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Dr. Roland Fleck: „Familienfreundlichkeit wird zum Wettbewerbsvorteil für Unternehmen“

Datum: Freitag, 12. Mrz 2010, 11:36

Work-Life-orientierte Arbeitswelt gibt konkrete Handlungsansätze für Unternehmen

METROPOLREGION (pm) - Immer mehr Unternehmen in der Metropolregion Nürnberg wollen im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter mit einer familienfreundlichen Personalpolitik punkten. 21 Personalverantwortliche und Führungskräfte aus zehn mittelständischen Unternehmen der Metropolregion Nürnberg starteten jetzt zu ihrer sechsmonatigen Qualifizierung als innerbetriebliche Experten für eine Work-Lifeorientierte Personalpolitik. Das Qualifizierungsangebot, das in der Metropolregion bei den Unternehmen auf großes Interesse stößt, ist Teil eines im Juli vergangenen Jahres gestarteten Pilotprojekts um die Metropolregion Nürnberg zur familienfreundlichsten Wirtschaftsregion Deutschlands weiter zu entwickeln.

Die Möglichkeit Beruf, Familie und Privatleben unter einen Hut zu bringen, entwickelt sich nach Ansicht von berufsm. Stadtrat Dr. Roland Fleck, Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg und Geschäftsführer der Forums „Wirtschaft und Infrastruktur“ der Europäischen Metropolregion Nürnberg, neben Bildungs- und Arbeitsplatzangeboten immer stärker zum Merkmal einer attraktiven Region: „Im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte ist in der Metropolregion Nürnberg daher nicht nur eine gute Infrastruktur für Familien gefragt, sondern auch ein entsprechendes Angebot der Unternehmen für ihre Mitarbeiter und Stellenbewerber.“

Jens Binder, Personalleiter bei HUBER SE Maschinen- und Anlagenbau in Berching: „Gemeinsam mit den Beteiligten wollen wir Ansätze erarbeiten, die uns bei einer mitarbeiterorientierten Unternehmensführung unterstützen und eine zukunftsorientierte Strategie formulieren, die unser Unternehmen bei Gewinnung und Bindung leistungsorientierter Mitarbeiter unterstützt.“

Im Kern der Qualifizierung lernen die Teilnehmer, nach einer strukturierten Analyse der betrieblichen Ausgangslage ihres Unternehmens, individuelle Konzepte an der Schnittstelle von Beruf und Privatleben in der Lebensverlaufsperspektive für Mitarbeiter zu entwickeln und nachhaltig zu verankern. Dabei müssen sie sowohl die betrieblichen Rahmenbedingungen berücksichtigen als auch die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter. Am Ende der Qualifizierung präsentieren die Teilnehmer ihre Lösungsansätze und realisieren erste Maßnahmen im Unternehmen.

Der Nutzen für die teilnehmenden Unternehmen besteht nach Ansicht von Seminarleiterin Astrid Laudage, Bertelsmann Stiftung, vor allem darin, dass die Unternehmen passgenaue und sinnvolle Handlungsansätze erkennen, die sowohl zum Unternehmensprofil passen, als auch die sich ändernden Anforderungen an der Schnittstelle Beruf und Privatleben seitens der Mitarbeiter/innen im Lebensverlauf berücksichtigen. Darüber hinaus unterstützt der unternehmens- und branchenübergreifenden Austausch und das Lernen voneinander die Teilnehmer. Initiatoren der Qualifizierung sind das Bundesfamilienministerium, die Bertelsmann Stiftung und die Metropolregion Nürnberg.

An der ersten Seminarreihe nehmen von Februar bis Juli 2010 Mitarbeiter der Firmen Carl Schlenk AG in Roth, EHG Service GmbH, Coesfeld/Region Nürnberg, GEA Brewery Systems, Kitzingen, Huber SE Maschinen- und Anlagenbau, Berching, das Klinikum Ansbach, Moritz Fürst GmbH & Co. KG, Nürnberg, die Neumarkter Lammsbräu Gebr. Ehrnsperger e.K., Neumarkt i.d. Oberpfalz, Novartis Pharma GmbH, Nürnberg, RAPS GmbH & Co. GmbH, Kulmbach und uniVersa Lebensversicherung a.G., Nürnberg teil. Im April startete eine zweite Seminargruppe. Im Herbst 2010 werden Trainer ausgebildet, die ihrerseits dann weitere Qualifizierungen für Unternehmen in der Metropolregion durchführen können.