Gesund­heits­amt Bam­berg rät: Jetzt gegen Grip­pe imp­fen!

Mit der begin­nen­den Win­ter­zeit steht auch die Grip­pe­zeit wie­der vor der Tür und schon heu­te gras­sie­ren in der Regi­on Bam­berg vie­le Erkäl­tungs­krank­hei­ten. Die Influ­en­za ist zwar bis­lang noch nicht ange­kom­men, den­noch rät das Gesund­heits­amt, schon jetzt an die Grip­pe­schutz­imp­fung zu den­ken.

Die Imp­fung soll­te mög­lichst bald durch­ge­führt wer­den, da die mei­sten Krank­heits­fäl­le zwi­schen Dezem­ber und April auf­tre­ten und das Immun­sy­stem ca. zwei Wochen benö­tigt, um einen voll­stän­di­gen Schutz auf­zu­bau­en. Die heu­te ver­wen­de­ten Impf­stof­fe sind in aller Regel gut ver­träg­lich und ihre Sicher­heit wird streng kon­trol­liert.

Die Grip­pe­schutz­imp­fung des ver­gan­ge­nen Jah­res schützt dabei nicht gegen die Grip­pe­vi­ren, die in der kom­men­den Sai­son zu erwar­ten sind, denn die Grip­pe­vi­ren ver­än­dern sich stän­dig und das Immun­sy­stem ist auf die Virus­va­ri­an­te des kom­men­den Win­ters nicht vor­be­rei­tet. Der Impf­stoff wird daher jeweils auf den zu erwar­ten­den Virus aktua­li­siert.

Dabei kann die Grip­pe von Fall zu Fall unter­schied­lich ver­lau­fen, weiß der Lei­ten­de Medi­zi­nal­di­rek­tor Dr. Win­fried Strauch: „In man­chen Fäl­len ver­läuft die Influ­en­za wie bei einer nor­ma­le Erkäl­tung. Häu­fi­ger führt sie aller­dings zu Kom­pli­ka­tio­nen, die sogar töd­lich enden kön­nen, ohne dass die Ärz­te etwas tun kön­nen. Des­we­gen ist das wich­tig­ste: Vor­beu­gung!“

Die Erfah­run­gen der abge­lau­fe­nen Grip­pe­sai­son zei­gen zudem, dass im kom­men­den Win­ter neben dem sai­so­na­len Grip­pe­vi­rus auch das H1N1-Virus, also das sog. „Schwei­ne­grip­pe­vi­rus“ wie­der auf­tre­ten kann. Auf Grund die­ser Erfah­run­gen ent­hält der sai­so­na­le Grip­pe­impf­stoff 2010/2011 auch eine H1N1-Kom­­po­nen­te, d.h. die sai­so­na­le Grip­pe­schutz­imp­fung hilft auch gegen die „Schwei­ne­grip­pe“. Eine Imp­fung ist vor allem für Senio­ren (über 60) und chro­nisch Kran­ke egal wel­chen Alters sinn­voll. Dar­über hin­aus soll­ten alle geimpft sein, die viel mit ande­ren Men­schen zusam­men­kom­men, wie bei­spiels­wei­se in Kin­der­gär­ten, Schu­len, Geschäf­ten und öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln.

Die Kosten für die Imp­fung wer­den von den Kas­sen über­nom­men. Wer ledig­lich wegen der Imp­fung zum Arzt geht, muss auch kei­ne Pra­xis-Gebühr bezah­len.