Berichte: Parlamentarisches Patenschaftsprogramm: Ein Jahr leben, lernen und arbeiten in den USA
Datum: Mittwoch, 08. Februar 2006, 18:04Rubrik: Politik
BAMBERG - Die Freiheitsstatute in New York, die Golden-Gate-Bridge in San Francisco, die Winterlandschaft Südutahs, Stone Mountain in Atlanta, das Andy-Warhol-Museum in Pittsburgh und Whale-Watching in Cape Cod sind nur einige der Stationen, die Carolin Leuthäußer während ihres einjährigen Stipendiums in den USA erleben durfte. Die 23-jährige nahm auf Einladung von MdB Thomas Silberhorn am Parlamentarischen Patenschaftsprogramm (PPP) teil, einem Austauschprogramm des Kongresses der Vereinigten Staaten von Amerika und dem Deutschen Bundestag.
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Der Aufenthalt in den USA war für Carolin ein spannendes Abenteuer. Die umfangreichen Vorbereitungen in Deutschland ließen bereits Reisefieber aufkommen, und beim Aussteigen aus dem Flieger in New York war sie dann endlich mitten im quirligen, amerikanischen Alltag. Zusammen mit einer weiteren PPP´lerin ging es gleich nach der Ankunft los auf die so genannte Homestay-Tour, eine Rundreise, um Land und Leute kennen zu lernen. "Das sind Dimensionen, die kann man sich in Deutschland gar nicht vorstellen", erinnert sie sich. Erst dann kam Carolin an ihren endgültigen Heimatort für die nächsten 12 Monate: Morristown, New Jersey, bei dem Ehepaar Donna und Tom Margetts. Sie haben jahrelange PPP-Erfahrung, die junge Frau aus Hetzles war bereits ihre 18. Austauschstudentin. Die beiden teilen ihr großes Haus mit Garten und Pool mit drei Hunden, zwei Katzen und den immer wiederkehrenden ehemaligen PPP´lern.
Bei den Margetts begann auch der Ernst des Lebens im Land der unbegrenzten Möglichkeiten: Neben dem College standen die Jobsuche und die Teilnahme an sozialen Projekten ganz oben auf der to-do-Liste. Es ist gar nicht so leicht, in einem fremden Land eine Teilzeitarbeitsstelle zu finden. Obwohl die Stipendiatin bereits in Deutschland mit der Jobsuche begonnen hatte, half ihr letztlich erst das Career Office an ihrem College weiter. Dieses vermittelte Carolin einen Job in der Arztpraxis Dr. Alex Mercado in Flanders, New Jersey. Dort konnte sie neben ihren englischen auch ihre spanischen Sprachkenntnisse weiter ausbauen, denn viele von Mercados Patienten kamen und kommen aus Lateinamerika.
Im sozialen Bereich engagierte sich Carolin Leuthäußer unter anderem bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung zugunsten der örtlichen Feuerwehr. "Da die Veranstaltung gleich zu Beginn meines Aufenthaltes in New Jersey stattfand, hatte ich gleich eine gute Gelegenheit, viele meiner neuen Nachbarn kennen zu lernen und erste Freundschaften zu knüpfen", erklärt sie. Zudem war Carolin am County College of Morris aktives Mitglied der International Student Association. Neben Diskussionen rund um das Thema Kultur, der Organisation internationaler Filmfestivals und gemeinsamen Ausflügen in die Region stellen die Mitglieder auch ihre Heimatländer vor.
Einer der Höhepunkte des PPP-Programms ist ein sechswöchiges Praktikum bei einem Kongressabgeordneten in Washington DC. Carolin absolvierte es bei Mike Ferguson, dem Abgeordneten von Warren, New Jersey. Das Praktikum sieht die junge Frau aus Hetzles als sehr wertvolle Erfahrung: "Es half mir dabei, die Mechanismen eines föderalen Regierungssystems und die Aufgaben der Kongressabgeordneten und ihrer Mitarbeiter besser zu verstehen."
Und wie sieht das Fazit für das gesamte Jahr in den USA aus? Keine Frage für die Stipendiatin, sie würde sofort wieder in den Flieger steigen. "Das Jahr hat mich vor allem dazu gebracht, mich in meinem gesellschaftlichen Umfeld stärker sozial zu engagieren." Carolin denkt gern an die großen und kleinen Herausforderungen während ihres Stipendiums in den USA - dazu gehört ein Weihnachtsfest weit weg von der Familie oder eine Autopanne in der Fremde. "Alles zusammen genommen waren die 12 Monate eine wertvolle Erfahrung, die mich in vielen Bereichen weiter gebracht hat. Es war ein unvergessliches Erlebnis."
Informationen im Netz unter www.thomas-silberhorn.de
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