Bera­tung für die Krea­ti­ven der Regi­on Bam­berg star­tet mit gro­ßer Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung

Damit Krea­ti­ve von ihren Ideen leben kön­nen

Autoren, Fil­me­ma­cher, Musi­ker, bil­den­de und dar­stel­len­de Künst­ler, Archi­tek­ten, Desi­gner und die Ent­wick­ler von Com­pu­ter­spie­len – unter dem Begriff „Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft“ ver­sam­melt sich eine bun­te Berufs­grup­pe mit volks­wirt­schaft­lich gro­ßer Bedeu­tung. 237.000 Krea­tiv- und Kul­tur­un­ter­neh­men weist eine Sta­ti­stik des Bun­des­wirt­schafts­mi­ni­ste­ri­ums aus dem Jahr 2008 auf. Die Krea­tiv­wirt­schaft ist also längst eine eigen­stän­di­ge und wachs­tums­ori­en­tier­te Wirt­schafts­bran­che.

Doch reicht es für vie­le Künst­ler und Krea­ti­ve trotz ihrer krea­ti­ver Ideen oft nicht zum wirt­schaft­li­chen Über­le­ben. Bernd Zwö­nit­zer, frei­schaf­fen­der bil­den­der Künst­ler aus Lit­zen­dorf, kennt die­se Pro­ble­ma­tik: „Laut einer Sta­ti­stik kann der­zeit gera­de ein­mal ein Pro­zent der Krea­ti­ven völ­lig von ihrer Arbeit leben. Die rest­li­chen 99 Pro­zent kreb­sen oft am Exi­stenz­mi­ni­mum her­um oder müs­sen sich durch Neben­jobs, die aber im Ver­gleich zu frü­her auch immer rarer wer­den, über Was­ser hal­ten.“

Im kom­men­den Jahr soll es daher im Raum Bam­berg erst­mals Unter­stüt­zung spe­zi­ell für die­se Ziel­grup­pe geben. Die Wirt­schafts­för­de­run­gen von Stadt und Land­kreis Bam­berg laden gemein­sam mit dem Kul­tur­amt der Stadt und dem Fach­be­reich Kul­tur und Sport des Land­rats­am­tes sowie dem Berufs­ver­band Bil­den­der Künst­le­rin­nen und Künst­ler e.V. zunächst zu einer Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung am Mitt­woch, 19. Janu­ar 2011 um 19:00 Uhr in die Stadt­ga­le­rie Bam­berg Vil­la Des­sau­er ein. Dabei wird Jür­gen Ennin­ger, Ansprech­part­ner der Initia­ti­ve Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft in Bay­ern, sein kosten­frei­es Unter­stüt­zungs­an­ge­bot vor­stel­len, das vor allem Bera­tungs­lei­stun­gen, aber auch Net­wor­king und Erfah­rungs­aus­tausch beinhal­tet. Ziel­grup­pe sind alle Selb­stän­di­gen der Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft – vom Archi­tek­ten, über den Bild­hau­er oder Desi­gner bis hin zum Ent­wick­ler von Com­pu­ter­spie­len. „Ich hal­te die­ses Bera­tungs­an­ge­bot für sehr not­wen­dig und schät­ze den Bedarf als sehr hoch ein,“ so Bernd Zwö­nit­zer. „Dabei hof­fe ich, dass die Offen­heit und Neu­gier, die einen Künst­ler ja aus­ma­chen, obsiegt und sich vie­le Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen ein­fach ein­mal infor­mie­ren und inspi­rie­ren las­sen.“

Die Initia­ti­ve Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft wur­de 2007 von der Bun­des­re­gie­rung mit dem Ziel gegrün­det, die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft zu stär­ken. Regio­nal­be­ra­ter Jür­gen Ennin­ger bie­tet bereits in meh­re­ren baye­ri­schen Städ­ten indi­vi­du­el­le Ori­en­tie­rungs­be­ra­tun­gen an, bei­spiels­wei­se zu den Mög­lich­kei­ten der wirt­schaft­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung einer Geschäfts­idee. In Bam­berg fin­den am 10. Febru­ar und 7. April Sprech­ta­ge statt. Nähe­re Infor­ma­tio­nen dazu gibt es im Rah­men der Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung am 19. Janu­ar 2011.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Anmel­dung für die Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung bei der Wirt­schafts­för­de­rung der Stadt Bam­berg, Mari­on Wag­ner (Tel. 87–1305), oder bei der Wirt­schafts­för­de­rung des Land­krei­ses Bam­berg, Rai­ner Keis (Tel. 85–223).

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