Wal­ter Kar­di­nal Brand­mül­ler erin­nert an Exi­stenz Got­tes

Fei­er­li­cher Ein­zug in den Bam­ber­ger Dom

Einzug von Kardinal Walter Brandmüller (v.l.) mit Erzbischof Ludwig Schick, Kardinal Reinhard Marx und Erzbischof em. Karl Braun in den Bamberger Kaiserdom.

Ein­zug von Kar­di­nal Wal­ter Brand­mül­ler (v.l.) mit Erz­bi­schof Lud­wig Schick, Kar­di­nal Rein­hard Marx und Erz­bi­schof em. Karl Braun in den Bam­ber­ger Kai­ser­dom.

(bbk) Wal­ter Kar­di­nal Brand­mül­ler ist am Sonn­tag (20.02.11) fei­er­lich in den Dom sei­ner Hei­mat­diö­ze­se ein­ge­zo­gen und hat dort erst­mals als Kar­di­nal Got­tes­dienst gefei­ert. „Wir freu­en uns über Ihre Anwe­sen­heit“, sag­te der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Lud­wig Schick zum Beginn des Got­tes­dien­stes.

Vor Kar­di­nal Rein­hard Marx, neun baye­ri­schen Bischö­fen, zahl­rei­chen Prie­stern, dar­un­ter acht Kurs­kol­le­gen von Brand­mül­lers Wei­he­jahr­gang 1953 und meh­re­ren Hun­dert Gläu­bi­gen erin­ner­te Kar­di­nal Brand­mül­ler in sei­ner Pre­digt an die Exi­stenz und den Geist Got­tes. Jene sind „nicht blo­ße Wor­te, blo­ße Ideen, son­dern wirk­lich­ste Wirk­lich­keit, wirk­li­cher als alle Gala­xien und schwar­ze Löcher des Uni­ver­sums.“

Kar­di­nal Brand­mül­ler beklag­te in sei­ner Pre­digt, dass der Mensch inzwi­schen lebe, „als ob es Gott nicht gäbe. Gott­ver­ges­sen­heit hat sich über Stadt und Land aus­ge­brei­tet, wie eine dunk­le Smog-Wol­ke, die den Aus­blick auf den strah­len­den Him­mel über ihr ver­sperrt.“ Er ermun­ter­te die Gläu­bi­gen „die Welt der Über­na­tur neu zu ent­decken, wenn wir Zukunft und Hoff­nung haben wol­len.“ Denn, die­se unte­re Erden­welt sei ver­gäng­lich.

Der 82-Jäh­ri­ge beton­te zudem in sei­ner Pre­digt die Wür­de des Men­schen. Der Mensch sei mehr als ein „nack­ter Affe“, dem eine „Lau­ne der Evo­lu­ti­on“ das Fell aus­ge­zo­gen habe. Kar­di­nal Brand­mül­ler zitier­te in sei­ner Rede Papst Leo den Gro­ßen: ‚Christ, erken­ne dei­ne Wür­de. Du bist der gött­li­chen Natur teil­haft gewor­den.“ Das Christ­sein, so Kar­di­nal Brand­mül­ler, bestehe nicht aus von außen einem von außen auf­ge­zwun­ge­nen Kata­log von Gebo­ten und Ver­bo­ten.

Das Chri­sten­tum sei seit über 2000 Jah­ren eine Erfolgs­ge­schich­te, sag­te der gebür­ti­ge Ans­ba­cher bereits am Sonn­tag­vor­mit­tag. „Es gibt kei­nen Grund sich ins Mau­se­loch zurück­zu­zie­hen.“ Für Min­der­wer­tig­keits­kom­ple­xe bestehe kein Anlass, sag­te Kar­di­nal Brand­mül­ler.

Wal­ter Kar­di­nal Brand­mül­ler bedank­te sich bei Erz­bi­schof Lud­wig Schick für die Ein­la­dung. Hier im Bam­ber­ger Dom sei er 1953 zum Prie­ster geweiht wor­den, an Bam­berg habe er vie­le schö­ne Erin­ne­run­gen. Er erin­ne­re sich auch sonst ger­ne an die Zeit in Bam­berg. Hier sei er 1948 ins Prie­ster­se­mi­nar ein­ge­tre­ten und er habe auch eine schö­ne Zeit als Kaplan in der Bam­ber­ger Pfar­rei St. Mar­tin erle­ben dür­fen.

Erz­bi­schof Schick rief in sei­ner Begrü­ßung die Gläu­bi­gen dazu auf, den Kern­satz des Tages­evan­ge­li­ums: „Seid hei­lig“ zu beher­zi­gen. Denn wer zu Jesus Chri­stus gehö­re und hei­lig lebe, emp­fan­ge die Fül­le des Lebens, sag­te der Bam­ber­ger Erz­bi­schof.

Im Anschluss an den Got­tes­dienst lud Erz­bi­schof Schick die Got­tes­dienst­be­su­cher zu einer Begeg­nung mit Wal­ter Kar­di­nal Brand­mül­ler in der Para­men­ten­kam­mer des Diö­ze­san­mu­se­ums ein.

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