BAMBERG (pm) - In einem hochklassigen Spiel besiegten die Brose Baskets am gestrigen Abend Panellinios Athen mit 84:81. Aufgrund des besseren direkten Vergleichs – die Bamberger verloren das Hinspiel mit 70:62 – konnten sich die Spieler von Panellinios Athen dennoch für den Einzug in die nächste Runde qualifizieren. Head Coach Fleming: „In Buducnost und Biella hatten wir zwei Niederlagen, die sich wie Siege anfühlten, heute haben wir einen Sieg errungen, der sich wie eine Niederlage anfühlt.“ Topscorer der Partie wurde Casey Jacobsen mit 25 Punkten. Bambergs Kapitän traf bei seiner Galavorstellung sechs von acht Dreiern. Zweistellig punkteten ebenfalls John Goldsberry (13), Predrag Suput (12), Brian Roberts (12) und Mark Worthington (10). Auf griechischer Seite war Roderick Blakney mit 18 Punkten am erfolgreichsten. Die internationale Saison endet nun für die Brose Baskets mit einem Spiel gegen Benetton Treviso am 9. März. Durch einen Sieg in Italien können die Bamberger nur noch den dritten Platz in der Gruppe festigen.
Der ausführliche Spielbericht:
Mit der bewährten Starting Five, bestehend aus Peja Suput, John Goldsberry, Anton Gavel, Tibor Pleiß und Casey Jacobsen starteten die Brose Baskets in die Partie des fünften Spieltags der Eurocupzwischenrunde, die sie mit mindestens neun Punkten gewinnen mussten, um eine Chance auf ein Weiterkommen im Eurocup zu wahren.
Ian Vougioukas blieb es vorbehalten, die Partie durch einen Hook Shot mit dem 0:2 zu eröffnen. Die Brose Baskets starteten offensiv nervös und konnten erste Ballgewinne durch gute Defense nicht in Punkte verwandeln. Peja Suput verwandelte in der vierten Minute seinen Korbleger in die ersten Punkte der Brose Baskets. Jacobsen konnte per Dreier nachlegen, den Vougioukas mit einem Drei-Punkte-Spiel beantworten konnte. Durch fünf Punkte von Goldsberry und einen Dreier von Papamakarios begann Spielfluss im Ansatz aufzukommen. Beiden Teams war anzumerken, dass sie einen Schritt in Richtung nächste Runde machen wollten und sie schenkten sich defensiv keinen Zentimeter. Crunch Time Spezialist Brian Roberts setzte mit seinem Dreier den Schlusspunkt unter ein intensiv geführtes Viertel (17:12, 10. Minute).
Den Griechen gelang es jedoch die Intensität in der Verteidigung in der Anfangsphase noch etwas hochzuschrauben, sodass sie nach Freiwürfen von Ostojic ausgleichen (19:19, 14. Minute) und durch die ersten Punkte von Devin Smith gar in Führung gehen konnten. Die Griechen diktierten den Spielverlauf und den Brose Baskets fiel es schwer, aus der Schwächephase heraus wieder zurück in das Spiel zu finden (23:27, 17. Minute). Coach Fleming nahm eine Auszeit, um sein Team wieder auf das Spiel einzustimmen, nachdem Chris Owens per Korbleger auf 23 zu 29 erhöht hatte. Pleiß nutzte umgehend die Gunst seines Offensivrebounds und brachte Bamberg wieder auf Augenhöhe (25:29, 1 7. Minute), woraufhin es ihm Jacobsen und Suput gleichtaten. Doch die Griechen ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Durch das offensiv ideenreichere Spiel, dem auch die bessere Arbeit beim Rebound zu Gute kam, entwickelte sich ein offener Schlagabtausch (32:33, 19. Minute). Die Halbzeit endete mit einem Buzzerbeater von Ostojic nach Offensivrebound zum 33 zu 38.
Die ersten beiden Punkte der zweiten Halbzeit für Bamberg erzielte Peja Suput von der Freiwurflinie. Wieder war es auf der Gegenseite Vougioukas, der die Athener weiter in Führung brachte (37:44, 25. Minute). Pleiß und Jacobsen per Dreier, nach Ballgewinn von Suput, bringen Bamberg jedoch wieder auf zwei Punkte ran. Chris Owens konnte zwei Freiwürfe nach einem unsportlichen Foul von Casey Jacobsen nutzen, um in der 30. Minute auf 51:56 auszubauen und damit den Endstand des dritten Viertels zu setzen.
Ähnlich wie das dritte Viertel endete, begann auch das Vierte: Xanthopolos foulte Worthington unsportlich und Bamberg münzte Freiwürfe und Ballbesitz in drei Punkte um (54:56, 31. Minute). Vielen Pfiffe auf beiden Seiten prägten das Spiel, es kam kein Spielfluss zu Stande. Panellinios konnte sich durch Freiwürfe von Charalampidis auf 57:63 leicht absetzen und die Bamberger hatten in der 34. Minute eine Hypothek von 15 Differenzpunkten, wollten sie noch eine Chance auf das Weiterkommen wahren. John Goldsberry stellte mit seinem Dreier in der 37. Minute die erste Führung der Bamberger seit der 15. Minute her (64:63), die Devin Smith postwendend durch zwei getroffene Freiwürfe wieder zunichte machte. Doch das Bamberger Team kämpfte und versuchte, das Unmöglich scheinende noch zu erreichen (69:67, 38. Minute). Dafür stand vor allem Mark Worthingtons Dreier, der Bamberg mit fünf Punkten in Führung brachte. Bamberg spielte mit kleiner, wurfstarker Aufstellung, die trotz aggressiver Verteidigung Roderick Blakneys Dreier zum 74:72 nicht verhindern konnte (39. Minute). Die Brose Baskets spielten Stop-the-Clock und zwangen die Griechen an die Freiwurflinie, wo diese jedoch sicher verwandelten. Dank eines beeindruckenden Kraft- und auch Willensakts gewannen die Brose Baskets mit dem 84 zu 81 zwar die Partie, aber nicht den direkten Vergleich. Mit einem Sieg und mit dem Abschied von den Träumen der nächsten Runde mussten die Brose Baskets das Spielfeld verlassen.
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