DLRG warnt: Vor­sicht an Flüs­sen und Seen!

(pm) Zu Beginn der war­men Jah­res­zeit warnt die Deut­sche Lebens-Ret­tungs-Gesell­schaft (DLRG) in Bay­ern: All­jähr­lich kommt es zu tra­gi­schen Bade­un­fäl­len, sogar mit töd­li­chem Aus­gang. Vie­le davon lie­ßen sich aber durch mehr Gefah­ren­be­wusst­sein bei Erwach­se­nen, Eltern und Kin­dern ver­mei­den. Beson­ders gefähr­lich sind Flüs­se, gefolgt von offe­nen Gewäs­sern wie Bade­se­en, aber auch klein­ste Gar­ten­tei­che kön­nen für Kin­der zur tra­gi­schen Fal­le wer­den. Gera­de wenn kei­ne Bade­auf­sicht vor Ort ist, soll­te jeder vor dem Ver­gnü­gen im nas­sen Ele­ment Gefah­ren­quel­len ins Auge fas­sen.
Die DLRG rät: Um Gefah­ren zu ver­mei­den, fol­gen­de Punk­te beach­ten:

  • nicht allei­ne Schwim­men gehen
  • nie­mals alko­ho­li­siert Schwim­men gehen
  • nicht bei Dun­kel­heit schwim­men
  • nicht in unbe­kann­te Gewäs­ser sprin­gen
  • die eige­nen Kräf­te nicht über­schät­zen
  • die Käl­te des Was­sers und die Strö­mung beach­ten
  • nie­mals im Bereich von Weh­ren schwim­men
  • Gefahr durch Boots- und Schiffs­ver­kehr beach­ten
  • bei Boots­fahr­ten etc. pas­sen­de Schwimm­we­sten tra­gen
  • ört­li­che Bade­ver­bo­te beach­ten
  • nicht im Bereich von Hafen­an­la­gen, Schleu­sen und Brücken schwim­men
  • in Flüs­sen Buh­nen­köp­fe (= künst­li­che Wäl­le) wegen der Sog­bil­dung mei­den
  • sich über die spe­zi­el­len Gefah­ren vor Ort infor­mie­ren
  • Im Inter­net die Bade­re­geln nach­le­sen: www​.bade​re​geln​.info
  • opti­mal: sich bei der DLRG zum Ret­tungs­schwim­mer aus­bil­den las­sen. Die Kur­se ver­mit­teln das Bewusst­sein für Gefah­ren, die Fer­tig­kei­ten zum Hel­fen und ste­hen auch Nicht­mit­glie­dern offen. Infos dazu gibt es bei Ihrer DLRG-Glie­de­rung vor Ort: PLZ-Suche unter www​.bay​ern​.dlrg​.de

Hel­fen kann jeder – im Rah­men sei­ner Fähig­kei­ten

Eine Not­fall­si­tua­ti­on ist manch­mal nicht ein­deu­tig zu erken­nen: Erfrischt sich jemand nur im Was­ser oder ist er in Not? – Kann man das nicht schnell klä­ren, zum Bei­spiel durch Nach­fra­gen bei dem Baden­den, muss man von einer Not­si­tua­ti­on aus­ge­hen (Bei­spie­le: Der Baden­de ruft um Hil­fe, bewegt sich panisch im Was­ser, winkt, gerät öfter unter Was­ser).

Not­ruf 112

Das erste ist dann, den Not­ruf an den Ret­tungs­dienst (Tele­fon 112, auch vom Han­dy kosten­frei) abzu­set­zen.
Der Not­ruf soll fol­gen­den Inhalt haben:

  • Was ist pas­siert
  • Wo ist es pas­siert
  • Wie vie­le Per­so­nen sind betei­ligt
  • Wer ruft an
  • War­ten auf Rück­fra­gen

Nach dem Not­ruf das Ein­lei­ten von eige­nen Hilfs­maß­nah­men unter Beach­tung des Eigen­schut­zes: Wenn mög­lich, vom Ufer aus ret­ten.

  • Ret­tungs­ring zuwer­fen
  • Ret­tungs­stan­ge rei­chen (oder z.B. einen kräf­ti­gen Ast)
  • schwim­men­de Gegen­stän­de mit aus­rei­chen­dem Auf­trieb zuwer­fen.
  • die in Not gera­te­ne Per­son beru­hi­gen

Die eige­nen Fähig­kei­ten im Schwim­men dür­fen kei­nes­falls über­schätzt wer­den, somit soll­te eine schwim­me­ri­sche Ret­tungs­maß­nah­me wohl über­legt sein. Im Zwei­fel lie­ber auf den alar­mier­ten Ret­tungs­dienst war­ten.
Zwi­schen­zeit­lich die Situa­ti­on wei­ter beob­ach­ten:

  • Sich bei herr­schen­der Strö­mung anhand von Land­mar­kie­run­gen mer­ken, wohin und von wo aus die in Not gera­te­ne Per­son treibt.
  • Falls die hilf­lo­se Per­son unter­geht, mög­lichst genau anhand von Land­mar­kie­run­gen den Unter­gangs­ort mer­ken und den ein­tref­fen­den Ret­tungs­kräf­ten bzw. der Poli­zei die Beob­ach­tun­gen schil­dern.
  • Sich anschlie­ßend für Nach­fra­gen wei­ter­hin bereit­hal­ten.

Erste Hil­fe

Nach­dem ein Pati­ent an Land gebracht wur­de, soll­ten Erste Hil­fe-Maß­nah­men ein­ge­lei­tet wer­den. Bis zum Ein­tref­fen des Ret­tungs­dien­stes ist die Per­son zu betreu­en und zu beob­ach­ten.

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