Frän­ki­sche Brän­de und Gei­ste prä­miert: 39 Gold- und 141 Sil­ber­me­dail­len vergeben

v.l. Destillatkönigin Sandra Dohmann, Vorsitzender Alfons Kraft (Karlstadt-Mühlbach), Hermann Schmitt (Pottenstein-Hasslach), Herbert Schulz (Großheirath-Neuses a.d. Eichen) Inge Blank (Schulmühle-Heiligenthal), Hans Engelhardt (Weingarts), Norbert Engelhardt (Kunreuth), Brennerei Hack (Pinzberg-Elsenberg), Apfelkönigin Franziska Endres sowie die Geschäftsführerin Andrea Bätz (Volkach)

Mit einer Gold­me­dail­le aus­ge­zeich­ne­te Bren­ner aus dem Regie­rungs­be­zirk Oberfranken

Seit Jahr­zehn­ten ist für die Frän­ki­schen Bren­ner die erfolg­rei­che Teil­nah­me an den jähr­li­chen Prä­mie­run­gen das Stre­ben nach höch­ster Qua­li­tät. Das bewie­sen auch die­ses Jahr wie­der 83 Frän­ki­sche Bren­ner, die 318 Brän­de und Gei­ste ins Ren­nen geschickt hat­ten. Und mit 39 Gold‑, 141 Sil­ber- und 103 Bron­ze­me­dail­len dafür fürst­lich belohnt wurden.

„Die jähr­li­che Prä­mie­rung ist für alle Bren­ner immer ein Höhe­punkt im Jahr“, erklär­te bei der Begrü­ßung der Vor­sit­zen­de des Frän­ki­schen Klein- und Obst­bren­ner­ver­ban­des Würz­burg Alfons Kraft (Karl­stadt-Mühl­bach) im Spie­gel­saal des E.T.A. Hoff­mann-Thea­ters in Bam­berg. Aus­zeich­nun­gen sind wich­tig für die Klein­bren­ner, die ihren Job fast alle neben­be­ruf­lich machen und die Brenn­rech­te oft von ihren Vätern und Groß­vä­tern über­nom­men haben, führ­te er wei­ter aus. Eine Fla­sche Kirsch‑, Zwetsch­gen- oder Mira­bel­len­was­ser ver­kauft sich natür­lich viel leich­ter, wenn mit einer Medail­le gewor­ben wer­den kann. Zusam­men mit der Frän­ki­sche Apfel­kö­ni­gin Fran­zis­ka End­res (Zell am Ebers­berg) und der Destil­lat­kö­ni­gin San­dra Doh­mann (Lam­pold­s­hau­sen) über­gab er fei­er­lich die Aus­zeich­nun­gen an die erfolg­rei­chen Bren­ner. Die Bren­ner im Regie­rungs­be­zirk Ober­fran­ken konn­ten sich dabei acht Gold­me­dail­len, 23 Sil­ber­me­dail­len und 13 Bron­ze­me­dail­len sichern.

Die gro­ße Sor­ten­aus­wahl zeigt die gan­ze Band­brei­te frän­ki­scher Brenn­kul­tur, ver­deut­lich­te der Vor­sit­zen­de. Neben den Spit­zen­sor­ten Mira­bel­le, Zwet­sche, Bir­ne und Apfel fin­den sich Korn­brän­de, Trau­ben- und Tre­ster­brän­de sowie Exo­ten wie Mispel‑, Wild­kir­schen- und Topinam­bur­brand. Auch Frän­ki­scher Whis­ky aus den Mit­tel­ge­birgs­la­gen Rhön, Haß­ber­ge und Frän­ki­sche Schweiz kom­men immer mehr in Mode. Neben der sen­so­ri­schen Beur­tei­lung durch ein geschul­tes Prü­fungs­ko­mi­tee durch­lau­fen die Erzeug­nis­se auf ihrem Weg zur begehr­ten Medail­le auch das Labor der Baye­ri­schen Lan­des­an­stalt für Wein- und Gar­ten­bau (LWG) in Veits­höch­heim. Hier wer­den seit über 50 Jah­ren die ana­ly­ti­schen Unter­su­chun­gen der Frän­ki­schen Prä­mie­rung durchgeführt.

In Ver­tre­tung des Haus­herrn brach­te der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Dr. Hel­mut Mül­ler die Freu­de der Stadt Bam­berg zum Aus­druck, die Éli­te frän­ki­scher Destil­la­teu­re im geschichts­träch­ti­gen Spie­gel­saal begrü­ßen zu kön­nen. Wie die­ser Saal sind auch Frän­ki­sche Destil­la­te ein Teil frän­ki­scher Kul­tur und aus der frän­ki­schen Gour­met­land­schaft nicht mehr weg­zu­den­ken eben­so wie Bier aus Bam­berg und Wein vom Main.

Die Frän­ki­sche Apfel­kö­ni­gin Fran­zis­ka End­res unter­strich in ihrem Gruß­wort ihre enge Ver­bin­dung zu den Frän­ki­schen Bren­nern. Als Reprä­sen­tan­tin für den Obst­bau in Fran­ken weiß sie die Arbeit der Bren­ner zu schät­zen. Destil­lat­kö­ni­gin San­dra Doh­mann wies in ihrem Gruß­wort auf die Wich­tig­keit von Prä­mie­run­gen hin. Die Bren­ner zei­gen dabei aber auch die Bereit­schaft, Erzeug­nis­se auf höch­stem Niveau her­stel­len zu wollen.

Der Vor­trag von Dr. Mar­tin Gess­ner, Lei­ter des Labors der LWG in Veits­höch­heim und seit vie­len Jah­ren ver­ant­wort­lich für die ana­ly­ti­schen Unter­su­chun­gen der Frän­ki­schen Prä­mie­rung run­de­te das Pro­gramm ab. Durch die Ver­an­stal­tung führ­te die Geschäfts­füh­re­rin Andrea Bätz (Volkach). Die musi­ka­li­schen Umrah­mung mit Frän­ki­scher Stu­ben­mu­sik hat­te die Fami­lie Rudolph (Prap­pach) übernommen.

Der 1914 in Klein­lang­heim für den Bereich Unter­fran­ken gegrün­de­te Ver­band, der 1936 auf­ge­löst wur­de und sich nach dem Krieg 1948 wie­der neu grün­de­te, schloss sich mit dem Ober­frän­ki­schen Bren­ne­rei­ver­band zum „Frän­ki­schen Klein- und Obst­bren­ner-Ver­band Würz­burg e.V.“ zusam­men. Heu­te hat der viert­größ­te Ver­band im Bun­des­ver­band der Klein- und Obst­bren­ner rund 1820 Mit­glie­der. Das Ver­bands­ge­biet umfasst die Regie­rungs­be­zir­ke Mit­tel­fran­ken, Ober­fran­ken und Unter­fran­ken, wobei die mei­sten Mit­glie­der aus Unter­fran­ken kom­men. Vor­sit­zen­der des Ver­ban­des ist seit 2004 Alfons Kraft (Karl­stadt-Mühl­bach), Ver­tre­ter Hubert Fröh­lich (Gemün­den-Aschen­roth). Als Geschäfts­füh­re­rin erle­digt Andrea Bätz (Volkach) seit mehr als 10 Jah­ren die Ver­wal­tung des Ver­ban­des. Nähe­res unter www​.obst​bren​ner​.de/​f​r​a​n​k​e​n​.​htm.

Im Regie­rungs­be­zirk Ober­fran­ken erhiel­ten fol­gen­de Bren­ner eine Aus­zeich­nung: Her­bert Schulz, Groß­hei­rath-Neu­ses a.d. Eichen (Gold für Apfel­brand „Pilot“, Sil­ber für Apfel­brand von der Streu­obst­wie­se, Bron­ze für Apfel­brand „Topaz“ + Mira­bel­len­brand), Nor­bert Win­kel­mann, Hal­lern­dorf-Schna­id (Gold für Frän­ki­schen Erd­beer­brand + Frän­ki­schen Schle­hen­brand, Sil­ber für Frän­ki­schen Bier­brand vom Wei­zen­back, Frän­ki­schen Mira­bel­len­brand, Tre­ster­brand aus Tra­min­er­trau­ben, Frän­ki­scher Hei­del­beer­brand + Frän­ki­scher Wald­him­beer­brand, Bron­ze für Frän­ki­schen Him­beer­brand + Frän­ki­schen Wil­liams-Christ-Bir­nen­brand Pre­mi­um), Hans Engel­hardt, Kun­reuth-Wein­garts (Gold für Topinam­bur­brand, Sil­ber für Schle­hen­geist), Nor­bert Engel­hardt, Kun­reuth (Gold für Pre­mi­um Mira­bel­len­was­ser, Sil­ber für Wal­nuss­geist, Bron­ze für Wil­liams-Christ-Bir­nen­brand, Pre­mi­um Zwetsch­gen­was­ser + Altes Pre­mi­um Zwetsch­gen­was­ser), Fritz Wohl­hö­fer, Kun­reuth-Ermreus (Gold für Schle­hen­geist, Sil­ber für Frän­ki­sches Mira­bel­len­was­ser), Richard Hack, Pinz­berg-Elsen­berg (Gold für Him­beer­geist + Kirsch­was­ser, Sil­ber für Schle­hen­geist, im Eichen­fass gereif­ten Apfel­brand + Whis­ky, Bron­ze für Zwetsch­gen­brand), Her­mann Schmitt, Pot­ten­stein (2x Sil­ber für Zwetsch­gen­brand), Alfred Zeiß, Igen­s­dorf (Sil­ber für Frän­ki­schen Him­beer­geist, Frän­ki­schen Mira­bel­len­brand, Frän­ki­schen Wil­liams-Christ-Bir­nen­brand + Frän­ki­schen Mis­pel­brand), Erwin Zeiß, Igen­s­dorf (Sil­ber für Mira­bel­len­brand + im Eichen­fass gereif­ten Zwetsch­gen­brand, Bron­ze für Wil­liams-Christ-Bir­nen­brand), Georg Beut­ner, Kun­reuth-Wein­garts (Sil­ber für Kirsch­brand + Zwetsch­gen­brand), Gerald Borisch, Pinz­berg-Gos­berg (Sil­ber für Frän­ki­schen Zwetsch­gen­brand), Inge Blank, Eber­mann­stadt (Bron­ze für Zwetsch­gen­was­ser, Quit­ten-Spi­ri­tuo­se, Wil­liams-Christ-Bir­nen­brand + Mirabellenwasser).

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