Zen­sus 2011 – Vor­be­rei­tun­gen im Land­kreis Bam­berg laufen

Im Land­kreis Bam­berg sind die Vor­be­rei­tun­gen für die euro­pa­wei­te Volks‑, Gebäu­de- und Woh­nungs­zäh­lung, den „Zen­sus 2011“, im vol­len Gan­ge. So wur­de zur Bear­bei­tung der Zäh­l­er­geb­nis­se eine so genann­te „Kom­mu­na­le Erhe­bungs­stel­le“ am Land­rats­amt Bam­berg ein­ge­rich­tet, die per­so­nell, räum­lich, tech­nisch und orga­ni­sa­to­risch von den übri­gen Tei­len der Ver­wal­tung getrennt ist. Dadurch wird der ver­trau­li­che Umgang mit den erho­be­nen Daten gewährleistet.

Sitz der Erhe­bungs­stel­le ist im Post­hoch­haus des Land­rats­am­tes Bam­berg, Lud­wig­s­tr. 25, Lei­te­rin ist Bir­git Lückemei­er. Haupt­auf­ga­be der Erhe­bungs­stel­le wird in den näch­sten Mona­ten u. a. dar­in bestehen, ehren­amt­li­che Erhe­bungs­be­auf­trag­te, d. h. Inter­viewe­rin­nen und Inter­view­er, zu gewin­nen. Die­se wer­den dann ab dem 9. Mai 2011 vor Ort zusam­men mit den Ein­woh­nern die Fra­ge­bö­gen ausfüllen.

Inven­tur im gro­ßen Stil

Die Euro­päi­sche Uni­on hat für 2010/11 für alle Mit­glieds­staa­ten eine Volks‑, Gebäu­de- und Woh­nungs­zäh­lung – den Zen­sus 2011 – ange­ord­net. Bei die­ser, umgangs­sprach­lich oft „Volks­zäh­lung“ genann­ten Erhe­bung, han­delt es sich um eine Art Inven­tur für das gan­ze Land.

Auch die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land wird sich am Zen­sus betei­li­gen, denn die aktu­el­len Bevöl­ke­rungs- und Woh­nungs­zah­len basie­ren auf zuneh­mend unsi­che­ren Fort­schrei­bungs­wer­ten, die von den Zäh­lun­gen der Jah­re 1987 im frü­he­ren Bun­des­ge­biet und 1981 in der ehe­ma­li­gen DDR aus­gin­gen. Mit dem Zen­sus 2011 wird in Deutsch­land ein neu­es Ver­fah­ren ein­ge­führt, der regi­ster­ge­stütz­te Zen­sus. Hier­bei wer­den haupt­säch­lich vor­han­de­ne Ver­wal­tungs­re­gi­ster – vor allem Ein­woh­ner­mel­de­re­gi­ster und Regi­ster der Bun­des­agen­tur für Arbeit – genutzt. Infor­ma­tio­nen über Gebäu­de und Woh­nun­gen, für die es kei­ne Regi­ster gibt, wer­den direkt bei den Gebäu­de- und Woh­nungs­ei­gen­tü­mern erho­ben. Die­sen wird der Fra­ge­bo­gen per Post zuge­sandt. Anders als bei tra­di­tio­nel­len Volks­zäh­lun­gen, wer­den zusätz­li­che Merk­ma­le, die nicht in Regi­stern ent­hal­ten sind, wie Bil­dung und Aus­bil­dung, nicht bei der gesam­ten Bevöl­ke­rung, son­dern bun­des­weit nur bei etwa 10 Pro­zent der Bevöl­ke­rung erho­ben. Hier­für ist der Ein­satz von Erhe­bungs­be­auf­trag­ten erfor­der­lich, die per Inter­view die erfor­der­li­chen Anga­ben erfra­gen. Dar­über hin­aus wer­den beim Zen­sus 2011 auch Anga­ben über alle Bewoh­ner von so genann­ten Gemein­schafts­un­ter­künf­ten, Anstal­ten und Wohn­hei­men erho­ben. „Der Zen­sus ver­folgt zwei Zie­le. In erster Linie geht es um die Fest­stel­lung der amt­li­chen Ein­woh­ner­zah­len Deutsch­lands“, so Bir­git Lückemei­er, Lei­te­rin der Zen­sus-Erhe­bungs­stel­le. „Ein zwei­tes wesent­li­ches Ziel ist es, Infor­ma­tio­nen zum Wohn­raum, zur Bil­dung und zum Erwerbs­le­ben zu gewin­nen. Die Ergeb­nis­se des Zen­sus 2011 wer­den die Basis­da­ten für viel­fäl­ti­ge Ana­ly­sen und Pla­nungs­pro­zes­se lie­fern. So haben die Zen­sus­da­ten ihren Nut­zen bei der Infra­struk­tur­pla­nung u. a. von Kin­der­gar­ten­plät­zen, Schu­len oder Alten­hei­men auch im Land­kreis Bamberg.“

Wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen zum Zen­sus 2011 gibt’s im Inter­net unter www​.zen​sus​2011​.de. Bei Fra­gen kön­nen sich die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zudem ger­ne an die Kom­mu­na­le Erhe­bungs­stel­le des Land­krei­ses Bam­berg wen­den: Tel.: 0951/85–385, E‑Mail: EHSt@​lra-​ba.​bayern.​de.

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