Ober­frän­ki­sche SPD gegen Schü­ler­da­ten­bank

(pm) Der SPD-Bezirks­ver­band Ober­fran­ken spricht sich vehe­ment gegen die geplan­te Ein­füh­rung einer Schü­ler­da­ten­bank in Bay­ern aus. “Die aktu­el­le Dis­kus­si­on um Daten­schutz und Daten­miss­brauch zeigt, wie gefähr­lich die Anhäu­fung sen­si­bler Infor­ma­tio­nen sein kann”, so die SPD-Bezirks­vor­sit­zen­de und Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Anet­te Kram­me.
Der Gesetz­ent­wurf der baye­ri­schen Staats­re­gie­rung sieht vor, dass sämt­li­che Daten, die Schu­len und Schul­auf­sichts­be­hör­den benö­ti­gen, elek­tro­nisch gesam­melt wer­den und zugäng­lich gemacht wer­den sol­len. Dazu gehö­ren per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten der Schü­ler, der Erzie­hungs­be­rech­tig­ten, Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­keit, Migra­ti­ons­hin­ter­grund, schu­li­sche Lei­stun­gen, Schul­lauf­bahn, För­der­maß­nah­men. Damit wer­de ein büro­kra­ti­sches Mon­strum auf­ge­baut, das unter daten­schutz­recht­li­chen Gesichts­punk­ten höchst pro­ble­ma­tisch ist, so Anet­te Kram­me. Sie sieht zudem die Gefahr der Stig­ma­ti­sie­rung der Kin­der. “Die schu­li­schen Lei­stungs­da­ten gehö­ren zu den sen­si­bel­sten Daten eines jun­gen Men­schen und geben Aus­kunft über sei­ne Per­sön­lich­keit. Sie sind eben­so schüt­zens­wert wie bei­spiels­wei­se Gesund­heits­da­ten und dür­fen daher nicht Miss­brauchs­ri­si­ken aus­ge­setzt wer­den.”

“Unver­ständ­lich ist die Hal­tung der FDP, die noch nach Abschluss des Koali­ti­ons­ver­trags mit der CSU geprahlt habe, die Schü­ler­da­ten­bank sei vom Tisch. “Die Libe­ra­len voll­zie­hen erneut eine Rol­le rück­wärts. Wenn es drauf ankommt, kann der Bür­ger sich nicht auf die FDP ver­las­sen”, so Kram­me.

Der SPD-Bezirks­ver­band spricht sich dafür aus, bei dem bis­he­ri­gen Vor­ge­hen zur Erstel­lung von (anony­men) Schü­ler­sta­ti­sti­ken zu blei­ben. Damit wer­de den berech­tig­ten Anlie­gen der Schul­ver­wal­tung hin­rei­chend gedient.

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