SBK: Auch gesetz­lich Ver­si­cher­ten ste­hen vie­le natur­heil­kund­li­che The­ra­pien offen

Wich­ti­ge The­ra­pie­an­sät­ze heu­te schon im Lei­stungs­ka­ta­log der mei­sten Kas­sen Mün­chen, 29. Juni 2010. Gesetz­lich Ver­si­cher­ten ste­hen heu­te schon vie­le Ver­fah­ren und The­ra­pien aus Natur­heil­kun­de und alter­na­ti­ver Medi­zin zur Ver­fü­gung. Die mei­sten Kran­ken­kas­sen haben die Natur­heil­kun­de in ihren Lei­stungs­ka­ta­log auf­ge­nom­men und kön­nen damit gut mit pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­run­gen konkurrieren.

„Die gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen ste­hen im Wett­be­werb mit der pri­va­ten Kon­kur­renz gut da. Das zeigt sich auch deut­lich bei Lei­stun­gen aus Natur­heil­kun­de und Alter­na­tiv­me­di­zin“, sagt Hans Unter­hu­ber, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Sie­mens-Betriebs­kran­ken­kas­se SBK. Vie­le Kas­sen hät­ten gän­gi­ge und häu­fig nach­ge­frag­te The­ra­pien und Ver­fah­ren in ihrem Lei­stungs­ka­ta­log und wür­den sogar bei sel­te­nen Anwen­dun­gen Ein­zel­fall­ent­schei­dun­gen tref­fen. Unter­hu­ber: „Bei der SBK nut­zen die per­sön­li­chen Kun­den­be­treu­er ihre gesetz­li­chen Ent­schei­dungs­spiel­räu­me für den Kun­den aus oder suchen gemein­sam mit Kun­den und Arzt nach Alter­na­ti­ven.“ Die wich­tig­sten The­ra­pie­an­sät­ze aus Ernäh­rungs- und Bewe­gungs­the­ra­pie, Anthro­po­so­phie und Phy­to­the­ra­pie, Homöo­pa­thie und Aku­punk­tur bei chro­ni­schen Knie- und Rücken­schmer­zen gibt es heu­te bereits „auf Kar­te“. Aber auch Atem­the­ra­pie, Chi­ro­the­ra­pie, Lymph­drai­na­ge, spe­zi­el­le Mas­sa­gen, Neu­ral­the­ra­pie, Qui Gong, Tai Chi oder Elek­tro­the­ra­pie und vie­les mehr sind bei vie­len Kas­sen im Angebot.

„Im Wett­be­werb nützt uns immer mehr der kla­re Vor­teil, dass gesetz­li­che Kas­sen vie­le Lei­stun­gen ganz unbü­ro­kra­tisch über­neh­men kön­nen“, so Hans Unter­hu­ber. Bei­spiel: Homöo­pa­thie, Aku­punk­tur, Mas­sa­gen oder Ernäh­rungs­the­ra­pien kön­nen meist auf Kar­te gelei­stet wer­den, ohne dass der Pati­ent sich um irgend­et­was küm­mern muss. Die pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung beruht dage­gen auf dem Kosten­er­stat­tungs­prin­zip, Ver­si­cher­te müs­sen zunächst die Lei­stun­gen voll bezah­len und sich dann um die Erstat­tung küm­mern. Zudem gilt die Lei­stung in der gesetz­li­chen Ver­si­che­rung für jeden Ver­si­cher­ten, nie­mand muss sich für eine spe­zi­el­le tarif­li­che Ein­stu­fung entscheiden.

Auf Dau­er sieht Unter­hu­ber gesetz­li­che Kas­sen mit brei­tem Lei­stungs­an­ge­bot und guter, per­sön­li­cher Bera­tung und Betreu­ung gegen­über der pri­va­ten Kon­kur­renz klar im Vor­teil, gera­de bei wich­ti­gen Ziel­grup­pen. So sind Fami­li­en weit stär­ker an Natur­heil­kun­de und alter­na­ti­ver Medi­zin inter­es­siert und ent­schei­den sich eher für eine gesetz­li­che Kran­ken­kas­se, in der die Kin­der kosten­frei mit­ver­si­chert sind. Gestärkt wird die Posi­ti­on der gesetz­li­chen Kas­sen noch dadurch, dass immer mehr Ärz­te Natur­heil­kun­de als Schwer­punkt oder Zusatz­lei­stung anbie­ten. So gibt es in Deutsch­land bereits 5.500 Ärz­te mit Zusatz­aus­bil­dung in Homöo­pa­thie. Gesetz­li­che Kran­ken­kas­sen kön­nen alter­na­tiv­me­di­zi­ni­sche Lei­stun­gen von Kas­sen­ärz­ten über­neh­men, nur bei Heil­prak­ti­kern ist dies nach wie vor nicht möglich.

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