Schnee­last bringt Kuh­stall zum Einsturz

Min­de­stens 350.000 Euro Sach­scha­den ent­stan­den beim Dach­ein­sturz eines Kuh­stal­les am Sonn­tag­mor­gen in Her­zo­gen­reuth (Markt Hei­li­gen­stadt). Kurz nach 8 Uhr schreck­ten Anwoh­ner auf, als das Dach eines rund 30 auf 16 Meter gro­ßen Vieh­stal­les her­un­ter krach­te. In dem Stall befan­den sich etwa 60 Rin­der, die zum Teil unter der her­ab­ge­stürz­ten Dach­kon­struk­ti­on begra­ben wurden.

Auf­grund der aku­ten Ein­sturz­ge­fahr der kom­plet­ten Stal­lung gelang es den alar­mier­ten Ein­satz­kräf­ten von Feu­er­wehr und Tech­ni­schem Hilfs­werk erst nach Sta­bi­li­sie­rung des Gebäu­des und Hin­zu­zie­hung eines Sta­ti­kers die noch leben­den Kühe aus dem Stall zu ret­ten. Bis auf drei Kühe, die even­tu­ell auf­grund ihrer Ver­let­zun­gen noch ein­ge­schlä­fert wer­den müs­sen, blie­ben alle ande­ren Tie­re wie durch ein Wun­der nahe­zu unver­letzt. Sie fan­den in der Nach­bar­ortschaft eine pro­vi­so­ri­sche Not­un­ter­kunft. Durch den Ein­sturz wur­de auch eine unmit­tel­bar an die Stal­lung gebau­te, zwei­stöcki­ge Scheu­ne in Mit­lei­den­schaft gezo­gen, bei der sich tra­gen­de Ele­men­te ver­scho­ben hat­ten. Auch die­se Scheu­ne stuf­ten die Ver­ant­wort­li­chen als ein­sturz­ge­fähr­det ein. Um kei­ne Men­schen­le­ben zu gefähr­den, sperr­ten die Ein­satz­kräf­te des­halb den Bereich um die Stal­lung weit­räu­mig ab und räum­ten vor­sorg­lich auch das unmit­tel­bar in der Nähe befind­li­che Wohn­haus des land­wirt­schaft­li­chen Anwe­sens. Men­schen wur­den glück­li­cher­wei­se nicht verletzt.

Nach ersten Ver­mu­tun­gen der Ein­satz­kräf­te dürf­ten Schnee­mas­sen vom Dach der an die Stal­lung ange­bau­ten Scheu­ne gerutscht und auf den dar­un­ter lie­gen­den Kuh­stall gekracht sein, was folg­lich zu des­sen Ein­sturz führ­te. Die schwie­ri­ge Ber­gung der Tie­re zog sich bis in die spä­ten Nach­mit­tagstun­den hin. Im uner­müd­li­chen Ein­satz befan­den sich ins­ge­samt 60 Ein­satz­kräf­te von ört­li­cher Feu­er­wehr, Tech­ni­schem Hilfs­werk, Poli­zei und Ret­tungs­dienst. Auch ein Ver­tre­ter des Land­rats­am­tes mach­te sich vor Ort ein Bild vom Aus­maß des Geschehens.

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