Ste­gau­rach betet für ermor­de­ten Bischof Lui­gi Padove­se

Erz­bi­schof Lud­wig Schick zele­briert am Mitt­woch­abend Trau­er­got­tes­dienst

(bbk) Knapp eine Woche nach dem gewalt­sa­men Tod von Bischof Lui­gi Padove­se zele­briert Erz­bi­schof Lud­wig Schick am Mitt­woch, 9. Juni 2010, um 19 Uhr in Ste­gau­rach (Deka­nat Bam­berg) einen Trau­er­got­tes­dienst für den Ermor­de­ten. Padove­se war mit der Pfar­rei Ste­gau­rach sehr eng ver­bun­den. Rund 35 Jah­re fei­er­te er mit der Gemein­de die Got­tes­dien­ste, wenn ihr Seel­sor­ger im Urlaub war. Padove­se war zudem auch Ehren­bür­ger von Ste­gau­rach.

Erz­bi­schof Lud­wig Schick ist es ein per­sön­li­ches Anlie­gen dem Trau­er­got­tes­dienst vor­zu­ste­hen. Mehr­mals hat­te Schick Padove­se in der Tür­kei besucht. Die bei­den Geist­li­chen hat­ten sich kurz nach der Ernen­nung Schicks zum Erz­bi­schof von Bam­berg ken­nen gelernt.

Vie­le Gläu­bi­ge in der Pfar­rei Ste­gau­rach waren tief bestürzt über die Ermor­dung des belieb­ten Erz­bi­schofs. „Die Anteil­nah­me in der Bevöl­ke­rung ist sehr groß“, berich­tet der Ste­gau­ra­cher Pfar­rer Wal­ter Ries. In den Für­bit­ten des Trau­er­got­tes­dien­stes wer­de des ermor­de­ten Erz­bi­schofs beson­ders gedacht. Eine Blas­ka­pel­le wer­de spie­len und ein Chor sin­gen, berich­te­te Ries.

Padove­se sei ein begei­ster­ter Sän­ger gewe­sen, sag­te der Ste­gau­ra­cher Pfar­rer. Wäh­rend sei­ner Auf­ent­hal­te in Ste­gau­rach habe er immer ein Kon­zert gege­ben. Zwei Lie­der Padove­ses, die auf einer CD auf­ge­nom­men wur­den, wer­den zur Erin­ne­rung an ihn wäh­rend des Got­tes­dien­stes ein­ge­spielt. Bereits seit ver­gan­ge­nem Sonn­tag liegt zudem ein Kon­do­lenz­buch auf, in das sich die Besu­cher des Trau­er­got­tes­dien­stes ein­tra­gen kön­nen.

Lui­gi Padove­se wur­de am 31. März 1947 in Mai­land gebo­ren. 1965 trat er dem Kapu­zi­ner­or­den bei. Am 16. Juni 1973 emp­fing er die Prie­ster­wei­he. Nach sei­ner Aus­bil­dung lehr­te er als Pro­fes­sor für Patri­stik und Spi­ri­tua­li­tät an ver­schie­de­nen Uni­ver­si­tä­ten Roms. 2004 wur­de er zum Apo­sto­li­schen Vikar von Anatolien/​Türkei bestellt. Seit 2008 war er zudem Vor­sit­zen­der der Tür­ki­schen Bischofs­kon­fe­renz. Er starb im Alter von 63 Jah­ren. Padove­se soll am kom­men­den Mon­tag (14. Juni) in Mai­land, sei­ner Heim­stadt­stadt, bei­gesetzt wer­den.

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