FDP-Füh­rungs­spit­ze dis­ku­tier­te mit der Par­tei­ba­sis in Bamberg

FDP-Kreisvorsitzender Jobst Giehler, die Bundesjustizministerin und bayerische FDP-Landesvorsitzende Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, sowie der Fraktionsvorsitzende der FDP im Bayerischen Landtag Thomas Hacker

FDP-Kreis­vor­sit­zen­der Jobst Gieh­ler, die Bun­des­ju­stiz­mi­ni­ste­rin und baye­ri­sche FDP-Lan­des­vor­sit­zen­de Sabi­ne Leu­theu­sser-Schnar­ren­ber­ger, sowie der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der FDP im Baye­ri­schen Land­tag Tho­mas Hacker 

Offe­ner Dia­log: Einig­keit, dass es dar­um gehen müs­se, mehr sicht­bar für die Men­schen in Deutsch­land zu bewegen

Bay­erns FDP-Lan­des­vor­sit­zen­de und Bun­des­ju­stiz­mi­ni­ste­rin Sabi­ne Leu­theu­sser-Schnar­ren­ber­ger kam am ver­gan­ge­nen Sonn­tag mit der gesam­ten baye­ri­schen FDP-Füh­rungs­spit­ze nach Bam­berg, um in den Har­mo­nie­sä­len mit der Par­tei­ba­sis aus ganz Nord­bay­ern zu dis­ku­tie­ren. Dies war eine von zwei zen­tra­len sog. Kreis­vor­sit­zen­den­kon­fe­ren­zen der baye­ri­schen FDP in den letz­ten Tagen, um offen mit den Ver­tre­tern der FDP vor Ort über die Zukunft der Par­tei zu dis­ku­tie­ren und ihnen die Mög­lich­keit zu geben die Anlie­gen der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger und der Par­tei­ba­sis direkt einzubringen.

Leu­theu­sser-Schnar­ren­ber­ger bekam viel Bei­fall für ihre For­de­rung, dass die FDP auf Bun­des­ebe­ne nun die rich­ti­gen Prio­ri­tä­ten set­zen müs­se. “Wir brau­chen eine neue libe­ra­le Agen­da und müs­sen uns auch zu Din­gen beken­nen, die wir vor kur­zem noch nicht auf dem Zet­tel hat­ten”, sag­te sie.

Bay­erns Wirt­schafts­mi­ni­ster Mar­tin Zeil (FDP) mach­te in sei­ner Rede deut­lich, dass es dar­um gehen müs­se, ange­sichts der aktu­el­len Finanz­si­tua­ti­on das The­ma „Steu­er­ver­ein­fa­chung“ vor das The­ma „Steu­er­sen­kung“ set­zen. Das hei­ße nicht, dass man die For­de­rung nach Steu­er­sen­kun­gen auf­ge­be, wohl aber ange­sichts der ver­än­der­ten Lage zurück­stel­len sollte.

Vie­le Red­ner bemän­gel­ten, dass man nicht gleich nach der Bun­des­tags­wahl grund­le­gen­de Refor­men, z.B. im Gesund­heits­sy­stem auf den Weg gebracht habe, son­dern auf Wunsch der Bun­des­kanz­le­rin bis nach der Land­tags­wahl in Nord­rhein­west­fa­len abge­war­tet habe. Das sei falsch gewe­sen, war man sich einig. Erfreut zeig­ten sich vie­le Teil­neh­mer, dass Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­ni­ster zu Gut­ten­berg die FDP-For­de­rung nach Aus­set­zung der Wehr­pflicht über­nom­men hat. Hier sahen vie­le Teil­neh­mer Chan­cen, einen wich­ti­gen FDP-Reform­vor­schlag in die Tat umzusetzen.

FDP-Land­tags­frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Tho­mas Hacker beton­te, dass die FDP in Bay­ern kon­struk­tiv mit der CSU in der Koali­ti­on in Mün­chen zusam­men­ar­bei­tet und in den letz­ten ein­ein­halb Jah­ren viel aus libe­ra­ler Sicht für die Men­schen bewe­gen konn­te, sei es bei der Stär­kung des Mit­tel­stan­des, bei der Reform des baye­ri­schen Schul­sy­stems, bei der Ein­füh­rung von mehr Frei­heit für die Hoch­schu­len durch Wis­sen­schafts­mi­ni­ster Dr. Wolf­gang Heu­bisch oder bei der DSL-Ver­sor­gung des länd­li­chen Rau­mes. Es gel­te nun, die erfolg­rei­che Arbeit auch auf Ber­lin zu übertragen.

Die Bam­ber­ger FDP wur­de bei der Dis­kus­si­on von FDP-Kreis­vor­sit­zen­dem Jobst Gieh­ler, FDP-Orts­vor­sit­zen­dem Mar­tin Pöh­ner und dem FDP-Kreis- und Bezirks­rat Wil­helm Haber­mann aus Ste­gau­rach ver­tre­ten. Auch MdB Seba­sti­an Kör­ber nahm dar­an teil. Gieh­ler freu­te sich über die sehr offe­ne und kri­tisch- kon­struk­ti­ve Dis­kus­si­on. „Nun muss es dar­um gehen, dass wir als FDP in den näch­sten Wochen und Mona­ten den Men­schen in Deutsch­land bewei­sen, dass wir für sie wirk­lich etwas posi­tiv in unse­rem Land ver­än­dern kön­nen“, bilan­zier­te der Bam­ber­ger FDP-Chef.

FDP-Orts­vor­sit­zen­der Mar­tin Pöh­ner ver­trat bei der Kon­fe­renz die Ansicht, dass die Erfol­ge der FDP in Bay­ern den Men­schen noch stär­ker ver­mit­telt wer­den müs­sen. Als regio­na­les Bei­spiel nann­te er den Aus­bau der Uni­ver­si­tät Bam­berg mit dem neu­en drit­ten Stand­ort auf dem ERBA-Gelän­de, der wesent­lich von der FDP und ihrem Wis­sen­schafts­mi­ni­ster Dr. Heu­bisch nach lan­gem Zögern der CSU-Vor­gän­ger­re­gie­run­gen mit auf den Weg gebracht wer­den konnte.

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