FDP Bam­berg for­dert Rich­tungs­wech­sel: Mehr in Bil­dung inve­stie­ren, weni­ger in Großprojekte

Ange­sichts der Mil­lio­nen­aus­ga­ben der Stadt und ihrer Toch­ter­un­ter­neh­men für Groß­pro­jek­te im Frei­zeit­be­reich wie den Kauf der Ste­chert-Are­na oder das neue Hal­len­bad hat sich der FDP-Orts­ver­band in sei­ner jüng­sten Vor­stands­sit­zung für einen grund­le­gen­den Rich­tungs­wech­sel aus­ge­spro­chen und ein Inve­sti­ti­ons­pro­gramm in die Bil­dung gefor­dert. „Es kann doch nicht sein, dass ange­sichts immer knap­per wer­den­der Finan­zen unse­re Kin­der und Jugend­li­chen stän­dig bei den Haus­halts­ver­hand­lun­gen hin­ten run­ter fal­len und man­che Stadt­rä­te ihre per­sön­li­chen Frei­zeit­in­ter­es­sen vor die Belan­ge unse­rer Schu­len und Kin­der­gär­ten stel­len“, kri­ti­sier­te FDP-Orts­vor­sit­zen­der Mar­tin Pöhner.

In dem ein­stim­mig beschlos­se­nen Posi­ti­ons­pa­pier for­dert die FDP, end­lich die Raum­pro­ble­me an den Schu­len zu besei­ti­gen, die Ganz­tags­be­treu­ung wei­ter aus­zu­bau­en, in eine zeit­ge­mä­ße Com­pu­ter­aus­stat­tung zu inve­stie­ren und die Turn­hal­len an den Bam­ber­ger Schu­len zu sanie­ren. „Wir wol­len, dass der Anfang für ein sol­ches Inve­sti­ti­ons­pro­gramm bereits im Haus­halt 2011 gemacht wird“, unter­strich Pöh­ner. In den Fol­ge­jah­ren sol­len die Bil­dungs­in­ve­sti­tio­nen dann schritt­wei­se wei­ter aus­ge­baut werden.

Finan­zie­ren will die FDP ein sol­ches Inve­sti­ti­ons­pro­gramm „Zukunft Bil­dung in Bam­berg“ vor allem über drei Säu­len: Erstens soll in ande­ren Berei­chen gespart wer­den, u.a. bei der Lan­des­gar­ten­schau und in der Stadt­ver­wal­tung. Zwei­tens will die FDP den Land­kreis stär­ker in die Pflicht neh­men. „Der Land­kreis muss end­lich den Anteil für sei­ne Kin­der an der Wirt­schafts­schu­le in Bam­berg kom­plett selbst über­neh­men“, erläu­ter­te stell­ver­tre­ten­der FDP-Orts­vor­sit­zen­der Chri­stoph Brandt. Und drit­tens soll es in Zukunft abso­lut kei­ne städ­ti­schen Bürg­schaf­ten und son­sti­gen zusätz­li­chen Zuschüs­se mehr für die Unter­stüt­zung des Pro­fi­sports in Bam­berg geben.

In Hin­blick auf die anste­hen­den Haus­halts­be­ra­tun­gen ist für die FDP wei­ter­hin ein aus­ge­gli­che­ner Haus­halt das Ziel. „Aller­dings muss man auch zukunfts­ori­en­tiert den­ken und Pro­jek­te, die sich in den näch­sten Jah­ren refi­nan­zie­ren, ggf. über vor­über­ge­hen­de Schul­den finan­zie­ren. Dazu gehört bei­spiels­wei­se die ener­ge­ti­sche Sanie­rung von Schu­len, die sich über die zu erwar­ten­den Ein­spa­run­gen in den näch­sten Jah­ren refi­nan­zie­ren las­sen“, beton­te Brandt. Er sprach sich zudem dafür aus, bereits begon­ne­ne Infra­struk­tur­pro­jek­te wie die Sanie­rung des Wil­helms­plat­zes zu Ende zu füh­ren und nicht auf die lan­ge Bank zu schieben.

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