Abrech­nung des Stra­ßen­aus­baus in Herolds­bach ist rechts­gül­tig

Der Baye­ri­sche Ver­wal­tungs­ge­richts­hof in Mün­chen hat nun ent­schie­den: Das von der Gemein­de Herolds­bach im Zuge des Stra­ßen­aus­baus der Bai­ers­dor­fer Stra­ße prak­ti­zier­te Abrech­nungs­ver­fah­ren hat sei­ne Rich­tig­keit und die erlas­se­nen Beschei­de sind rechts­gül­tig. Dies teil­te Bür­ger­mei­ster Edgar Bütt­ner in der jüng­sten Gemein­de­rats­sit­zung mit.

Zur Erin­ne­rung: Ins­ge­samt war der Haupt­streit­punkt zwi­schen Ver­wal­tung und eini­gen Anwoh­nern der Bai­ers­dor­fer Stra­ße die Fra­ge, ob die Bai­ers­dor­fer Stra­ße so wie von der Gemein­de vor­ge­nom­men von der Unte­ren Haupt­stra­ße bis zum Spiels­platz an der Sport­platz­stra­ße im Süden in einem Stra­ßen­zug, oder die Stra­ße wegen der unter­schied­li­chen Brei­te und Aus­stat­tung (ein­mal Geh­weg, ein ande­res Mal nur Mehr­zweck­strei­fen), in meh­re­ren unter­schied­li­chen Stra­ßen­ab­schnit­ten abzu­rech­nen wäre.

Die ersten Vor­aus­zah­lungs­be­schei­de für die­ses Pro­jekt wur­den bereits am 06. März 2007 von der Gemein­de Herolds­bach erlas­sen. Die ersten Wider­sprü­che gegen das Abrech­nungs­ver­fah­ren gin­gen bereits im April 2007 ein. Die­se Wider­sprü­che wur­den mit dem Ver­weis auf den end­gül­ti­gen Bescheid zurück­ge­wie­sen. Nach­dem im Novem­ber 2008 die end­gül­ti­gen Stra­ßen­aus­bau­be­schei­de erlas­sen wor­den waren, wur­de am 15.12.2008 von einem Wider­spruchs­füh­rer beim Ver­wal­tungs­ge­richt Bay­reuth Kla­ge ein­ge­reicht. Die­se Kla­ge wur­de am 26.05.2010 abge­wie­sen; die Gemein­de hat­te in allen Punk­ten Recht erhal­ten.

Einem Antrag ande­rer Wider­spruchs­füh­rer am 17.02.2009 auf auf­schie­ben­de Wir­kung hat­te das Ver­wal­tungs­ge­richt am 01. Juli 2009 statt­ge­ge­ben. Gegen die­ses Urteil leg­te die Gemein­de Herolds­bach am 14. Juli 2009 beim Baye­ri­schen Ver­wal­tungs­ge­richts­hof in Mün­chen Beschwer­de ein­ge­legt. Die­ser Beschwer­de wur­de statt­ge­ge­ben, das Urteil des VG Bay­reuth durch den VGH mit Urteil vom 21.09.2009 auf­ge­ho­ben. Die Gemein­de habe also auch hier Recht bekom­men, so Bür­ger­mei­ster Edgar Bütt­ner.

Die Kla­ge eines Wider­spruchs­füh­rers im Haupt­sa­che­ver­fah­ren wur­de schließ­lich am 26. Mai 2010 abge­wie­sen; gegen die­ses Urteil wur­de durch den Klä­ger kei­ne Rechts­mit­tel ein­ge­legt; der Bescheid ist bestands­kräf­tig. Die mei­sten Wider­spruchs­füh­rer – mit Aus­nah­me bis auf drei Fäl­le – hat­ten schließ­lich am 08. Juli, ihre Wider­sprü­che beim Land­rats­amt Forch­heim zurück­ge­nom­men, da das Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts­ho­fes Bay­reuth der Gemein­de voll­um­fäng­lich Recht gege­ben hat.

Die rest­li­chen Wider­spruchs­füh­rer wur­den zeit­gleich über das Land­rats­amt infor­miert und auf­ge­for­dert ihre Wider­sprü­che wegen Erfolg­lo­sig­keit zurück­zu­neh­men. Nach­dem die Beschei­de nun rechts­kräf­tig gewor­den sind und nicht recht­zei­tig gezahlt wur­den, wer­den nun von der Gemein­de noch Säum­nis­zu­schlä­ge und Aus­set­zungs­zin­sen in Rech­nung gestellt. Ins­ge­samt wur­den elf Wider­sprü­che gegen die end­gül­ti­gen Beschei­de ein­ge­legt, sowie acht Anträ­ge auf einst­wei­li­gen Rechts­schutz bei der Gemein­de gestellt. Von die­sen konn­te aus recht­li­chen Grün­den kei­nem statt­ge­ge­ben wer­den. Wei­ter­hin wur­den sechs Anträ­ge auf einst­wei­li­gen Rechts­schutz beim VG Bay­reuth gestellt. Von die­sen Anträ­gen war eben­falls bei Gericht kei­ner erfolg­reich.

Es wur­den zehn Wider­sprü­che dem Land­rats­amt Forch­heim zur Bear­bei­tung über­sandt, davon haben bis jetzt drei Wider­spruchs­füh­rer ihren Wider­spruch auf­recht­erhal­ten. Das Land­rats­amt Forch­heim wird die­se Wider­sprü­che dem­nächst als unbe­grün­det zurück­wei­sen; sie­ben Wider­sprü­che wur­den zurück­ge­zo­gen. Es wur­den sei­tens der Gemein­de Herolds­bach vier Beschwer­den gegen die Ent­schei­dun­gen des VG Bay­reuth beim VGH Mün­chen ein­ge­legt; davon waren alle vier erfolg­reich.

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