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Sehr gut besuchter Biber-Vortrag in Kirchehrenbach

Datum: Montag, 15. Mrz 2010, 15:23

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KIRCHEHRENBACH (hk) - Der Biber, ein Urbayer, ist jetzt auch im Landkreis Forchheim wieder heimisch. Naturschutzwächter Gunter Brokt wußte viel zu berichten in seinem interessanten Beamer-Vortrag vom LBV (Landesbund für Vogelschutz) im vollbesetzten Nebenzimmmer vom Gasthaus zum Walberla. Und als der Vorsitzende des Bundes Naturschutz (BN) Heinrich Kattenbeck nach seinem Grußwort einen ausgestopften Jungbiber zum Streicheln vorstellte, da hörte man doch dann überraschte Stimmen: „Wos, so groß ist der?“ Begeisterung kam auch deshalb auf, weil man den Biber streicheln durfte.

Gunter Brokt: „Keine zweite Tierart in Bayern leistet so viel für die Artenvielfalt und den Hochwasserschutz wie der Biber. Dass der Biber ein Baumeister der Natur ist von dem die Menschen profitieren, machte er an verschiedenen Beispielen deutlich. Er räumte auch mit allen Zweifeln auf, dass der Biber Fische frisst. Der Biber ist ein reiner Vegetarierer. Und Bilder, die einen Biber mit einem Fisch im Maul zeigen sind absolut falsch. An verschiedenen Beispielen zeigte der Biberexperte, dass es nicht zu Konflikten zwischen Mensch und Biber kommen muss, wenn der Mensch die Daseinsberechtigung des Bibers akzeptiert. Außerdem ist er nicht artfremd, sondern heimisch. Biberberater helfen, wenn einmal ein Schaden durch ein Biberwerk entstanden ist. Es gibt sogar finanzielle Mittel dafür.

BN-Vorsitzender Heinrich Kattenbeck zum Biberschutz: „Nach seiner Ausrottung 1867 in Bayern und seit 1966 wieder eingebürgert, leben inzwischen ca. 12000 Biber an unseren Gewässern worüber der Bund Naturschutz und andere Artenschützer mit dem Bibermanagegement und dem Ankauf wertvoller Bibergrundstücke ihre schützende Hand über den pelzigen Bayern halten, der auch vor unserer Haustür immer heimischer wird. Gunter Brokt zeigte auf der Landkreiskarte die derzeitigen 8 Standorte für Bibervorkommen.

Erfreut stellte auch der BN-Kreisvorsitzende Kattenbeck fest, dass das Bayerische Landesamt für Umwelt mit drei Broschüren: Das Bayerische Bibermanagement, Artenvielfalt im Biberrevier und Biber in Bayern, hilft Konflikte vermeiden, Konflikte lösen, fördert. Wer Interesse an den Broschüren hat: sie sind beim BN-Forchheim, Geschäftstelle, Klosterstraße 17, vormittags unter 09191 – 65960 anzufordern.

Um den Biber-Bestand langfristig zu sichern bietet das Landesamt für Umwelt für die betroffenen Anwohner und Landwirte seine Unterstützung vierfach an: durch fachkundige Beratung, Prävention, Schadensausgleich, Maßnahmen gegen Biber und ihre Bauten. Biber sind willkommen im Landkreis Forchheim.


Weitere Informationen unter www.bn-kirchehrenbach.de
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