Mit Kin­dern in Urlaub: Tipps für die Anrei­se und zur Aus­wahl des Urlaubs­or­tes

„Wann sind wir end­lich da?“ Die­sen Satz ken­nen alle Eltern, die mit ihren Spröss­lin­gen schon ein­mal auf Rei­sen waren. Die Kin­der fin­den die Anrei­se an den Urlaubs­ort meist lang­wei­lig. „Eltern soll­ten sich des­halb recht­zei­tig Gedan­ken dar­über machen, wie die Fahrt unter­halt­sam und kurz­wei­lig gestal­tet wer­den könn­te“, so Peter Weber, Direk­tor von der AOK Bam­berg. Grund­vor­aus­set­zung für das Ver­hin­dern von Quen­ge­lei­en ist vor allem, Kin­dern das Gefühl zu geben, dass auf der Fahrt auch ihre Bedürf­nis­se beach­tet wer­den.

Kas­set­ten, Bücher und Rate­spie­le ver­trei­ben Kin­dern die Zeit. Gemein­sam Spaß macht das Sin­gen bekann­ter Lie­der und Raten: Wel­che Far­be hat das Auto, das uns als näch­stes über­holt? Wel­cher Län­der­na­me oder wel­che Zahl ist auf sei­nem Num­mern­schild? Die Kuschel­decke und das Lieb­lings­stoff­tier hel­fen den Klei­ne­ren. Spä­te­stens nach zwei Stun­den soll­ten Eltern eine Pau­se ein­le­gen, damit die Kin­der toben oder lau­fen kön­nen. Des­halb gehö­ren zum ver­füg­ba­ren Hand­ge­päck auch ein Ball, die Fris­bee­schei­be oder ein Spring­seil. Außer­dem soll­te genü­gend Pro­vi­ant vor­han­den sein: Tee, Saft und Mine­ral­was­ser sind gesun­de Durst­lö­scher. Obst, Zwie­back und beleg­te Bro­te eig­nen sich als bekömm­li­cher Imbiss.

Wer mit Kin­dern reist, soll­te ein kind­ge­rech­tes Rei­se­ziel wäh­len. Bay­ern sowie alle ande­ren Bun­des­län­der Deutsch­lands und euro­päi­sche Län­der wie Frank­reich, Öster­reich oder Ita­li­en eig­nen sich für Fami­li­en am besten. Sie haben ein ange­neh­mes Kli­ma und sind gut zu errei­chen. „Rei­sen in die Tro­pen sind für Kin­der unter fünf Jah­ren nicht emp­feh­lens­wert“, rät Weber und ver­weist auf eine Emp­feh­lung des Ver­ban­des Deut­scher Kin­der- und Jugend­ärz­te. Das feucht-war­me Kli­ma und gefähr­li­che Tro­pen­krank­hei­ten wie Mala­ria kön­nen die Gesund­heit der Klei­nen gefähr­den.

Ob der Urlaub erhol­sam wird, hängt auch von der Wahl der Unter­kunft ab. Feri­en­häu­ser und Appar­te­ments sind meist bes­ser geeig­net als Hotel­zim­mer. In den Hotel­zim­mern kann man sich vor allem bei Regen­wet­ter leich­ter auf die Ner­ven gehen. Bei Rei­sen mit Klein­kin­dern soll­te das Urlaubs­quar­tier auch bestimm­te Sicher­heits­kri­te­ri­en erfül­len. Unge­si­cher­te Steck­do­sen, eine Haupt­ver­kehrs­stra­ße vor der Tür oder ein Swim­ming­pool kann für die Klei­nen schnell zur Gefahr wer­den.

Rei­se­apo­the­ke

Bei der Zusam­men­stel­lung der Rei­se­apo­the­ke soll­ten Eltern an Arz­nei­mit­tel den­ken, die für Kin­der geeig­net sind. Dazu gehö­ren Medi­ka­men­te gegen Durch­fall, Ver­stop­fung, leich­te Schmer­zen, Fie­ber und Rei­se­krank­heit. Fie­ber­ther­mo­me­ter, Ver­band­ma­te­ri­al, Wund-Des­in­fek­ti­ons-mit­tel und Gels gegen Insek­ten­sti­che und Son­nen­brand ver­voll­stän­di­gen die Rei­se­apo­the­ke. In den Kof­fer gehö­ren vor allem auch Son­nen­schutz­mit­tel und Son­nen­bril­le.

„Bei Son­nen­cremes für Kin­der soll­te der Licht­schutz­fak­tor min­de­stens bei 20 lie­gen“, so Weber. Außer­dem wich­tig: Bei Son­nen­bril­len dar­auf ach­ten, dass sie einen UV-Schutz haben.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen gibt es im Inter­net unter www​.aok​.de/​b​a​y​ern > Gesund­heit.

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