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Staatsinnenminister Herrmann lehnt Geschwindigkeitsbegrenzung im Bereich Wolfsbach ab

Datum: Mittwoch, 28. April 2010, 10:08

BAMBEGR/BERLIN (pm) - Die bayerische Staatsregierung lehnt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der A 9 im Bereich Wolfsbach aus Lärmschutzgründen ab. Das geht aus einem Schreiben von Staatsinnenminister Joachim Herrmann an die Bayreuther Bundestagsabgeordnete Anette Kramme (SPD) hervor. Kramme hatte dafür plädiert, im Streckenabschnitt Sophienberg ab der lang gezogenen Linkskurve bis zum Beginn des Flüsterasphalts die Geschwindigkeit auf 120 km/h tagsüber und auf 80 km/h von 22.00 bis 6.00 Uhr zu begrenzen.

Nach Auskunft von Herrmann sind die Lärmschutzanlagen im Bereich von Bayreuth nach den für den Neubau und die wesentliche Änderung von Straßen geltenden Grundsätzen der Lärmvorsorge planfestgestellt und verwirklicht. Auf dieser Grundlage sind die Lärmschutzmaßnahmen, also Lärmschutzwände und -wälle errichtet sowie eine lärmmindernde Asphaltdecke eingebaut. "Vor diesem Hintergrund scheiden zusätzliche Geschwindigkeitsbeschränkungen aus Gründen des Lärmschutzes aus", so Innenminister Herrmann.

MdB Kramme hat bereits wieder nachgelegt. In einem neuen Schreiben an Joachim Herrmann weist die Abgeordnete auf die bedenklichen Unfallzahlen auf der A 9 zwischen den Anschlussstellen Bayreuth-Süd und Trockau hin.

Innerhalb von fünf Jahren (zwischen dem 01.01.2005 und dem 31.12.2009) ereigneten sich in diesem Abschnitt der Autobahn 591 Verkehrsunfälle, davon 569 auf den Hauptfahrbahnen -- jährlich also über 100 Unfälle. Besonders erschreckend, so Kramme, sei die hohe Zahl der Unfälle wegen zu hoher Geschwindigkeit. Über die Hälfte aller Unfälle in diesem Bereich seien darauf zurückzuführen. "Ich halte das für sehr beunruhigend, zumal es sich bei den Angaben lediglich um die offiziellen Zahlen handelt und nicht um die tatsächlichen. Die Zahl der Unfälle in diesem Bereich muss dringend reduziert werden", so die Abgeordnete. Auch aus Verkehrssicherheitsgründen sei eine Geschwindigkeitsbeschränkung gerechtfertigt.


Weitere Informationen unter www.anette-kramme.de
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