Mör­de­ri­sches Aus Fran­ken: Autoren­le­sung auf Schloss Grei­fen­stein

Die Regio­nal­kri­mi-Autoren Lucas Bahl, Ste­fa­nie Mohr und Lena Bloom lesen im stim­mungs­vol­len Innen­hof von Schloss Grei­fen­stein aus ihren aktu­el­len Regio­nal­kri­mis

Von Rügen über die Eifel bis ins All­gäu, über­all ermit­teln Kom­mis­sa­re an genau nach­voll­zieh­ba­ren Schau­plät­zen und haben es mit unver­wech­sel­ba­ren, von land­schafts­ty­pi­schen Eigen­schaf­ten gepräg­ten Men­schen zu tun. Auch frän­ki­sche Autoren haben es sich auf die Fah­ne geschrie­ben, span­nen­de Kri­mi­nal­hand­lun­gen vor der Haus­tü­re ihrer Leser anzu­sie­deln. Sie appel­lie­ren an die geo­gra­fi­schen Instink­te ihrer Leser­schaft und ent­decken manch alt­be­kann­te Ecke neu.

Lucas Bahl, Ste­fa­nie Mohr und Lena Bloom lesen am Sams­tag, 24. 07. 2010 im stim­mungs­vol­len Innen­hof von Schloss Grei­fen­stein aus ihren aktu­el­len Kri­mi­nal­ro­ma­nen. Im rusti­ka­len Ambi­en­te des denk­mal­ge­schütz­ten Schlos­ses ent­füh­ren die drei Autoren ihre geneig­te Zuhö­rer­schaft in die Welt der Mor­de und bege­ben sich auf geheim­nis­vol­le Spu­ren­su­che nach den Tätern. Bei schlech­tem Wet­ter wird die Lesung in das schloss­ei­ge­ne Trau­zim­mer ver­legt; lei­der steht dann nur eine begrenz­te Anzahl an Plät­zen zur Ver­fü­gung.

Lucas Bahl schreibt Sci­ence-Fic­tion und Fan­ta­sy sowie histo­ri­sche Roma­ne und Kri­mis. neo​-del​phi​.com: Das Ora­kel mit der Treff­si­cher­heit von über 90 Pro­zent! Doch nur eine Min­der­heit darf es nut­zen. Nie­mand weiß, wer dahin­ter steckt. Die klei­ne Schar der Super­rei­chen und Mäch­ti­gen, die sich Neo-Del­phis Dien­ste lei­sten kann, tut gut dar­an, damit nicht hau­sie­ren zu gehen. Natür­lich ist Neo-Del­phi das Ziel mil­lio­nen­fa­cher Hacker­an­grif­fe, aber es ist bes­ser geschützt als die ver­trau­lich­sten Daten von CIA und FBI zusam­men. Auch Maga­ly Les­lie wid­met ihre gan­ze Ener­gie dem Ziel, die­ses Geheim­nis zu knacken. Als es ihr eines Tages tat­säch­lich gelingt, ins Herz der Ora­kel-Site ein­zu­drin­gen, ist der Tri­umph, das Unmög­li­che geschafft zu haben, nur von kur­zer Dau­er. Eine Hel­din aus Forch­heim, ein sata­ni­sches Ritu­al auf Burg Nei­deck und die im Groß­raum Nürn­berg ange­sie­del­te Hand­lung sor­gen für die loka­le Authen­ti­zi­tät.

Nach Die ver­ges­se­nen Schwe­stern schil­dert Ste­fa­nie Mohr in Das letz­te Lächeln den zwei­ten Fall von Nürn­bergs Kri­mi­nal­haupt­kom­mis­sar Hacken­holt. Dar­in wird die Lei­te­rin eines Dis­coun­ters blut­über­strömt in ihrer Filia­le auf­ge­fun­den. Gleich­zei­tig ver­schwin­det ein jun­ger Jour­na­list. Bei den Ermitt­lun­gen spie­len ein Wohn­mo­bil mit Für­ther Kenn­zei­chen, ein Gold­schmied aus Schwa­bach und eine Fleisch­fa­brik am Nürn­ber­ger Hafen eine ent­schei­den­de Rol­le. Ste­fa­nie Mohr besticht mit ihren peni­bel genau ver­or­te­ten Schau­plät­zen und ihren aus­gie­bi­gen Dar­stel­lun­gen loka­ler Eigen­hei­ten (Nürn­ber­ger Nach­rich­ten) und zeigt Gespür für die frän­ki­sche Men­ta­li­tät.

Zu den bekann­te­sten Autoren der Metro­pol­re­gi­on gehört Dr. Otti­lie Arndt. Unter dem Pseud­onym Lena Bloom schrieb sie die Nürn­berg-Kri­mis Aufs Spiel set­zen, Trü­ge­ri­scher Schein und Rosen in Sankt Johan­nis. Ihr neue­stes Werk “Des Teu­fels Müh­le” schrieb sie nicht nur unter ihrem ech­ten Namen, son­dern auch gemein­sam mit ihrer Zwil­lings­schwe­ster Lydia Oster­mei­er. Doch auch im Duo hält die Autorin Fran­ken die Treue. Die Teu­fels­müh­le, ein ein­sam gele­ge­nes Wirts­haus im Spes­sart, ist Schau­platz eines Mor­des. Im Roman erwa­chen die 50er Jah­re zu neu­em Leben, denn die Spu­ren des Ver­bre­chens füh­ren weit in die Ver­gan­gen­heit.

In die Ver­gan­gen­heit führt auch der Ort der Lesung: Schloss Grei­fen­stein thront hoch auf einem Fel­sen über dem heu­ti­gen Markt Hei­li­gen­stadt in der frän­ki­schen Schweiz. Wegen sei­ner hohen Tür­me und sei­ner maje­stä­ti­schen Wür­de nann­te man in der Zeit der Roman­tik das Schloss auch „Klein Neu­schwan­stein“, was letzt­lich auch auf den dama­li­gen Besit­zer Franz Schenk von Stauf­fen­berg zurück­zu­füh­ren ist, der ein guter Freund des baye­ri­schen Mär­chen­kö­nigs Lud­wig II. war.

Die Rein­ein­nah­men der Ver­an­stal­tung die­nen aus­schließ­lich der Erhal­tung von Schloss Grei­fen­stein und sei­ner Kunst­schät­ze.

Kar­ten sind im Vor­ver­kauf in der Buch­hand­lung Bücher­stu­be an der Mar­tins­kir­che, St.-Martin-Str. 17, 91301 Forch­heim und an der Abend­kas­se erhält­lich. Wir dan­ken der Fami­lie Schmidt ganz herz­lich für ihre freund­li­che Unter­stüt­zung!

Sams­tag, 24. 07. 2010
Ein­tritt: 5 €
Ein­lass: Ab 19.00 Uhr.
Ver­an­stal­ter: Graf Stauf­fen­berg, Schloss Grei­fen­stein, 91332 Hei­li­gen­stadt

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