Bezirks­tag­prä­si­dent Dr. Gün­ter Denz­ler besuch­te die Sozi­al­the­ra­peu­ti­sche Wohn-und Arbeits­ge­mein­schaft Haus Odilia

3.v.r. Bezirkstagspräsident Dr. Günter Denzler, Heinrich Knauer, Vorstand, Bewohner Daniel Lysy am Arbeitsplatz, Irene von der Weth vom Paritätischen Bezirk Oberfranken, Geschäftsführerin Renate Kattenbeck, im Hintergrund Sozialplaner Rober Stiefler.

3.v.r. Bezirks­tags­prä­si­dent Dr. Gün­ter Denz­ler, Hein­rich Knau­er, Vor­stand, Bewoh­ner Dani­el Lysy am Arbeits­platz, Ire­ne von der Weth vom Pari­tä­ti­schen Bezirk Ober­fran­ken, Geschäfts­füh­re­rin Rena­te Kat­ten­beck, im Hin­ter­grund Sozi­al­pla­ner Rober Stiefler.

(hk) Haus Odi­lia fei­ert am 10./11. Juli 2010 sein 30-jäh­ri­ges Bestehen. Die sozi­al­the­ra­peu­ti­sche Ein­rich­tung Haus Odi­lia e.V. ist eine pri­va­te Lang­zeit­ein­ri­chung für psy­chisch Kran­ke und im Lan­des­psych­ia­trie­plan Bay­ern mit 27 sta­tio­nä­ren Wohn­plät­zen auf­ge­nom­men. Sie wur­de im März 1980 von Freun­den und Ange­hö­ri­gen behin­der­ter Men­schen gegründet.

Odi­lia Vor­stand Hein­rich Kat­ten­beck dank­te in sei­nem Gruß­wort für den Besuch des über­ört­li­chen Trä­gers der Sozi­al­hil­fe mit Dr. Denz­ler in Beglei­tung von Sozi­al­pla­ner Robert Stiefler und Sabi­ne Bau­sen­wein. Loben­de Gruß­wor­te der jahr­zehn­te­lan­gen, erfolg­rei­chen Zusam­men­ar­beit, gab es auch für die Lei­te­rin des Pari­tä­ti­schen, vom Bezirk Ober­fran­ken, für Frau Ire­ne von der Weth.

Dr. Denz­ler: „Dem Bezirk Ober­fran­ken ist als über­ört­li­cher Trä­ger der Sozi­al­hil­fe eine gute Zusam­men­ar­beit mit den Trä­gern sozia­ler Ein­rich­tun­gen sehr wich­tig. Der Bezirk lege Wert dar­auf, sich mit den Trä­gern abzu­stim­men und so pass­ge­naue Hil­fen anzubieten.“

Geschäfts­füh­re­rin Rena­te Kat­ten­beck gab aus­führ­li­che Ein­blicke in die Krank­heits­bil­der und was das Beson­de­re am Leben psy­chisch Kran­ker im Haus Odi­lia, Haus Helen Kel­ler und Haus Eli­sa­beth in Leu­ten­bach ist.

Bei der Füh­rung im Haus Odi­lia durch die Wohn­räu­me, den Gar­ten, das Gewächs­haus und ande­res mehr infor­mier­ten die Odi­li­a­vor­stän­de Hein­rich Knau­er, Wei­lers­bach, Hein­rich Kat­ten­beck, Kir­cheh­ren­bach, und Ger­hard Baer, Erlangen.

Haus Odi­lia sehr gut entwickelt

Erfreut zeig­te sich der Bezirks­tags­prä­si­dent über die sehr gute Ent­wick­lung des Hau­ses Odi­lia in den letz­ten 30 Jah­ren. Er war vom Bau­stil und dem umfang­rei­chen Ange­bot der Arbeits­the­ra­pie­be­rei­che im Haus Eli­sa­beth in Leu­ten­bach begei­stert. Kunst­the­ra­peu­tin Sabi­ne Bun­te erläu­ter­te wozu die Kunst­the­ra­pie für psy­chisch Kran­ke wich­tig sei und wel­che immense Bedeu­tung für den Gesund­heits­zu­stand der Krea­tiv­be­reich der Holz­werk­statt für psy­chisch Kran­ke hat. Aqua­rel­le, Pastel­le, Koh­le-Blei­stift­zeich­nun­gen, Ton­ar­bei­ten und Pla­sti­zie­ren sind die Schwer­punk­te der täg­li­chen Arbeiten.

Bereichs­lei­te­rin Ange­li­ka Dane­schwar vom Haus Helen Kel­ler erläu­ter­te aus­führ­lich die Bedeu­tung der Ergo­the­ra­pie und zeig­te an ver­schie­de­nen Bei­spie­len die Erfol­ge auf.

Dr. Denz­ler war beein­druckt von der Ange­bots­pa­let­te der Arbeits­the­ra­pien, die er im Haus Eli­sa­beth, dem Arbeit­stät­ten­the­ra­pie­be­reich in der Pra­xis erle­ben konn­te. Er lob­te die ganz­heit­li­che The­ra­pie, die sich an der anthro­po­s­phi­schen Heil­päd­ago­gik und Sozi­al­the­ra­pie ori­en­tiert. Dr. Denz­ler: „Es ist beein­druckend, was hier aus pri­va­ter Inti­tia­ti­ve ent­stan­den ist und welch gesun­der Geist und fri­sche Schaf­fens­kraft einem entgegenströmt.

In der anschlie­ßen­den Pres­se­kon­fe­renz im Haus Eli­sa­beth gab er aus­führ­li­che Infor­ma­tio­nen, unter ande­rem, dass als drit­te kom­mu­na­le Ebe­ne und über­ört­li­cher Trä­ger der Sozi­al­hil­fe der Bezirk Ober­fran­ken Auf­ga­ben der Sozi­al­hil­fe im Gesund­heits-und Sozi­al­we­sen wahr­nimmt. Rund 90 Pro­zent des Gesamt­haus-hal­tes wen­det der Bezirk für Kosten der sozia­len Siche­rung aus. Im Rah­men der Behin­der­ten­hil­fe (soge­nann­te Ein­glie­de­rungs­hil­fe) ist der Bezirk Ober­fran­ken zustän­dig für die Gewäh­rung von Lei­stun­gen für Men­schen mit psy­chi­scher, gei­sti­ger und kör­per­li­cher Behin­de­rung. Im ver­gan­ge­nen Jahr hat der Bezirk für ambu­lan­te und sta­tio­nä­re Hil­fen für behin­der­te Men­schen fast 150 Mil­lio­nen Euro aus­ge­ge­ben, an über 8900 Betrof­fe­ne. Dr. Denz­ler: „Egal wie sich die Kon­junk­tur ent­wickelt, die Aus­ga­ben der Sozi­al­be­rei­che sind da, bzw. wer­den blei­ben und steigen.“

Ire­ne von der Weth vom Pari­ti­tä­ti­schen und Vor­stand Hein­rich Kat­ten­beck zeig­ten an einer Rei­he von Bei­spie­len die enor­men Lei­stun­gen des Ehren­am­tes auf, ohne die eine sol­che pri­va­te Ein­rich­tung mit einem der­ar­tig umfang­rei­chen Lei­stungs­an­ge­bot wie Haus Odi­lia bie­tet nicht bestehen könnte.

In sei­nem Schluss­wort wür­dig­te Dr. Denz­ler die Lei­stun­gen des Ehren­am­tes betont und lob­te Haus Odi­lia als eine außer­ge­wöhn­li­che Ein­rich­tung mit einem beson­der Flair: „ein­fach schön, wo sich Leib, Geist, See­le ganz­heit­lich erho­len kön­nen. Was hier in 30 Jah­re alles geschaf­fen wur­de für psy­chisch Kran­ke kann man gar nicht gewich­ten, wenn man es nicht selbst erlebt hat.“

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