MdB Schar­fen­berg zur Pfle­ge­ver­si­che­rung: “Schwarz-Gel­be Reform­plä­ne schei­tern an eige­ner Berechnung”

Nach Medi­en­be­rich­ten hat das Bun­des­mi­ni­ste­ri­um für Gesund­heit die Bei­trags­ent­wick­lung für die Pfle­ge­ver­si­che­rung neu errech­net. Danach steigt der Bei­trag im Jahr 2014 von 1,95 Pro­zent auf 2,1 Pro­zent und bis zum Jahr 2050 auf 2,8 Pro­zent. Dazu erklärt Eli­sa­beth Schar­fen­berg, ober­frän­ki­sche Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te und Spre­che­rin für Pfle­ge- und Altenpolitik:
Die Berech­nun­gen des Gesund­heits­mi­ni­ste­ri­ums ent­zie­hen den Plä­nen der schwarz-gel­ben Bun­des­re­gie­rung für eine ergän­zen­de Kapi­tal­deckung in der Pfle­ge jede Recht­fer­ti­gung. Herr Rös­ler mag sich noch sehr gegen Zah­len­spe­ku­la­tio­nen weh­ren. Die­se Berech­nun­gen stam­men aus sei­nem Hau­se und soll­ten seri­ös sein.

Der errech­ne­te Bei­trags­an­stieg darf nicht klein­ge­re­det wer­den. Sind die­se Zah­len wirk­lich belast­bar, dann blie­be der Anstieg ver­gleichs­wei­se mode­rat. Die Koali­ti­on kann so nie­mals begrün­den, war­um die Ein­füh­rung einer indi­vi­du­el­len, unso­li­da­ri­schen und büro­kra­ti­schen Kapi­tal­deckung not­wen­dig sein soll­te. Für den kurz­fri­sti­gen Finanz­be­darf der Pfle­ge­ver­si­che­rung taugt die Kapi­tal­deckung ohne­hin nicht.

FDP und Uni­on soll­ten das Gan­ze ein­fach ver­ges­sen. Hal­ten sie wider bes­se­ren Wis­sens dar­an fest, ist dies der beste Beweis dafür, dass Schwarz-Gelb ein­mal mehr nur Kli­en­tel­pfle­ge betreibt.

Den­noch unter­strei­chen die Zah­len des Mini­ste­ri­ums, wie drin­gend eine Finan­zie­rungs­re­form in der Pfle­ge erfor­der­lich ist. Auf die Ver­si­cher­ten wer­den mit oder ohne Reform zusätz­li­che Bela­stun­gen in der Pfle­ge­ver­si­che­rung zukom­men. Des­we­gen brau­chen wir die Pfle­ge-Bür­ger­ver­si­che­rung. Alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sol­len nach ihrer Lei­stungs­fä­hig­keit in die Bür­ger­ver­si­che­rung ein­zah­len. So wer­den die stei­gen­den Pfle­ge­ko­sten gedämpft und vor allem soli­da­risch geschul­tert. Mit einer soli­da­ri­schen Demo­gra­fie­re­ser­ve kön­nen die stei­gen­den Kosten der Baby-Bom­mer-Genera­ti­on abge­fe­dert wer­den. Alle Ver­si­cher­ten zah­len einen zusätz­li­chen, ein­kom­mens­be­zo­ge­nen Bei­trag, der in einen gemein­sa­men Kapi­tal­stock fließt. Das ist Kapi­tal­deckung auf soli­da­ri­sche Art.

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