Gedan­ken eines Fran­ken zum Zahnarzt

Caesar der Franke

Cae­sar der Franke

Die Dooch wor ich wie­der amol beim Zahnarzt.
Irgend­wo hob ich gleesn, dass ma so alle hal­be Johr amol hin­gehn soll. Bei mir worns – ich gebs ja zu – ich glaub so um die 4, 5 Johr, das­si zum ledzden mol do gwesn bin. Pfeiff drauf, ich putz ja schließ­lich mei Häg­ger­la alla Dooch.
Ich also hin, nauf, aufn Fol­ter­stuhl, mei Goschn auf und sie – a Zahn­ärz­tin mit wun­der­schö­na Augn – glotzt fach­kun­dig in die Untie­fen mei­nes Mund­rau­mes. Ich wäh­ne mich in Sicher­heit … da war noch nie was zu bean­stan­den. Und dann isses losganga.
In einer mir völ­lig unbe­kann­ten Spra­che – Latein, Grie­chisch oder gar Kisua­he­li spricht sie Wor­te, wel­che dem geneig­ten Zuhö­rer (Pati­en­ten) erschei­nen, als wäre sie vom Mars und unser­eins aus Tie­fen­see­bach. Babel lässt grüßen.
Und dann hams an jeden Zahn ein­zeln pho­to­gra­phiert und geröngt, auf Herz und Nie­ren (Gott sei Dank ned auf Leber!) untersucht.
Ergeb­niss: “Zahn­rei­ni­gung man­gel­haft und .….. Ja was?! Da sind ja noch alle Weis­heits­zäh­ne drin?!! Das geht ja gar nicht! Die müs­sen raus!”
Erklärt ham sie mir des auch. Ver­stan­den hab ich aber nigs. Bin ja schließ­lich ned vom Fach.
Lan­ger Rede kur­zer Sinn: Der Zahn-Ex Ter­min is kum­ma. Ich bin vor lau­der Auf­ree­chung a vier­tel Stund eher dran, setz mich neis War­te­zim­mer und nimm mir a wis­sen­schaft­li­che Zei­tung in die Händ. Micky Maus, wie frü­her beim Fri­seur kannsd ja ned lesn. Dann den­gn die andern ja gleich, das­sd a Voll­depp bist. Tem­pus fugit, und ich sitz immer noch. Die Zeit ver­streicht und der Mores nimmd zu.
End­lich (?!) komm ich dran. Mei Zähn und alles Drum und Dran wer­den betäubt und sie fängd an zu wer­keln. Was issn, denk ich mir. Wann gehts denn los? Sprit­ze, Mull­bin­de (ein Tam­pong ((wie ma des jetzt schreibt, waas ich wirk­lich ned)) wor des hof­fent­lich ned), Zan­ge und Abschlürf­schlauch, alles hob ich in der Goschn, aber spürn tu ich nigs. Mad­la! Mach hald end­lich, denk ich mir. Und mit einem mal isses vor­bei. Die ersten zwaa Häg­ger­la sin draußen.
Ja wie jetzt? Scho fer­dich? Und des­halb hab ich mir scho den gan­zen Dooch nei die Hoo­sen gsch…?
Doch es ist noch nicht aller Tage abend. Grad hab ich a Mail von dera Pra­xis gekriegt, mid der freu­di­gen Bot­schaft, das­ses mid den ande­ren zwaa Zäh­nen wahr­schein­lich gor ned so leicht wern wird.
Des wollt ich jetzt ned hören. Wirk­lich ned!
Oier Zahnarzt-Hosenscheisser-Caesar.

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