Klet­tern schult Aus­dau­er, Geschick­lich­keit und Kraft

Kin­der ler­nen, mit Wag­nis­sen umzu­ge­hen – Tipps für siche­res Klet­tern

Kin­der klet­tern gern und soll­ten ihren Klet­ter­drang so oft wie mög­lich aus­le­ben, denn nur weni­ge Bewe­gungs­for­men schu­len Aus­dau­er, Geschick­lich­keit und Kraft so inten­siv. Kör­per­be­herr­schung und Krea­ti­vi­tät der Rou­ten­be­wäl­ti­gung sind gefragt, eben­so Kom­mu­ni­ka­ti­on und gegen­sei­ti­ge Hil­fe. Die Kin­der set­zen sich frei­wil­lig einem Wag­nis aus und ler­nen, mit Angst und Freu­de umzu­ge­hen.

Den­noch zögern Eltern – meist aus Sor­ge vor einem Unfall –, ihren Kin­dern das Klet­tern zu erlau­ben. „Die­se Vor­sicht ist nach­voll­zieh­bar“, sagt Elmar Lede­rer, Geschäfts­füh­rer des Baye­ri­schen Gemein­de­un­fall­ver­si­che­rungs­ver­ban­des und der Baye­ri­schen Lan­des­un­fall­kas­se (Bay­er. GUVV / Bay­er. LUK).

Vie­le Erwach­se­ne, so Lede­rer, sehen das Klet­tern auch des­halb kri­tisch, weil es eine jun­ge Trend­sport­art ist, mit der sie selbst kei­ne eige­nen Erfah­run­gen haben. Für das risi­ko­be­haf­te­te Image des Klet­terns sor­gen auch spek­ta­ku­lä­re Bil­der von Extrem­sport­lern, die an stei­len Fels­wän­den unter­wegs sind.

Bay­er. GUVV und Bay­er. LUK raten Eltern klet­ter­be­gei­ster­ter Kin­der des­halb:

  • einen Kurs mit fach­kun­di­ger Anlei­tung zu besu­chen – viel­leicht sogar mit der gan­zen Fami­lie. Kur­se bie­ten zum Bei­spiel ört­li­che Sek­tio­nen des Deut­schen Alpen­ver­eins an, Sport­grup­pen an Hoch­schu­len oder auch pri­vat geführ­te Klet­ter­hal­len.
    Klet­tern wird teils als Schul­sport von erfah­re­nen Sport­leh­rern an künst­li­chen Klet­ter­wän­den ange­bo­ten;
  • Kin­der zunächst nur an künst­li­chen Fel­sen klet­tern zu las­sen, etwa in Klet­ter­hal­len oder Klet­ter­gär­ten. Natur­fel­sen im frei­en Gelän­de kön­nen durch Stein­schlag oder einen plötz­li­chen Wet­ter­um­schwung gefähr­lich wer­den. Im Not­fall ist schnel­le Hil­fe nicht immer gewähr­lei­stet;
  • eine eige­ne, siche­re Aus­stat­tung mit Gurt und Seil für das Klet­tern anzu­schaf­fen. Auf den Kopf gehört ein Helm;
  • bei der Aus­rü­stung auf das „GS“-Zeichen (steht für „geprüf­te Sicher­heit“) und das UIAA-Sie­gel (Uni­on of Inter­na­tio­nal Alpi­nist Asso­cia­ti­on) zu ach­ten.

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