
KIRCHEHRENBACH (pm) Erfreulich viele engagierte Teilnehmer durfte der CSU-Ortsvorsitzende Michael Knörlein bei der Arbeitstagung 2010 seines CSU-Ortsverbands begrüßen. Nicht zuviele, zumal es aus der Kommunalpolitik des Örtchens am Fuße des Walberla einiges aufzuarbeiten galt.
So stand aus dem Arbeitskreis Bildung und Soziales unter der Leitung des 2. Bürgermeisters Alfons Galster einiges an Brisanz zur Debatte. Zunächst klärte Galster über die Schulsituation der VS Kirchehrenbach auf. Ein Blick auf die Schülerzahlentwicklung in den nächsten Jahren machte klar: Der Schulstandort Kirchehrenbach ist gefährdet. Gleichzeitig machte Galster jedoch Hoffnung, da der angedachte Schulverbund mit Ebermannstadt weiter auf einem guten Weg sei. Ein Anliegen der CSU kristallisierte sich im weitern Verlauf der Diskussionen heraus: Auch außerhalb der Schule muss alles Mögliche getan werden, um Heranwachsende im Rahmen einer aktiven Jugendarbeit Unterstützung zu gewähren. Ein offener Jugendtreff wie das Kirchehrenbacher Friday wird deshalb von der CSU stets befürwortet und unterstützt. Hierbei sei auch erwähnt, dass die Junge Union Kirchehrenbach bereits Planungen zur aktiven Jugendarbeit, wie Kinoabende, (alkoholfreie) Cocktailparties usw. umsetzen wird. Die Notwendigkeit eines hauptamtlichen Jugendpflegers hingegen sieht der Arbeitskreis nicht. Bei einem wiederbelebten Jugendtreff Friday, durch die hervorragende Jugendarbeit vieler Ortsvereine und nicht zuletzt wegen des Kostenfaktors, wird sich die CSU-Fraktion gegen die Anstellung eines Jugendpflegers aussprechen. Aber nicht nur der Nachwuchs Kirchehrenbachs liegt der CSU am Herzen. Auch auf die Bedürfnisse unserer Senioren will die CSU künftig mehr eingehen. Zu diesem Zweck wird derzeit ein Fragebogen entworfen, der Aufschluss darüber geben soll, was die Wünsche und Forderungen unserer älteren Mitbürger sind.
Johannes Schnitzerlein zeigte sich für den eigens vorgesehenen Arbeitskreis Neugestaltung des Friedhofs verantwortlich. Mit Wort und Bild unterrichtete er seine Parteikollegen vom gegenwärtigen Zustand der Friedhofsanlage in Kirchehrenbach, ebenso wie von allen möglichen modernen Gestaltungsmöglichkeiten bei der Neuplanung einer Erweiterung. Nach kurzen Diskussionen war klar: Die Bürger Kirchehrenbachs müssen direkt an der Neugestaltung ihres Friedhofs beteiligt werden. Ein entsprechendes Wurfblatt der CSU mit Fragebogen wird die Möglichkeit dazu eröffnen. Die Anregungen, die die CSU damit auch auf den Weg gibt, sind u.a. die Forderungen nach einer Aussegnungshalle mit barrierefreien Sanitäranlagen, Urnenwand bzw. Urnengräbern und mehrere grün gestaltete Plätze der Begegnung. Ein entsprechender Antrag im Gemeinderat soll die Wichtigkeit des Themas Friedhof unterstreichen.
Ein ganzes Team zur Bewältigung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit hat sich aus Bernd Goldberg, Waldemar Hofmann und Michael Müller unter der Leitung von Eduard Herrmann gebildet. Als Sprechrohr der CSU wird dieser Arbeitskreis die Ehrabocher Infos installieren eine mehrmals pro Jahr in unregelmäßigen Zeitabständen erscheinende Informationsbroschüre zu aktuellen kommunalpolitischen Themen. Apropos aktuelle Themen: Breite Zustimmung und Anerkennung unter den CSU-lern fand die Aktion der Bürgermeisterin zur Kostenminimierung bei der Herstellung des Steinwalls auf dem Walberla-Parkplatz, der von der Unteren Naturschutzbehörde für die Asphaltierung des Walberlaweges eingefordert wurde. Bürgermeisterin Gebhardt hat bei der Fa. Drügendorfer Schotterwerke erreicht, dass das Material gespendet wurde und bei der Fa. Geck aus Gasseldorf, dass das Material zu günstigeren Preisen eingebaut wird. Lob und Dank deshalb an die Bürgermeisterin und die beteiligten Firmen.
Der Arbeitskreis Freizeit und Tourismus unter Johannes Pieger fordert z.B. die Erweiterung des unteren Walberla-Parkplatzes nicht zuletzt wegen der Auflassung des oberen. Weiter wurde festgestellt, dass das Radwegenetz rund um Kirchehrenbach sehr zu wünschen lässt. Der Radweg Richtung Reuth befindet sich regelmäßig, insbesondere nach starkem Regen, in schlechtem Zustand. Der Radweg Richtung Gosberg endet auf halber Strecke abrupt. Dies kann kein Dauerzustand bleiben, die CSU fordert deshalb Aufklärung über den derzeitigen Sachstand und den zügigen Aus- bzw. Weiterbau. Ähnlich wie das Radwegenetz sind die uneinheitlichen Geschwindigkeitsregelungen in Kirchehrenbach unbefriedigend. Den Mix aus Tempo 30 und Tempo 50 in der Hauptstraße und in der Leutenbacher Straße könne man den Verkehrsteilnehmern nicht zumuten. Eine Begehung mit den Verantwortlichen und eine Neuregelung ist die unmissverständliche Forderung der CSU. Auch hierzu wird die CSU einen entsprechenden Antrag im Gemeinderat folgen lassen.
Als sehr arbeitsreich aber auch als äußerst produktiv und erfolgreich bezeichnete Vorsitzender Knörlein abschließend diese Arbeitstagung. Bleibt zu hoffen, dass sich die Ergebnisse auch in der Gemeindepolitik Kirchehrenbachs durchsetzen lassen.
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