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CSU-Ortsverband Forchheim: Dringender Handlungsbedarf bei der Schaffung von Wohnraum

Datum: Mittwoch, 03. März 2010, 10:46

FORCHHEIM (pm) - Die Baulandpolitik der Stadt Forchheim war Schwerpunktthema der letzten Vorstandssitzung der CSU. Sehr schnell wurde klar, dass die Neuausweisung von Bauplätzen nicht das alleinige Allheilmittel ist, sondern die Neuschaffung von Wohnraum ein Thema mit vielen Facetten sei. Der neu gewählte Ortsvorsitzende Thomas Werner sprach von einem dringenden Handlungsbedarf und verwies auf die vielen hervorragenden Infrastruktureinrichtungen der Stadt, die auch in Zukunft Nutzer bräuchten. Sinnvolles Flächenmanagement sei, so Werner, das Gebot der Stunde. Der demographische Wandel aber auch die wirtschaftliche Entwicklung spielt hierbei eine große Rolle.

Laut Aussagen der GWS fehlen in der Stadt derzeit ca. 300 Mietwohnungen und das Angebot für junge Familien an günstigem Bauland sei, so Werner, zu gering um die nachhaltige Auslastungen unserer Infrastruktureinrichtungen sicher zu stellen. Senioren und behinderte Menschen brauchen neue intelligente Wohnformen. Johann Böhm der Arbeitskreisleiter Umwelt bezeichnete den demographischen Wandel sogar als Kostenfalle und verwies auf den großen Anteil der über 60 Jährigen im Jahr 2030. Viele werden ihre Häuser dann aufgeben, aber keine Abnehmer mehr finden. Die Kosten für die Infrastruktur muss aber von der Stadt weiterhin aufgebracht werden. Am Meisten schlagen laut Böhm die Kosten für Straßenunterhalt und durch rückläufige Einnahmen der Infrastruktur zu Buche.

Die Stadt sollte deshalb ein Programm zur Kosten und Nutzenberechnung vor der Ausweisung von Baugebieten einsetzen um zukünftige Kosten rechtzeitig zu berechnen. Auf Grundlage des vorhandenen Baukatasters sollten alle Eigentümer angeschrieben und eine eventuelle Verkaufsbereitschaft abgefragt werden. Das Gleiche gelte für leerstehende Häuser. Als positives Beispiel, nannte Böhm die Revitalisierung des alten Krankenhausgeländes. Die Bebauung innerstädtischer Grundstücke habe mehrere Vorteile. Die gewachsenen Ortsbilder bleiben weitgehend erhalten und der Käufer spart sich die Erschließungskosten. Neubürger ziehen in vorhandene Strukturen und bekommen so leichter Kontakt zu der vorhandenen Bevölkerung.

Neben den Revitalisierungsmassnahmen, die auch für einen Werterhalt der angrenzenden Immobilien sorgen, sprach sich Fraktionsvorsitzender Udo Schönfelder für eine moderate Ausweisung von neuem Bauland aus. Er wolle aber erst einmal abwarten wie viel Grundstückseigentümer zu einem Verkauf bereit seien, bevor er über genaue Zahlen spreche.

Der Vergleich in der Bevölkerungsentwicklung mit den Umlandgemeinden beunruhige ihn aber seit Langem und deshalb sehe er hier dringenden Handlungsbedarf. Wir dürfen wegen der Blockadehaltung der SPD und der Grünen nicht den Anschluss verlieren, so Schönfelder.

Neben Revitalsierung und Neuausweisung bedürfe es aber auch einer zielguppenorientierten Ansprache und Medienauswahl um Bau, -und Umzugswillige letztendlich auch zu erreichen. In den neuen Baugebieten sollte aber auf jeden Fall der ökologische Wohnungsbau forciert werden, so Ortsvorsitzender Thomas Werner, der sich auch eine entsprechende Überarbeitung bestehender Bebauungspläne diesbezüglich vorstellen kann.


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