Strahlendes Wetter - eigentlich zu gut für eine Messe. Dennoch war das Messerestaurant gut gefüllt, als Minister Schnappauf mit leichter Verspätung die Oberfränkischen Herbstausstellung "ofra 2003" in Forchheim eröffnete. Die lokale Politprominenz und auch viele der eingeladenen Aussteller ließen es sich nicht nehmen, zusammen mit der Ausstellungsleitung der Messe den Startschuss zu geben.
Live von der ofra: Alexander Dittrich, Fotos: O. Schoene, A. Dittrich
CSU-Prominenz dominierte
Wie zu erwarten war vor allem CSU-Prominenz anwesend, schließlich ist gleichzeitig auch die Endphase des Wahlkampfes in Bayern. Erfreulicherweise hielten sich alle Redner in ihren Grußworten deutlich zurück und stellten den Wirtschaftsfaktor "ofra" in den Vordergrund. Nur Minister Schnappauf konnte sich den einen oder anderen Seitenhieb zwischen den Zeilen nicht verkneifen. Genereller Tenor aller Reden: Natürlich sei die Lage derzeit angespannt, aber man lebe hier in einer innovationsfreudigen Region, in einer fast idealen "Scharnierlage" zwischen den Ballungsräumen. Diese Standortfaktoren gelte es zu nutzen.
Traditioneller Rundgang
Es folgte der traditionelle Messe-Rundgang, begleitet von den emsig klickenden Fotografen der regionalen Medien. Nach einer knappen Dreiviertelstunde wars auch schon vorbei, der Minister enteilte zum nächsten Termin, Forchheims OB Franz Stumpf enteilte in Halle I zum "Hebendanz", um bei tropischen Temperaturen ein kühles Weizen zu genießen. Es sei ihm vergönnt! Für die Aussteller begann das Tagesgeschäft - Warten auf die Besucher. Wie schon erwähnt, das Wetter war wohl einfach zu schön, bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um 30 Grad zog es die Leute wohl eher ins Freie.
Vielseitiges Programm
Erste Eindrücke von der Messe: Das Programm ist in der Tat - wie von der Messeleitung angekündigt - vielseitiger denn je. Auf jeden Fall einen Besuch wert ist der Stand vom Kreativzentrum Langfritz: Das Thema "Feng Shui" ist ein absolutes Novum auf der ofra, der Stand glänzt mit einem kleinen Zen-Garten und einem Wasserlauf, der Boden ist mit Rindenmulch bedeckt. Eine Oase der Ruhe inmitten der Messe-Hektik. Wer mehr über dieses top-aktuelle Thema erfahren will, sei herzlich eingeladen zu den entsprechenden Vorträgen im "Gesundheitsforum" der Messe.
Regionale Spezialitäten
Leider nur für einen Tag anwesend waren die Vertreter des Tourismusvereins "Rund ums Walberla", die ihre regionale Initiative vorstellten und für den "Tag der offenen Brennereien" am 3. Oktober warben. Angenehmer Nebeneffekt für den Messebesucher: Die am Stand verteilten Häppchen waren vom Feinsten, da haben sich die Wirte des Vereins mächtig ins Zeug gelegt. Apropos Wirte. "Die 11 von der Schankstelle", eine Gruppe von Wirten im Verein, bieten allen Besuchern der ofra eine besonderes Messeangebot: Während der Messe 10% Preisnachlass bei Vorlage eines entsprechenden Gutscheins. Den Gutschein können sich die Messebesucher kostenlos in Halle F am Stand des Amtes für Ernährung und Landwirtschaft anbholen.
Lokale Unternehmen bevorzugt
Als sehr positiv ist zu bemerken, das diesmal die Verpflegung der Messegäste und Aussteller ganz in Händen lokaler Unternehmen liegt. Die Getränke kommen von der Brauerei Hebendanz, einem Forchheimer Traditionsunternehmen, über das man wohl kaum noch Worte verlieren muss. Das kulinarische Rahmenprogramm liefert die Schlammersdorfer Firma Schwank, in der Region bestens bekannt von allen größeren und kleineren Festen. Wem das nicht exotisch genug ist, der bekommt an dem einen oder anderen Stand regionale Schmankerl angeboten - umsehen lohnt sich allemal.