­ger­ab­druck“, den die Bay­reu­ther Diplom-Che­mi­ke­rin Alex­an­dra Schwei­kart und Pro­fes­sor Dr. Andre­as Fery (Phy­si­ka­li­sche Che­mie II) ent­wickelt haben, eig­net sich zur Iden­ti­fi­ka­ti­on und Authen­ti­fi­zie­rung ver­schie­den­ster Pro­duk­te und soll Fir­men als fäl­schungs­si­che­res Mar­ken­schutz­la­bel zum Schutz vor Pro­dukt­pi­ra­te­rie die­nen. Mög­lich ist dies durch eine beson­de­re drei­di­men­sio­na­le Ober­flä­chen­struk­tur. So weist der künst­li­che Fin­ger­ab­druck neben einer regel­mä­ßi­gen Wel­len­struk­tur auch indi­vi­du­el­le Fehl­stel­len, ähn­lich den Minu­ti­en beim mensch­li­chen Fin­ger­ab­druck, auf, die mit­tels eines Scan­ners ein­deu­tig iden­ti­fi­ziert wer­den kön­nen. Der wesent­li­che Unter­schied zu bereits bekann­ten Sicher­heits­la­bels wie Bar­codes oder Data­Ma­trix-Codes ist die gerin­ge Grö­ße der Wel­len­struk­tur, die für das blo­ße Auge nicht sicht­bar ist und so als wirk­sa­mes Mit­tel gegen Pro­dukt­pi­ra­te­rie ein­ge­setzt wer­den kann. Im Gegen­satz zu bekann­ten fäl­schungs­si­che­ren Tech­no­lo­gien wie RFID, Holo­gram­men oder Daten­ma­tri­zen, die oft­mals nur in gro­ßen Men­gen wirt­schaft­lich her­ge­stellt wer­den kön­nen, ist die neue Erfin­dung sehr gün­stig. So sind die Pro­duk­ti­ons­ko­sten für den neu­ar­ti­gen künst­li­chen Fin­ger­ab­druck unab­hän­gig von der pro­du­zier­ten Anzahl und sehr nied­rig durch die gerin­gen Mate­ri­al­ko­sten für den Roh­stoff Sili­ko­nela­sto­mer und den gün­sti­gen Her­stel­lungs­pro­zess. Die Erfin­dung ist beson­ders geeig­net für Her­stel­ler von Scan­nern und ent­spre­chen­der Soft­ware, die Tex­til- und Auto­mo­bil­in­du­strie sowie alle Bran­chen und Pro­zes­se, bei denen Trans­port und Logi­stik eine Rol­le spie­len.

Die Pro­to­ty­pen die­ser Erfin­dung wer­den bei der Han­no­ver Mes­se in Hal­le 2 auf Stand D 30 des Bun­des­mi­ni­ste­ri­ums für Wirt­schaft und Tech­no­lo­gie (BMWi) zu sehen sein.

Hin­ter­grund: Baye­ri­sche Patent­al­li­anz

Die Baye­ri­sche Patent­al­li­anz GmbH ver­mark­tet als zen­tra­le Patent- und Ver­mark­tungs­agen­tur von 28 baye­ri­schen Uni­ver­si­tä­ten und Hoch­schu­len für ange­wand­te Wis­sen­schaf­ten die Erfin­dun­gen von mehr als 17.000 Wis­sen­schaft­lern. Dabei unter­stützt sie die Wis­sen­schaft­ler, ihre Erfin­dung zu schüt­zen und anschlie­ßend kom­mer­zi­ell zu nut­zen. Für die Indu­strie stellt sie einen ein­zig­ar­ti­gen Zugang zum größ­ten Tech­no­lo­gie­pool Bay­erns bereit. Dank der inter­na­tio­nal renom­mier­ten For­schungs­qua­li­tät der baye­ri­schen Uni­ver­si­tä­ten und Hoch­schu­len ver­fügt die Baye­ri­sche Patent­al­li­anz GmbH über zahl­rei­che inno­va­ti­ve und schutz­recht­lich gesi­cher­te Erfin­dun­gen aus den Berei­chen Life Sci­en­ces und Phy­si­cal Sci­en­ces. Mehr im Netz unter www​.baypat​.de

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