Jah­res­rück­blick und Neu­wahl des gesam­ten Vor­stan­des der Bund-Natur­schutz-Orts­grup­pe Kirchehrenbach

Die neu gewählte BN-Vorstandschaft verjüngt und ein starkes Team: Gerhard Koch, Doris Philippi, Dr. Johannes Bail (Diplombiologe als stellvertrender BN-Ortsvorsitzender), Walter Jordan, Inge Seidel, Heinrich Kattenbeck, Michael Sennefelder, Elke Albert (Gemeinderätin).

Die neue Vorstandschaft

Die Neu­wahl der BN-Vor­stand­schaft der BN-Orts­grup­pe brach­te Über­ra­schun­gen: Hein­rich Kat­ten­beck und Diplom­bio­lo­ge Dr. Johan­nes Bail füh­ren die BN-Orts­grup­pe. Neu­er Schatz­mei­ster Micha­el Senne­fel­der. Neu: Gemein­de­rä­tin Elke Albert, Kas­sen­prü­fe­rin. „Alle Posi­tio­nen sind im BN-Kir­cheh­ren­bach bestens besetzt, die Vor­stand­schaft ver­jüngt“, freu­ten sich Dr. Ulrich Buch­holz und Edith Fie­ßer, die als stell­ver­tre­ten­de BN-Kreis­vor­sit­zen­de die Neu­wahl durch­führ­ten. Dr. Johan­nes Bail: „Natur braucht Men­schen“ und Hein­rich Kat­ten­beck: „Wir hel­fen der Natur zu ihrem Recht.“ Die neue BN-Mann­schaft ein star­kes Team.

Der Bund Natur­schutz (BN) der Orts­grup­pe (OG) Kirchehrenbach/​Weilersbach blick­te in der gut besuch­ten Jah­res­haupt­ver­samm­lung im Neben­zim­mer des Ver­eins­lo­kal Gast­haus zum Wal­ber­la, auf ein arbeits- und erfolg­rei­ches Ehren­amts­jahr zurück. Mehr als 2800 ehren­amt­li­che Stun­den wur­den geleistet.

In sei­nem rück­blicken­den, umfang­rei­chen Tätig­keits­be­richt ließ Hein­rich Kat­ten­beck kei­nen Zwei­fel dar­an, dass die Akti­ven im Bund Natur­schutz kei­ne „selbst­er­nann­ten Schüt­zer“ sind und der Vor­wurf oder die Angst einer schlei­chen­den oder heim­li­chen Ent­eig­nung jeg­li­cher Grund­la­ge ent­behrt, auch wenn Kir­cheh­ren­bach in Sachen Schutz­be­rei­che eine wahr­lich außer­ge­wöhn­li­che Gemein­de ist.

Der umfang­rei­che Tätig­keits­be­richt des OG-Vor­sit­zen­den war doku­men­tiert in einem über­sicht­li­chen Pres­se­spie­gel, wo sich die vie­len BN-Akti­vi­tä­ten wie­der fan­den. Ein paar mar­kan­te Rück­blicke der ehren­amt­li­chen Akti­vi­tä­ten erwähn­te der BN-Vor­sit­zen­de im Schnell­durch­gang und anhand von prak­ti­schen Arbeits­ein­sät­zen. Kat­ten­beck: „Ein Vor­sit­zen­der ist nur so gut wie das Team“. Sein Dank war für das Mit­ma­chen in den ver­schie­den­sten BN-Maß­nah­men akti­ver BN-lerin­nen und BN-ler und hat­te nicht nur lee­re Wor­te. Es gab dafür als äuße­res Zei­chen des Dan­kes einen Weih­nachts­stern als Dankeschöngeschenk.

So wur­den Ger­hard Koch für Jahr­zehn­te lan­ge Pro­to­koll­füh­rung, Micha­el Senne­fel­der für die kom­mis­sa­ri­sche Über­nah­me des Schatz­mei­sters, Dr. Jochem Diede­rich für sein Enga­ge­ment als Pilz­ex­per­te, Schmet­ter­lings Tran­sekt­zäh­ler und beson­de­rer Ken­ner des Wal­des, Doris Phil­ip­pi als Kul­tur­füh­re­rin, Beglei­te­rin der Kin­der­pro­gram­me: Schatz­ki­ste Wal­ber­la, Lern­ort Natur und für ihre Akti­vi­tä­ten beim gemeind­li­chen Kin­der­fe­ri­en­pro­gramm, Jür­gen Sei­del für die künf­ti­ge Betreu­ung der Orchi­deen­wie­se, Lid­wi­na Mack für den neu gestal­te­ten BN-Fly­er, ent­decken, mit­ma­chen, erle­ben und Annet­te Grün für die jahr­zehn­te lan­ge Orga­ni­sa­ti­on und Lei­tung des Amphi­bi­en­schut­zes zwi­schen Kir­cheh­ren­bach und Leu­ten­bach beschenkt.

Annet­te Grün berich­te­te vom Krö­ten­tra­gen all­ge­mein und der der­zei­tig lau­fen­den Maß­nah­me der Ent­schlam­mung. Sie freu­te sich über den akti­ven Ein­satz zum Schut­ze der Erd­krö­ten, Grasfrö­sche, Berg-und Teich­mol­che. 2010 wur­den 9524 Amphi­bi­en vor dem Stra­ßen­tod geret­tet, dazu waren vom 18.3. bis 13.4. täg­lich zwei­mal 22 Frau­en und Män­ner im ehren­amt­li­chen Einsatz.

In sei­nem Tätig­keits­be­richt beton­te Hein­rich Kat­ten­beck beson­ders, dass der BN kei­ne Feind­bil­der auf­baut und dass die Mit­glie­der des BN kei­ne Ver­hin­de­rer sind, die Bedürf­nis­se der Men­schen respek­tiert, wobei die Mei­nung Anders­den­ken­der akzep­tiert wird. „Wir urtei­len und ver­ur­tei­len nicht.“

“Wir sind und blei­ben poli­tisch par­tein­eu­tral. Aber wir ergrei­fen immer Par­tei, wenn wir der Natur zu ihrem Recht ver­hel­fen müs­sen. Das Mit­mi­schen des Bund Natur­schutz ist sat­zungs­be­dingt und immer dann ange­zeigt, wo der Natur, der Land­schaft, dem Flä­chen­ver­brauch, der Zer­stö­rung von Lebens­grund­la­gen unse­rer schüt­zens­wer­ten Hei­mat ein Scha­den droht oder eintrat.”

Der BN lehnt die Erd­wäl­le ab und sieht auch hier einen Ver­stoß gegen die Ver­ord­nung des Natur­schutz­ge­bie­tes Walberla. 

In Sachen Kom­pro­miss zum ille­ga­len Wege­bau waren sich die Mit­glie­der des BN einig, dass die „Bestra­fung“ des Land­rats­am­tes, als Ersatz­maß­nah­me für den nicht erfolg­ten natur­ver­träg­li­chen Aus­bau des Wal­ber­la­we­ges die Schaf­fung der Erd­wäl­le noch mehr Unfrie­den geschaf­fen hat. Der BN hat auch hier sei­nen Unmut und sei­ne Entäu­schung beim Land­rats­amt und bei der Regie­rung ange­zeigt. Es wur­de noch­mals betont, dass der BN zu kei­ner Zeit ein­ge­bun­den oder gefragt wor­den war und dass hier über­haupt kei­ne Rück­spra­che mit dem Bund Natur­schutz erfolg­te. Dank­bar sind die Natur­schüt­zer für die Run­den-Tisch-Gesprä­che mit dem Gebiets­be­treu­er Andre­as Nied­ling und auch für die Ein­la­dung der Bür­ger­mei­ste­rin Anja Geb­hardt zur jähr­li­chen Nach­be­spre­chung des Wal­ber­la­fe­stes, was man ver­bes­sern, las­sen oder bes­ser machen könnte.

Einen brei­ten Raum der Dis­kus­si­on löste der Kir­cheh­ren­ba­cher Wald und sein Bewirt­schaf­tungs­plan aus. Dr. Johan­nes Bail berich­te­te dar­über aus­führ­lich und was wir hier Posi­ti­ves bewir­ken kön­nen. So wur­de beschlos­sen, dass mit dem För­ster Betram Stiel­per 2011 eine Bür­ger­wald­be­ge­hung im Kir­cheh­ren­ba­cher Wald erfol­gen wird. Der Wald­wirt­schafts­plan soll­te dabei vom För­ster vor Ort erklärt und dis­ku­tiert werden.

Gesun­de Wirt­schaft-und Finanzpolitik

Dank stei­gen­der BN-Mit­glie­der­zah­len in 2005 und einem super-Sam­mel­er­geb­nis der BN-Haus-und Stra­ßen­samm­lung in den fol­gen­den Jah­ren und dank der flei­ßi­gen Samm­le­rin­nen und Samm­ler des Gym­na­si­ums Frän­ki­sche Schweiz, Eber­mann­stadt, konn­te Schatz­mei­ster Micha­el Senne­fel­der ein gutes Finanz­pol­ster ver­kün­den. Der Kreis­re­vi­sor Georg Schütz prüf­te die Buch­hal­tung und beschei­nig­te dem Schatz­mei­ster eine kor­rek­te und gewis­sen­haf­te Buch­füh­rung. Alle Bele­ge waren lücken­los vor­han­den und die Kas­se stimm­te auf Euro und Cent. Sei­nem Antrag auf Ent­la­stung stimm­te die Mit­glie­der­ver­samm­lung ein­stim­mig zu.

Damit war die Vor­aus­set­zung für eine Neu­wahl der BN-Orts­grup­pe Kirchehrenbach/​Weilersbach geschaf­fen. Dr. Ulrich Buch­holz und Edith Fie­ßer, stell­ver­tre­ten­de BN-Kreis­vor­sit­zen­de lei­te­ten die Neuwahl.

Das State­ment wie der Diplom­bio­lo­ge Dr. Johan­nes Bail die Zukunft der BN-Arbeit in Kir­cheh­ren­bach sich vor­stel­le, fiel bei Hein­rich Kat­ten­beck so auf frucht­ba­ren Boden, dass er ihn als Vor­sit­zen­den vor­schlug. Nach einer kur­zen Aus­spra­che und wegen der der­zei­ti­gen Bela­stun­gen in ande­ren Ehren­äm­tern erklär­te sich Dr. Johan­nes Bail bereit als stell­ver­tre­ten­der BN-Orts­vor­sit­zen­der in der BN-Orts­grup­pe Kir­cheh­ren­bach mit zu machen.

Das Jah­res­pro­gramm 2011 wur­de dann ein­stim­mig geneh­migt, wobei der Antrag gestellt wur­de künf­tig Jahrs­haupt­ver­samm­lung und Weih­nachts­fei­er an unter­schied­li­chen­Ter­mi­nen abzuhalten.

Neu gewählt für die näch­sten vier Jah­re sind im BN-OG-Vor­stand: Vor­sit­zen­der Hein­rich Kat­ten­beck, stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der Dr. Johan­nes Bail, Schrift­füh­rer Ger­hard Koch, Schatz­mei­ster Micha­el Senne­fel­der, Kas­sen­prü­fe­rin Elke Albert, Bei­sit­zer: Wal­ter Jor­dan, Inge Sei­del, Doris Phil­ip­pi. Für die Land­schafts­pfle­ge Orchi­deen­wie­se Jür­gen Seidel.

Im Anschluss an die BN-Jah­res­haupt­ver­samm­lung im Ver­eins­lo­kal Gast­haus zum Wal­ber­la, gab es Gän­se­k­lein sau­er gemacht. Mit gemein­sa­men Sin­gen, Weih­nachts­ge­bäck­ver­zehr aus den hei­mi­schen Weih­nachts­bäcke­rei­en, das Vor­le­sen von frän­ki­schen Mund­art­ge­schich­ten von Annet­te For­ster-Senne­fel­der für eine fro­he, vor­weih­nacht­li­che Stimmung.

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