Bun­des­stra­ße 470 Stahl­bo­gen­brücke wird über den Main-Donau-Kanal eingeschwommen

End­lich geht es los! Nach­dem der erste Ter­min für das Ein­schwim­men der Brücke abge­sagt wer­den muss­te, soll nun am kom­men­den Don­ners­tag, 14.10.2010, die Stahl­bo­gen­brücke über den Main-Donau-Kanal ein­ge­schwom­men werden.

Am Diens­tag, den 12.10. beginnt die hei­ße Pha­se mit dem Hoch­he­ben der 600 to schwe­ren Brücke auf die Ver­schub­bahn. Dazu wer­den 4 rie­si­ge Auto­krä­ne neben der Brücke auf­ge­stellt, die anschlie­ßend mit ver­ein­ten Kräf­ten den Stahl­ko­loss in die rich­ti­ge Posi­ti­on heben. Am Mitt­woch wird dann die Brücke auf Stahl­trä­gern, der soge­nann­ten Ver­schub­bahn, bis zur Hälf­te in den Main- Donau-Kanal gescho­ben und bis zum Abend auf das 55 x 11 Meter gro­ße Schwimm­pon­ton „Wal­traud“ gesetzt. Zu die­sem Zeit­punkt ist der Main-Donau-Kanal nur noch ein­spu­rig für die Schiff­fahrt befahr­bar. Am Don­ners­tag schwimmt schließ­lich „Wal­traud“ mit der Brücke auf die ande­re Sei­te des Kanals. Begon­nen wird am Vor­mit­tag. Wenn alles glatt geht, soll der Kanal am Nach­mit­tag über­quert sein. Durch die Schwie­rig­keit des Vor­ha­bens kann aller­dings immer etwas Unvor­her­ge­se­he­nes auf­tre­ten, so dass das Ver­schie­ben auch den gan­zen Tag dau­ern kann. Gesteu­ert wird das Schwimm­pon­ton zen­ti­me­ter­ge­nau durch ein koor­di­nier­tes Zusam­men­spiel von 4 Stahl­tros­sen (an jeder Sei­te eine), die mit jeweils einem festen Stahl­trä­ger am Ufer ver­bun­den sind.

Am Frei­tag wird letzt­end­lich die Brücke in ihre End­la­ge gezo­gen und auf die end­gül­ti­gen Lager abge­setzt. Ein Unsi­cher­heits­fak­tor ist vor allem das Wet­ter. Die Wind­ge­schwin­dig­keit darf einen Grenz­wert nicht über­schrei­ten und es soll­te nicht all­zu hef­tig reg­nen. Dann wür­de näm­lich der Was­ser­spie­gel zu sehr anstei­gen und die gan­ze Akti­on müss­te ver­scho­ben werden.

Die Brücke ist Teil der Orts­um­ge­hung Forch­heim West im Zuge der B 470, die nach Fer­tig­stel­lung die A 73 mit der A 3 ver­bin­det und die Orts­durch­fahr­ten Burk und Forch­heim Nord ent­la­stet. Die Gesamt­ko­sten der Brücken­bau­maß­nah­me belau­fen sich auf 4,5 Mil­lio­nen Euro.

Das Staat­li­che Bau­amt Bam­berg teilt mit, dass für Inter­es­sen­ten die Mög­lich­keit besteht, den Ein­schub aus siche­rer Ent­fer­nung zu beob­ach­ten. Es wird jedoch gebe­ten, die aus­ge­wie­se­nen Sicher­heits­zo­nen zu respektieren.

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