Bio­en­er­gie-Kunst­work­shop für Mädchen

Teilnehmerinnen des Umwelt-Kunst-Workshops mit Wolfgang Pietschmann, dem künstlerischen Leiter

Teil­neh­me­rin­nen des Umwelt-Kunst-Work­shops mit Wolf­gang Piet­sch­mann, dem künst­le­ri­schen Leiter

Es war ein Expe­ri­ment mit unsi­che­rem Aus­gang: Acht 13- bis 15-jäh­ri­ge Schü­le­rin­nen bega­ben sich am ersten Dezem­ber­wo­chen­en­de im Umwelt­in­for­ma­ti­ons­zen­trum Lin­den­hof in Klau­sur, um sich künst­le­risch mit dem The­ma Bio­en­er­gie zu beschäf­ti­gen. Am Ende sieg­te die Begei­ste­rung über anfäng­li­che Skep­sis. Die 13-jäh­ri­ge Lui­sa Con­te aus Kasen­dorf brach­te es auf den Punkt: „Unser Anfangs­ge­dan­ke „Oh Mann, das wird sicher lang­wei­lig“ hat sich ganz schnell zu ‚Boah geni­al‘ umge­wan­delt, und das, obwohl wir – unter Pro­test – schon am Sams­tag früh auf der Mat­te ste­hen mussten.“

Der Work­shop ist Teil des Umwelt­kunst­pro­jek­tes „Ent­flammt für Ener­gie“ der Bio­en­er­gie­re­gi­on Bay­reuth. Schü­ler beschäf­ti­gen sich dabei ganz­heit­lich mit erneu­er­ba­ren Ener­gien und nach­wach­sen­den Roh­stof­fen. Die Fra­ge dahin­ter lau­tet: Bleibt Wis­sen über erneu­er­ba­re Ener­gien nach­hal­ti­ger haf­ten, wenn sich Schü­ler nicht nur intel­lek­tu­ell, son­dern auch künst­le­risch mit der The­ma­tik aus­ein­an­der­set­zen? Die Uni­ver­si­tät Bay­reuth beglei­tet das Pro­jekt und wer­tet die Schü­ler­ak­tio­nen wis­sen­schaft­lich aus. Meh­re­re hun­dert Schü­ler aus der Bio­en­er­gie­re­gi­on Bay­reuth absol­vier­ten hier­zu in den letz­ten Mona­ten spe­zi­el­le Bio­en­er­gie-Lern­zir­kel, wel­che im Pro­jekt „Ent­flammt für Ener­gie“ den fach­li­chen Hin­ter­grund für die spä­ter fol­gen­de künst­le­ri­sche Beschäf­ti­gung lie­fern. Auch die Lern­zir­kel sind erleb­nis­ori­en­tiert, dabei wird gefühlt, gemalt, gesägt und geba­stelt. So kön­nen sich Schü­ler eigen­in­itia­tiv, selb­stän­dig und expe­ri­men­tell mit der The­ma­tik Bio­en­er­gie aus­ein­an­der­set­zen – einem The­ma, zu dem gut gemach­te, erleb­nis­ori­en­tier­te Unter­richts­kon­zep­te und –mate­ria­li­en rar gesät sind.

Der Work­shop im Lin­den­hof wur­de gelei­tet von dem Hollfel­der Künst­ler Wolf­gang Piet­sch­mann, der an der Gesamt­schu­le Hollfeld die betei­lig­ten Mäd­chen im Fach Kunst unter­rich­tet. Im Zen­trum der künst­le­ri­schen Beschäf­ti­gung der Schü­le­rin­nen stand das Flam­men­blatt-Sym­bol aus dem Logo der Bio­en­er­gie­re­gi­on. Die Mäd­chen gestal­te­ten aus­ge­hend von der kla­ren gra­fi­schen Form in Grup­pen­ar­beit eige­ne Ver­sio­nen des Flam­men­blatts. Als Roh­ma­te­ri­al stan­den Holz, Lein­wand, Papp­ma­ché, Far­ben und 270 von Hollfel­der Schü­lern gezeich­ne­te Bio­en­er­gie-Comic­zeich­nun­gen zu Ver­fü­gung, die eben­falls in den künst­le­ri­schen Pro­zess ein­be­zo­gen wur­den. „Da wir alle ver­schie­de­ne Ideen hat­ten, wur­den unse­re Pro­jek­te ein­falls­reich, krea­tiv, und äußerst bunt. Und wir selbst hat­ten auch eine Men­ge Spaß an der gan­zen Sache. Ich den­ke, dass ich die­ses Wochen­en­de nicht so schnell ver­ges­sen wer­de“, fass­te Lui­sa Con­te die Stim­mung in der Grup­pe zusammen.

Das Pro­jekt ist Teil des Fach­vor­ha­bens „Info­netz-Umwelt­bil­dung“ der Bio­en­er­gie­re­gi­on Bay­reuth. Pro­jekt­part­ner sind die Uni­ver­si­tät Bay­reuth, das Staat­li­che Schul­amt im, die Umwelt­be­auf­trag­ten der Schu­len, die Schu­len der Regi­on Bay­reuth, Künst­ler und das Umwelt­in­for­ma­ti­ons­zen­trum Lin­den­hof, Bay­reuth. Die Finan­zie­rung erfolgt mit Unter­stüt­zung von För­der­mit­teln der Bio­en­er­gie­re­gi­on und des Kul­tur­fonds Bayern.

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