Erz­bi­schof Schick gedenkt der Opfer des Kathe­dra­len-Über­falls von Bag­dad

Bam­ber­ger Ober­hir­te pro­te­stiert gegen die­se bru­ta­le Gewalt und for­dert: „Nie wie­der!“

(bbk) Der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Lud­wig Schick hat sei­ne Soli­da­ri­tät mit den Ange­hö­ri­gen des bru­ta­len Über­falls in der Kathe­dra­le von Bag­dad vom 31. Okto­ber bekun­det. „Mit Ihnen bin ich ver­bun­den in der Trau­er und im Schmerz, im Pro­test und in der Soli­da­ri­tät. Bestürzt, in tie­fer Trau­er, aber auch mit Abscheu ste­he ich an Ihrer Sei­te“, schrieb Schick in einem Brief an die chaldä­isch-katho­li­sche Gemein­de in Nürn­berg.

In St. Anton in Nürn­berg fei­ern die chaldä­isch-katho­li­schen Chri­sten aus dem Irak regel­mä­ßig Got­tes­dienst, die Gemein­de ist die spi­ri­tu­el­le Hei­mat von etwa 300 ira­ki­schen Chri­sten. In einem Got­tes­dienst gedenkt die Gemein­de St. Anton in Nürn­berg an die­sem Mitt­woch (10. Novem­ber 2010 ) den 58 syrisch-katho­li­schen Chri­sten, die Opfer eines Über­falls von mus­li­mi­schen Extre­mi­sten wur­den. Unter den Toten sind auch zwei Prie­ster.

Erz­bi­schof Schick bedank­te sich bei allen Gläu­bi­gen, die die­sen Got­tes­dienst für die ermor­de­ten Chri­sten mit­fei­ern. „Im Geist bin ich bei Ihnen. Beten wir für die Ermor­de­ten, sie mögen gebor­gen sein in der Lie­be unse­res Got­tes, der alle Wun­den heilt und im Tod das unver­gäng­li­che Leben schenkt.“ Schick rief auch dazu auf, für die Ange­hö­ri­gen und Freun­de der Opfer zu beten, die in die­sen Tagen Schlim­mes erfah­ren muss­ten.

„Bit­ten wir auch dar­um, dass die Täter und ihre Hin­ter­män­ner aus ihrer Ver­blen­dung befreit wer­den und nie wie­der so etwas Schreck­li­ches geschieht“, sag­te Schick. Er wer­de beson­ders für den Irak beten, in der Hoff­nung, dass dort Frie­den ein­keh­re „und die Men­schen, beson­ders unse­re Glau­bens­brü­der und ‑schwe­stern, in Ruhe leben und ihre Glau­ben prak­ti­zie­ren kön­nen“, schrieb Schick.