Reli­gi­on und Poli­tik im Mit­tel­al­ter – Deutsch­land und Eng­land im Vergleich

„Reli­gi­on und Poli­tik im Mit­tel­al­ter. Deutsch­land und Eng­land im Ver­gleich.“ Unter die­sem Mot­to steht die 29. Öffent­li­che Kon­fe­renz der Bay­reu­ther Prinz-Albert-Gesell­schaft am Frei­tag, 10., und Sams­tag, 11. Sep­tem­ber, im Rie­sen­saal auf Schloss Ehren­burg in Coburg.

Die poli­ti­sche Rele­vanz des Reli­giö­sen, die Zusam­men­hän­ge und Wech­sel­wir­kun­gen zwi­schen poli­ti­scher und reli­giö­ser Sphä­re sind von jeher bevor­zug­ter Gegen­stand der Mit­tel­al­ter­for­schung. Bis in die Schul­bü­cher hin­ein gilt die prin­zi­pi­el­le Untrenn­bar­keit bei­der Sphä­ren als Signa­tur. Aber auch die Anfän­ge einer Dif­fe­ren­zie­rung und rela­ti­ven Eigen­stän­dig­keit von Reli­gi­on und Poli­tik, Kir­che und Staat wer­den als wesent­li­cher Bei­trag der Epo­che zu einer typisch euro­päi­schen Ent­wick­lung gese­hen, die poli­tisch-kul­tu­rel­le Dif­fe­ren­zen bis in die Gegen­wart hin­ein prägt.

„Schon die über­ra­gen­de for­schungs­ge­schicht­li­che Bedeu­tung, die dem The­ma zukommt, macht es sinn­voll, die tra­dier­ten Fra­ge­stel­lun­gen immer wie­der neu an den metho­di­schen Kon­zep­ten der aktu­el­len For­schung zu über­prü­fen und die Rele­vanz der alten wie die Ergeb­nis­se neu­er Ansät­ze und Pro­blem­for­mu­lie­run­gen zu dis­ku­tie­ren“, erklä­ren die bei­den Pro­fes­so­ren der Uni­ver­si­tät Bay­reuth, Die­ter Weiß (Baye­ri­sche Lan­des­ge­schich­te) und Lud­ger Körnt­gen (Mit­tel­al­ter­li­che Geschich­te), im Vor­feld der Öffent­li­chen Kon­fe­renz. Zusätz­li­che Impul­se und beson­de­re Dring­lich­keit erhal­te die Fra­ge nach dem Ver­hält­nis von Reli­gi­on und Poli­tik durch das aktu­ell gestei­ger­te Inter­es­se am Phä­no­men der Reli­gi­on und ihren ver­schie­de­nen kul­tu­rel­len Kon­tex­ten sowie sozia­len und poli­ti­schen Wirkungen.

Die 29. Öffent­li­che Kon­fe­renz der Prinz-Albert-Gesell­schaft e.V., Coburg/​Bayreuth, will das spe­zi­fi­sche For­schungs­in­ter­es­se der Gesell­schaft, das den deutsch-bri­ti­schen Bezie­hun­gen und dem deutsch-bri­ti­schen Ver­gleich gilt, als Fokus auf das The­ma „Reli­gi­on und Poli­tik“ nüt­zen. In ver­glei­chen­der Per­spek­ti­ve sol­len zum einen Gemein­sam­kei­ten und Unter­schie­de bei der Wech­sel­wir­kung von Reli­gi­on und Poli­tik im ostfränkisch–deutschen, sowie im angel-sächsisch–englischen Raum genau­er beschrie­ben wer­den. Zum ande­ren geht es dar­um, natio­nal­ge­schicht­lich beding­te Eng­füh­run­gen der For­schungs­tra­di­tio­nen fest­zu­stel­len und Ansät­ze zu ihrer Über­win­dung auszuarbeiten.

„Das The­ma bie­tet sich zugleich an, um ent­spre­chend der Auf­ga­be und der Pra­xis der Prinz–Albert–Gesellschaft Pro­ble­me der deutsch–britischen Geschich­te zu erfor­schen und öffent­lich zu ver­mit­teln“, so Weiß und Körnt­gen wei­ter. „Die Ein­la­dung zu unse­rer Kon­fe­renz rich­tet sich des­halb glei­cher­ma­ßen an Fach­wis­sen­schaft­ler, Stu­die­ren­de und alle am The­ma Interessierten.“

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