FORCHHEIM (eb) - Der doppelte Abiturjahrgang im Jahre 2011 in Bayern und die damit verbunden Auswirkungen standen im Mittelpunkt einer Diskussion bei der Jungen Union, zu der der Ortsvorsitzende Josua Flierl und die Kreisvorsitzende Maria Deutschmann begrüßten. Der JU ging es bei dem Gespräch mit dem CSULandtagsabgeordneten und Bildungspolitiker Eduard Nöth um die Zukunftschancen der jungen Generation und die Verantwortung des Staates und der Hochschulen, zusätzliche Ausbildungskapazitäten zur Verfügung zu stellen.
MdL Eduard Nöth stellte zunächst fest, dass die Bundesländer VOR Jahren beschlossen haben, die Gymnasialzeit von neun auf acht Jahre zu verkürzen. Deshalb werden nach Sachsen-Anhalt (2007), Mecklenburg-Vorpommern (2008), dem Saarland (2009) und Hamburg (2010) im Jahre 2011 in den Ländern Bayern und Niedersachsen, 2013 in Baden-Württemberg, Berlin und Bremen, 2013 in Nordrhein-Westfalen und in Hessen sowie 2016 in Schleswig-Holstein in etwa doppelt so viele Schüler Abitur machen als üblich. Bundesweit heißt dies, so Eduard Nöth, dass sich 2011 und 2012 etwa 16 % mehr Abiturienten als 2005 um einen Studienplatz bewerben, 2013 etwa 19 % und 2014 etwa 14 %.
Mit Blick auf diese bundesweite Auswirkung dieses Anstiegs haben Bund und Länder, somit auch Bayern, im Rahmen des Hochschulpakts vereinbart, den Studierenden auch angesichts steigender Studierendenzahlen ein qualitativ hochwertiges Studium zu gewährleisten. Zur Frage nach dem Ablauf der Abiturprüfungen im Jahre 2011 in Bayern antwortete Eduard Nöth, dass der letzte Jahrgang des neunjährigen Gymnasiums im März/April das Abitur ablegt, zum 2.5.11 entlassen wird und somit bereits im Sommersemester 2011 mit dem Studium beginnen kann. Der erste G 8Jahrgang legt die Abiturprüfung im Mai/Juni ab und wird zum 1.7.2011 entlassen. Eine Studienaufnahme ist somit zum Wintersemester 2011/12 möglich.
Der Landtag hat rechtzeitig beschlossen mit einem eigenen bayerischen Ausbauprogramm der erwarteten Entwicklung Rechnung zu tragen. Wie Eduard Nöth in der JUDiskussionsrunde mitteilte, wird aufgrund der demografischen Entwicklung sowie des doppelten Abiturjahrgangs 2011 die Zahl der Studienanfänger in Bayern von derzeit rund 55.000 voraussichtlich auf etwa 71.000 in 2011 ansteigen. In den Folgejahren bis 2020 rechnet Bayern mit einer Zahl der jährlichen Studienanfänger nicht unter 60.000. Die CSU hat daher ein Hochschulinvestitionsprogramm beschlossen, das bis 2013 rund 1 Milliarde Euro kostet. Damit, so Eduard Nöth, zu den anwesenden JU-lern, werden den jungen Menschen auch künftig optimale Ausbildungschancen eröffnet. So werden bis 2011 an Bayerns Hochschulen zusätzlich 38.000 neue Studienplätze geschaffen und schrittweise hierfür auch 3000 zusätzliche Personalstelle aufgebaut. Für das Ausbaukonzept sind, so der Abgeordnete, auch zusätzliche Räumlichkeiten zu schaffen. So werden durch Baumaßnahmen und Anmietungen zusätzliche Flächen in der Größenordnung von rund 130.000 qm bereitgestellt. Auf die Frage von Stadtrat Josua Flierl, ob sich dieser doppelte Abiturjahrgang nicht auch auf den Ausbildungsmarkt auswirke und somit die Chancen der Real- und Hauptschüler einschränke, antwortete Eduard Nöth, dass dies sehr wohl eintreten könne. Gespräche mit der Bayerischen Wirtschaft haben jedoch signalisiert, dass von dort im Jahre 2011 auch zusätzliche Lehrstellen angeboten werden.
Weitere Informationen unter www.ju-forchheim.de
Weitere Artikel rund um Forchheim
Weitere Artikel zum Thema Abitur
Einträge in unserem WWW-Verzeichnis zum Thema CSU