Bevöl­ke­rungs­zah­len für den Land­kreis Bam­berg

Die Ein­woh­ner­zah­len des Land­krei­ses Bam­berg haben sich im ver­gan­ge­nen hal­ben Jahr nur gering­fü­gig ver­än­dert – das erge­ben die aktu­el­len Bevöl­ke­rungs­zah­len her­aus­ge­ge­ben vom Baye­ri­schen Lan­des­amt für Sta­ti­stik und Daten­ver­ar­bei­tung. So zähl­te der Land­kreis am 30. Juni 2010 ins­ge­samt 144.325 Ein­woh­ner, das sind ledig­lich 117 Ein­woh­ner weni­ger als bei der letz­ten Erhe­bung im Dezem­ber 2009. Mit die­sem Bevöl­ke­rungs­rück­gang von umge­rech­net 1,3 Pro­zent steht der Land­kreis Bam­berg von allen ober­frän­ki­schen Land­krei­sen am Besten da.

Der Blick auf die Ent­wick­lung in den ein­zel­nen Gemein­den zeigt ein gewohn­tes Bild. Wie schon in den vor­an­ge­gan­ge­nen Jah­ren bleibt der Markt Hirschaid wei­ter­hin die größ­te Gemein­de im Land­kreis mit 11.699 Ein­woh­nern. Platz 2 belegt erneut Mem­mels­dorf mit 8.899 Ein­woh­nern, gefolgt von Hall­stadt mit 8.552 Ein­woh­nern. Über die größ­ten Zuwäch­se kön­nen sich Bur­ge­brach (+34), Hirschaid (+30) und Ebrach (+26) freu­en. Ver­lu­ste hin­ge­gen muss­ten die Gemein­den Hei­li­gen­stadt (-42), Schlüs­sel­feld (-37) und Bisch­berg (-32) ver­bu­chen.

„Die Ent­wick­lung der Bevöl­ke­rungs­zah­len im Land­kreis Bam­berg stellt kei­ne Über­ra­schung dar“, so Land­rat Dr. Gün­ther Denz­ler. „Bereits vor zwei Jah­ren hat der Land­kreis Bam­berg die Erstel­lung einer Bevöl­ke­rungs­pro­gno­se bis 2025 in Auf­trag gege­ben. Sie zeigt, dass alle Gemein­den von den Kon­se­quen­zen des demo­gra­phi­schen Wan­dels betrof­fen sind. Die rasche Zunah­me des Anteils älte­rer Men­schen, ste­tig rück­läu­fi­ge Gebur­ten­zah­len und zum Teil stark aus­ge­präg­te Wan­de­rungs­be­we­gun­gen füh­ren zu einer regio­nal sehr unter­schied­li­chen Bevöl­ke­rungs­ent­wick­lung.“ Vor die­sem Hin­ter­grund habe man bereits 2008 am Land­rats­amt Bam­berg einen Stra­te­gie­kreis gegrün­det, so Dr. Denz­ler wei­ter. Sei­ne Auf­ga­be sei es, gemein­sam mit den Gemein­den Wei­chen­stel­lun­gen für die Zukunft zu erar­bei­ten, um die Fol­gen des demo­gra­phi­schen Wan­dels abzu­fe­dern.