Woche des Sehens vom 08. bis 15. Okto­ber 2010

Die dies­jäh­ri­ge deutsch­land­wei­te Woche des Sehens steht unter dem Mot­to „Blind­heit ver­ste­hen. Blind­heit ver­hü­ten“. Wir leben im Zeit­al­ter des Sehens. Die mei­sten Infor­ma­tio­nen errei­chen uns über die Augen – solan­ge sie gesund sind. Das Zen­trum Bay­ern Fami­lie und Sozia­les (ZBFS) Regi­on Ober­fran­ken ist für meh­re­re Lei­stun­gen für blin­de Men­schen zuständig.

Mit dem Blin­den­geld als rei­ner Lan­des­lei­stung trägt der Frei­staat Bay­ern der beson­de­ren Situa­ti­on sei­ner blin­den Mit­bür­ge­rin­nen und Mit­bür­ger Rech­nung. Es setzt kei­ne Pfle­ge­be­dürf­tig­keit vor­aus, ist ein­kom­mens­un­ab­hän­gig und steu­er­frei. Das vol­le Blin­den­geld beträgt monat­lich 518 €. Das Blin­den­geld wird gekürzt

  • auf 383 €, wenn der Blin­de Lei­stun­gen (Pfle­ge­geld, Sach­lei­stun­gen oder Kom­bi­na­ti­ons­lei­stun­gen) der Pfle­ge­stu­fe I aus der gesetz­li­chen oder pri­va­ten Pfle­ge­ver­si­che­rung erhält,
  • auf 346 €, wenn der Blin­de Lei­stun­gen der Pfle­ge­stu­fe II oder III erhält,
  • auf höch­stens 383 €, wenn der Blin­de Lei­stun­gen zum Aus­gleich blind­heits­be­ding­ter Mehr­auf­wen­dun­gen nach ande­ren Rechts­vor­schrif­ten erhält.

Im Regie­rungs­be­zirk Ober­fran­ken erhal­ten 640 Per­so­nen das vol­le Blin­den­geld und 763 Per­so­nen ein gekürz­tes Blin­den­geld, also ins­ge­samt 1.403 (Stand Juni 2010).

Bei Blind­heit wird das Merk­zei­chen Bl (Blind­heit) im Schwer­be­hin­der­ten­aus­weis zuer­kannt. Das Merk­zei­chen Bl ermög­licht ver­schie­de­ne Nach­teils­aus­glei­che wie die Frei­fahrt im öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr nach Erwerb einer Wert­mar­ke, Kraft­fahr­zeug­steu­er­be­frei­ung, einen Pausch­be­trag bei der Ein­kom­men­steu­er wegen außer­ge­wöhn­li­cher Bela­stung in Höhe von 3.700 € u. a. Außer­dem erhal­ten Blin­de und Seh­be­hin­der­te mit einem Grad der Behin­de­rung (GdB) von min­de­stens 60 wegen der Seh­be­hin­de­rung das Merk­zei­chen RF (Befrei­ung von der Rund­funk­ge­büh­ren­pflicht) im Schwerbehindertenausweis.

Fer­ner kön­nen Blin­de und Seh­be­hin­der­te ver­schie­de­ne Lei­stun­gen rund um das The­ma “Schwer­be­hin­de­rung und Arbeit” durch das Inte­gra­ti­ons­amt erhal­ten (Ein­rich­tung spe­zi­el­ler Arbeits­plät­ze, wie z. B. für blin­de Tele­fo­ni­sten, lau­fen­de Lohn­ko­sten­zu­schüs­se etc.). Das Inte­gra­ti­ons­amt ist Teil des Zen­trums Bay­ern Fami­lie und Soziales.

Für Aus­künf­te und Bera­tun­gen zu die­sen Lei­stun­gen kön­nen sich Betrof­fe­ne an das ZBFS Regi­on Ober­fran­ken, Hegel­stra­ße 2, 95447 Bay­reuth, Tel. 0921/605–1 wen­den. Das Ser­vice-Zen­trum ist zu fol­gen­den Zei­ten geöff­net: Mo – Mi 8.00 – 16.00 Uhr, Do 8.00 – 19.00 Uhr, Fr 8.00 ‑12.00 Uhr.

Das ZBFS Regi­on Ober­fran­ken ist auch an den Sprech­ta­gen in Bam­berg, Hof, Coburg, Lich­ten­fels, Kro­nach, Kulm­bach und Forch­heim (die Ter­mi­ne sind bei den jewei­li­gen Gemein­den bekannt) erreichbar.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den sich im Inter­net unter www​.zbfs​.bay​ern​.de

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