Exkur­si­on der Natur­hi­sto­ri­schen Gesell­schaft Nürn­berg in Plech

Naturhistorische Gesellschaft Nürnberg

Natur­hi­sto­ri­sche Gesell­schaft Nürnberg

(ke) Beein­druckt waren die rund 20 Mit­glie­der und Freun­de der Natur­hi­sto­ri­schen Gesell­schaft Nürn­berg (NHG) bei ihrer Exkur­si­on in Plech vor allem von der viel­fäl­ti­gen Flo­ra und den bei­spiel­haf­ten Pfle­ge­maß­nah­men. Rudolf Höcker von der Abtei­lung Bota­nik der NHG führ­te die Grup­pe auf ihrer bota­nisch-natur­kund­li­chen Wan­de­rung durch die Ple­cher Wälder.

Der erfah­re­ne Natur­freund aus Ecken­thal kennt unse­re Regi­on sehr gut, so dass sein kur­zer Bericht über die Wan­de­rung „Bän­de spricht“. Das Resu­mee von Rudolf Höcker in Auszügen:

„Die Anrei­se erfolg­te bequem per Bahn und Bus mit dem VGN und der Frei­zeit­li­nie von Neu­haus nach Plech. Frau Bür­ger­mei­ste­rin Rena­te Pickel­mann begrüß­te die Grup­pe am Kirch­platz. Die­se schö­ne Geste kam für die mei­sten Teil­neh­mer über­ra­schend und stell­te ein Novum in der lang­jäh­ri­gen Exkur­si­ons­tra­di­ti­on der NHG dar.

Im Mit­tel­punkt der Bege­hung stan­den die Kie­fern­step­pen­wäl­der mit ihrer arten­rei­chen Flo­ra. Die­se ent­hal­ten auch Über­bleib­sel aus der letz­ten Eis­zeit. Ursprüng­lich nur in den Alpen ver­brei­te­te Pflan­zen wichen vor den Eis­mas­sen bis in unse­re Gegend zurück. Nach dem Ende der Eis­zeit wur­den sie hier zum Bestand­teil unse­rer Flora.

Land­schafts­pfle­ge­maß­nah­men der Markt­ge­mein­de Plech am Gott­va­ter­berg und am Rohr­stein wur­den begut­ach­tet und posi­tiv bewer­tet. Höhe­punkt des Aus­flugs war ohne Zwei­fel der Tann­berg, bei dem durch eine Pfle­ge­maß­nah­me alle Laub­ge­höl­ze ent­fernt wur­den und der Kie­fern­wald dadurch stark auf­ge­lich­tet wurde.

Der Pflan­zen­reich­tum nach die­ser Pfle­ge­maß­nah­me ist sehr beein­druckend. Von der Roten Liste der gefähr­de­ten Pflan­zen­ar­ten Bay­erns konn­ten 15 Arten der Kate­go­rie 3 (gefähr­det) und 5 Arten der Kate­go­rie 2 (stark gefähr­det) dort auf­ge­fun­den wer­den. Über den Gro­ßen Berg führ­te die Rund­tour zurück nach Plech, wo sie bei Kaf­fee und Brot­zeit ausklang.“

Und selbst die abschlie­ßen­den Zei­len aus der E‑Mail, mit der Rudolf Höcker sei­nen Bericht an die Gemein­de Plech über­sand­te, machen deut­lich, dass dies sicher nicht die letz­te Exkur­si­on der NHG in unse­rer Regi­on war:

„Wir hat­ten einen sehr schö­nen Tag mit außer­ge­wöhn­lich wiss­be­gie­ri­gen Teil­neh­mern, so dass ich tat­säch­lich noch in Zeit­not geriet. In der Trau­be ging dann bei Kaf­fee und Brot­zeit ein schö­ner Tag zu Ende. Herz­li­che Grü­ße Rudolf Höcker.“

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