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2. Bobbycar-Rennen im Forchheimer Kellerwald

Datum: Sonntag, 18. September 2005, 20:59

Mad Max macht's

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FORCHHEIM (cd) - Hätte sich der Dauerregen vom Freitag fortgesetzt, wäre die ganze Veranstaltung recht ungemütlich geworden. So aber kickte die Sonne die Wolken beiseite und nichts stand einem der besten Schauspiele in Forchheim im Wege. Das 2. Bobbycar-Rennen vom Stäffala- zum Schindler-Keller war und ist eine coole Sache. Brot und Spiele fürs Forchheimer Volk. Astrein! Doch es gibt auch Kritikpunkte.


Bericht: Christian Dotterweich, Bilder: Charlie Pichl, Film: Kerstin Scholler

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Wer noch nicht auf diesen kleinen Flitzern den Kellerberg hinuntergerauscht ist, kann natürlich überhaupt nicht mitreden. Hat aber die Chance sich im nächsten Jahr zu beweisen. Außer einem BIG-Bobbycar, Schutzkleidung mit Helm und Bock auf Gaudi und Speed braucht Mann oder Frau nichts weiter. Nächstes Jahr wird es auf jeden Fall eine Fortsetzung des Rennens geben, haben die Veranstalter Rudi Kredel und Olli Reichel versprochen. Hier mal ein paar Anregungen, was man vielleicht noch verbessern könnte.

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Positives

  • Das Auffälligste und eines der Highlights waren natürlich die beiden in original Rennklamotten bekleideten Moderatoren Bernhard "Heizer" Lauger und Martin "Kiko" Kiolbassa. Kommentar der Veranstalter: "Die sind besser als Kai Ebel und Niki Lauda". Unser Kommentar: "Besser geht's nicht".
  • Die Beschallungs-Anlage und die Tatsache, dass heuer zwei, anstatt einem Moderator zur Verfügung standen, machten sich absolut positiv bemerkbar. Vom Start über die berühmt-berüchtigte Lützelsberger-Kurve bis zum Zieleinlauf wussten alle über die aktuellen Starter, einen eventuellen spektakulären Sturz oder dem Teil-Sieg Bescheid und wurden nebenbei vorzüglich unterhalten.
  • Die Stimmung unter den Rennfahrern ist sagenhaft. Alle sind gut drauf und ganz geil auf die Fahrt mit den winzigen Boliden. Rennatmosphäre pur!
  • Ähnlich wie bei einem Treffen der kultigen Harley-Davidson-Motorräder gleicht beim Bobbycar-Rennen kein Gefährt dem anderen. Muss man einfach gesehen haben, was sich die Jungs und Mädels zum Customizen alles einfallen lassen.
  • Die After-Race-Party ist eine super Idee. Schade, dass heuer nicht mehr den Weg zum Stäffala-Keller gefunden haben, um abends richtig zu abzuhotten. Vielleicht würde eine kleine Live-Band für mehr Stimmung sorgen.
  • Anklicken zum Vergrößern Alleine um solche coole Jungs wie die Sieger Matze "Mad Max" Knoll (souveräner 1. Platz), Markus Braun (2. Platz und Vorjahressieger), Jochen Braun (3. Sieger, jüngster Spross der drei Braun-Brüder) und die Top-Favoritin und Siegerin bei den Frauen, Denisa Syrova fahren zu sehen, lohnt sich der Weg auf die Keller.
  • Da das Ganze ja ein Familienevent ist und bleiben soll, haben sich die Kleinen, aber auch die Großen über den Eiswagen an der Rotkreuz-Bude gefreut. Gute Idee!

Verbesserungswürdiges

  • Unnötig wie ein Kropf und alles andere als lustig war die Aktion eines Kellerwirtes. Trotz Absperrungen und Verbotsschilder dachte er mit einer eingebauten Vorfahrt mit dem Pkw zu seinem Keller fahren zu müssen. Folge: Die Bobbycar-Testfahrer konnten gerade noch rechtzeitig ausweichen, fuhren jedoch einen Streckenposten um. Erste Diagnose war ein Kapselriss in der Schulter. So nicht!
  • Anklicken zum Vergrößern Letztes Jahr noch am Sonntag, verlegten der Rudi und der Olli das Race heuer auf einen Samstag. Im Prinzip in Ordnung. Nur ist die Zeit mit 12 Uhr zum Start eher ungünstig, da doch einige Herrschaften arbeiten müssen, beim Einkaufen sind oder beim Mittagessen hocken. Bemerkbar machte sich das an den nicht mehr ganz so vielen Zuschauern an der Strecke. Was aber der Stimmung keinen Abbruch tat.
  • Es ist für Zuschauer wie für die Rennfahrer enttäuschend, wenn die angekündigten Boxenluder oder der als Stargastfahrer versprochene Volker Heissmann nirgends zu sehen waren. Besser sind da wohl schriftliche Verträge, als mündliche Zusagen.
  • Die Endrunde und somit die Sieger waren zum Schluss des letzten Laufes nicht jedem Zuschauer klar. Erst im K.o.-System, dann auf einmal nach der Bestzeit; ein Viertel-, Halb- und Finale sind auch für Zuschauer besser verständlich.
  • Dass die über 100 Fahrer einen Sieger beziehungsweise eine Siegerin ermitteln müssen, ist klar. Dass das seine Zeit dauert ist ebenfalls logisch. Für Zuschauer, wie für Fahrer ist es dennoch besser, wenn direkt nach dem Start sofort die nächsten an die Linie geschickt werden, damit die Zeit gestrafft wird und jeder gleich weiß, wie es weiter geht.
  • Ein letzter Tipp an die Veranstalter: Ihr habt doch eine Homepage (www.bobbycar.forchheim.info). Warum pflegt ihr die denn nicht? Internetseiten sind mehr als ein Gästebuch. Es wussten zum Beispiel die wenigsten Fahrer, dass sie eine Urkunde bekommen. Unter anderem so was, oder die Starnummervergabe, oder News, usw. könnte man längst vorher reinschreiben.

Mit Sicherheit jeder, der am Samstag die Muße fand beim Rennen teilzunehmen oder einfach nur hinter den Absperrungen die Fahrer anfeuerte, ist auf seine Kosten gekommen. Der Stellenwert des Events zeigt sich, wenn selbst aus Hannover und Berlin Bobbycar-Fahrer anreisen. Als Gesamtfazit lässt sich feststellen, dass sich alle wieder auf das nächste Rennen 2006 freuen. Ein kleiner Tipp für Neueinsteiger: Wenn man bei gefühlten 100 km/h in der Todeskurve in die Heuballen rast und vom Bobbycar abhebt, ist es angenehmer, sich ein kleines Polster am Ende des Rückgrates einzulegen. Dann fällt man nämlich weicher. Nix für ungut. (Zur Illustration: Das Aus für Charlie Pichl (Video, 3MB))


Informationen im Netz unter www.bobbycar.forchheim.info
Bilder zum Rennen in unserer Bildergalerie
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