„Live at Home“ mit der Swin­ga­rai­ders Big­band in der Forch­hei­mer Kul­tur­hal­le

Swingaraiders

Swin­ga­rai­ders

Vor mitt­ler­wei­le neun Jah­ren gab die Swin­ga­rai­ders Big­band ihr erstes Kon­zert in Forch­heim. Seit­dem haben sich die Kon­zer­te der Band zu einer festen Grö­ße im Forch­hei­mer Ver­an­stal­tungs­ka­len­der gemau­sert. Am kom­men­den Sams­tag um 19:30 Uhr ist es nun wie­der soweit: unter dem Mot­to „Live at Home“ lädt die Band in Zusam­men­ar­beit mit der Stadt Forch­heim in die Jahn-Kul­tur­hal­le.

Seit der Grün­dung der Band hat sich eini­ges getan bei den Swin­ga­rai­ders: wäh­rend ein Groß­teil der Band noch aus Grün­dungs­mit­glie­dern besteht, fin­den sich mitt­ler­wei­le auch eini­ge jün­ge­re Gesich­ter unter den Musi­kern. Da ist es auch nicht ver­wun­der­lich, dass sich das Pro­gramm nach wie vor über die gesam­te Band­brei­te der Big­band Musik erstrecken muss, um auch allen Geschmäckern in der Band gerecht zu wer­den.

Natür­lich haben alt­be­kann­te Big­band-Titel, unter denen der Klas­si­ker “Four Bro­thers” nur eines der High­lights ist, auch die­ses Jahr einen festen Platz im Pro­gramm der Band. Dane­ben legt die Band aber wie gewohnt jede Men­ge Expe­ri­men­tier­freu­de an den Tag. Zu den Schmanckerln im Pro­gramm gehört sicher­lich das Stück Oscar Pet­ti­fold: geschrie­ben von Char­lie Min­gus ist es eine Her­aus­for­de­rung sowohl für die Band als auch für ihren Diri­gen­ten Chri­sti­an Libe­ra, denn die Gren­zen zwi­schen Impro­vi­sa­ti­on und Kom­po­si­ti­on wer­den in die­sem Stück nicht nur auf­ge­löst, son­dern knal­lend gesprengt. Im Ver­gleich dazu kommt selbst das Stück Spain des legen­dä­ren Chick Corea schon ein­gän­gig vor, obwohl hier mit gro­ven­dem Funk und trei­ben­dem Latin zwei Sti­le auf­ein­an­der tref­fen, die auch nicht alle Tage kom­bi­niert wer­den. Nicht nur Swin­ga­rai­ders-Fans ist das Stück Oye Como Va, im Ori­gi­nal von Car­los San­ta­na, seit lan­gem ein Begriff. Hier zeigt sich beson­ders die Viel­falt der Soli­sten, denn in der Ver­gan­gen­heit wur­de die­ses ursprüng­lich knapp 3 Minu­ten lan­ge Stück oft zur 8‑Mi­nu­ten-Eska­pa­de. „Am Anfang unse­rer Lauf­zeit hat­te ich oft Schweiß­aus­brü­che vor eini­gen Soli, mitt­ler­wei­le weiß ich mei­stens auf wen ich mich ver­las­sen kann“, gesteht Diri­gent Libe­ra.

Die­ses Jahr gibt es im Kon­zert noch einen beson­de­ren Lecker­bis­sen, denn der Posau­nist Chri­stoph Mül­ler wird die Band als Gast-Solist unter­stüt­zen. Zudem wird die Band auch eini­ge von Mül­ler kom­po­nier­te und bear­bei­te­te Titel zum Besten geben, denn die­ser konn­te sich auch als Kom­po­nist und Arran­geur für Beset­zun­gen von Com­bo bis Orche­ster und ver­schie­den­ste Stil­rich­tun­gen bereits einen Namen machen. Mül­ler über sei­ne eige­nen musi­ka­li­schen Vor­lie­ben: „Die musi­ka­li­sche Welt ist zu groß, die Band­brei­te zu rie­sig, um nur mit Scheu­klap­pen durchs Leben zu gehen. Ich lie­be die Viel­falt!“.

So darf jeder gespannt sein auf das dies­jäh­ri­ge Pro­gramm des Swin­ga­rai­ders Big­band, die sicher­lich am 13. Novem­ber einen spä­ten Höhe­punkt im Kul­tur­ka­len­der Forch­heims set­zen wird. Dabei hat der Titel des Kon­zerts für die Band durch­aus eine Bedeu­tung, denn vie­le der Musi­ker leben heu­te in ganz Deutsch­land ver­streut, und so ist ein Auf­tritt „zu Hau­se“ für alle Betei­lig­ten etwas Beson­de­res.

Kar­ten für das Kon­zert gibt es im Vor­ver­kauf bei der Buch­hand­lung Streit in Forch­heim, unter www​.swin​ga​rai​ders​.de sowie an
der Abend­kas­se. Der Ein­tritt beträgt 8€, ermä­ßig­te Kar­ten kosten 6€.