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12 fränkische Künstler in 11 fränkischen Gasthäusern: »Kunst und Genuss« rund ums Walberla

Datum: Dienstag, 20. September 2005, 20:12

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REGION (ad) - Der Tourismusverein "Rund ums Walberla" ist mittlerweile aus dem kulturellen Leben der Region um den berühmten Tafelberg am Eingang der Fränkischen Schweiz nicht mehr wegzudenken. Aktionen wie "Kulinarische Reise durchs Jahr", "Tag der offenen Brennereien" oder eben "Kunst & Genuss" bringen neue Ideen in eine Gegend, die an sich - sieht man einmal von der schönen Gegend ab - nicht sehr reich an Attraktionen ist. Der Verein unter Führung des Mittelehrenbacher Ex-Bürgermeisters und passionierten Schnaps-Brenners "Teddy" Dahlmann tut sein Möglichstes, um im Sinne eines "sanften Tourismus" die Attraktivität der Region zu stärken. Daher war es keine Frage, dass die letztes Jahr so erfolgreiche Aktion "Kunst & Genuss" wieder neu aufgelegt wurde.

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Unter Federführung des Nürnberger Malers und Grafikers Volker Hahn wird wieder ein beeindruckender Querschnitt fränkischen Kunstschaffens präsentiert. In unserer Gegend bekannte Namen wie Harro Frey sind darunter, aber auch viele, von denen man vielleicht nie gehört hätte, gäbe es diese verdienstvolle Veranstaltungsreihe nicht. Bei der "Pressevernissage" im großen Saal des Schlaifhausener Hotels "Ehrenbürg" trafen sich einige der "Galeristen" und Künstler, um sich gegenseitig ein bisschen kennenzulernen.

Verhandlungen im Mirabellenbaum

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Kreisheimatpfleger Dr. Andreas Weber, Vereinsvorsitzender Ernst-Jürgen Dahlmann und Volker Hahn führten ausführlich in die Hintergründe ein, dankten allen Beteiligten und Unterstützern und hoben die Bedeutung der Veranstaltung hervor. Das hört sich trockener an als es war - unvergesslich die Anekdote von E. Dahlmann, der von den Sponsoring-Verhandlungen mit dem Volksbank-Direktor erzählte: "Da sitz ich im Mirabellenbaum bei der Ernte und hab ihn am Handy. Und er fragt mich wieviel wir denn benötigten. Und ich sag ihm »ich weiss nicht, ich fürchte ich sag' zuwenig. Sag du doch mal ...« Und dann sagt er eine Summe und ich sag noch »also ich hätt mir höchstens die Hälfte sagen getraut« - aber da hatte er ja praktisch schon zugestimmt ...". Wie heisst sowas bei uns? Richtig: Ein Schlitzohr.

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Edelste Fränkische Musik

Nicht vergessen darf man die musikalische Umrahmung des Abends. Eberhard Hofmann und die "Gründer Saitenmusik" boten fränkische Musik vom Feinsten. Die vier Musiker (Zither, Geige, Gitarre und Kontrabass) - die sich übrigens bescheiden meist als "Musikanten" bezeichnen - erwiesen sich als Meister ihres Fachs. Selten haben wir so einen kompakten und dennoch luftigen Klangkörper gehört. Ein Ohrenschmaus sondergleichen - unser absoluter Geheimtipp!

Künstler unter sich ...

Der Ausklang des Abends soll auch nicht unerwähnt bleiben. Die Musiker forderten ihre "obligatorischen Bratwürste" ein: "Also egohl wu mer schbilln und wieviel mer krieng - a boä Brodwörscht mid Kraud müssn drin sei ..." Was dann folgte war ein selten vergnüglicher Abend mit schrägen und schrägsten Anekdoten aus Zeiten, die kaum einer "von uns Jungen" noch kennt. Ob es die bezechten Dorfmusiker waren, die nach dem "Aufspilln" im Winter auf einem Kontrabass ins Tal rodelten oder angebliche tollwütige Forellen, die sich in das "beste Stück" eines Dorfbewohners verbissen: Selten so gelacht. Maler und Musiker an einem Tisch: Eine unschlagbare Kombination. Schon allein deswegen lohnt es sich, den Vernissagen beizuwohnen ...

Vernissagen an mehreren Tagen

Die Vernissagen finden dieses Jahr übrigens an drei verschiedenen Tagen statt, um das Ganze etwas zu entzerren: Nämlich am 22., 23. und 30 September. Ausführliche Informationen zu allen Künstlern und Gasthäusern sowie eine Übersicht der Vernissagen finden sich auf der "Kunst & Genuss"-Website unter www.kunstgenuss.walberla.de


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