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Musikverein Kirchehrenbach gab Frühlingskonzert

Datum: Mittwoch, 31. Mrz 2010, 22:29

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KIRCHEHRENBACH (gan) - Mit einem Konzert wollte der Musikverein Kirchehrenbach auf den Frühling einstimmen, knapp eineinhalb Stunden nach dessen offiziellen Beginn. Diesem Ruf folgten zahlreiche Gäste, darunter Kirchehrenbachs Bürgermeisterin Anja Gebhardt und deren Amtskollege aus Ebermannstadt, Franz-Josef Kraus, der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes Georg Schirmer ebenso wie die Ehrenkreisvorsitzenden Georg Häfner und Hans Siebenhaar, sowie die Ehrenmitglieder, darunter auch der ehemalige Ortspfarrer Richard Schmitt, und so war die Doppelturnhalle der Verbandsschule Kirchehrenbach restlos ausverkauft. Nach einem kurzem Entree durch die Moderatorin Karin Kintopp und der Begrüßung durch die Vorsitzende Monika Tischner, konnte Dirigent Wojciech Grabietz mit seinen drei Orchestern loslegen.

Den Anfang machte das Juniorblasorchester, eine 15-köpfige Besetzung welche erst seit September 2009 zusammen spielt, mit dem quirligen Dreiländermarsch von Jan de Haan und Michael Sweeneys "Supercalifragililisticexpialidocious", welches aus dem Film Mary Poppins hinreichend bekannt sein dürfte. Mit "Sounds of Sousa" brachten die jungen Nachwuchsmusiken bravourös einen Mix gängiger amerikanischer Märsche des bekannten Militärmusikers John Philip Sousa. Weiter ging es dann mit dem Schülerblasorchester die mit "Spirit of New Orleans" von Paul Murtha, den Geist dieser Stadt in einem energiegeladenen dynamischen Marsch aufzeigten, um anschließend die Zuhörer mit der einfühlsam intonierten Ballade "Irish Dream" auf die grüne Insel zu entführen. Eine hervorragende Leistung der 25 Jungmusiker, die ebenfalls erst seit September 2009 in dieser Besetzung miteinander spielen. Dann kamen die Allerkleinsten des Musikvereins – die Flötengruppe. Unterstützt von ihren Ausbilderinnen und dem Schülerblasorchester brachten sie "Rockin’ Records" von Nicholas Duron zu Gehör und "Marching Recorders2 von Harry Richards, dessen Tonfolgen unwillkürlich an einen Rummelplatz Mitte des vergangenen Jahrhunderts erinnerten. Den Frühling brachte das Schülerblasorchester dann wieder mit dem sauber intonierten Stück "Springtime" von Martin Klaschka in den Saal, um dann mit Kees Vlaks Marsch "Woodpeckers Parade", bei exakter Spielweise und Einsätzen, einen Specht, in Form eines Nachwuchs-Schlagzeugers, ans Werk zu lassen. Die Zugabe vor der Pause absolvierte wieder das Juniorblasorchester mit dem bekannten "Oh When The Saints ...".

"A Little Opening" des jungen begabten Komponisten Thiema Kraas kennzeichnet die aufregende Atmosphäre eines Konzertbeginns. Und genau damit begannen die 60 Musiker/-innen des Jugendblasorchesters ihren fulminanten Auftakt, um danach sofort ihr erobertes Publikum mit zu reißen und in die "Golden Sixties" zu entführen. Hier hat Mike Sutherland einige bekannte Ohrwürmer beschwingt in Szene gesetzt. Flott und gewaltig ging es mit einem Marsch weiter, "Bravura" von Wim Laseroms, Nomen est Omen auch bravourös gespielt. Dann kam "Showtime" - diese zeitgenössische Komposition des bekannten Komponisten und Arrangeurs Kurt Gäble demonstriert anschaulich den Aufbau eines modernen Blasorchesters. Alle Register/Stimmen werden in ihrer besonderen Charakteristik nacheinander solistisch eingesetzt, wobei sich die musikalische Struktur immer mehr verdichtet und zu einer Gesamtheit formt - und genau dieses bewiesen die Musiker unter Ihrem Dirigenten dem gebannt folgenden Publikum. Mit "It’s not unusual" des unvergleichbaren Tom Jones, arrangiert von Stefan Schwalgin, ging es nun in eine ganz andere Musikrichtung. Ein vielseitiges Stück, bei dem Sebastian Herlitz auch als Saxophonsolist agierte. Die größten Hits von Udo Jürgens, ein Medley von Peter Schüller in optimaler Orchesterfassung arrangiert und von den Musikern entsprechend umgesetzt folgte, um dann mit "Dance Fever" und Discomusik der siebziger Jahre das Ende einzuläuten. Arrangeur Michael Brown hat bei der Auswahl für sein mitreißendes Medley aus dem Vollen geschöpft und sichtlich den Geschmack von Musikern und Zuhörern getroffen. Bemerkenswert war hier die optimale Umsetzung der Dynamik von Pianissimo bis Fortissimo, zeigt dies doch die volle Konzentration der Musiker und ihrem Dirigenten und ihr tadelloses Zusammenspiel. Mit "Standing Ovations" des Publikums und zwei Zugaben der Musiker wurde dieses gelungene Konzert beendet.


Weitere Informationen unter www.musikverein-kirchehrenbach.de
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