Berichte: Erzbischof Schick: Kirchlicher Fachverband hilft „spontan und unbürokratisch“; er braucht unsere Unterstützung
Datum: Montag, 01. März 2010, 10:48Rubrik: Familie
Die Caritas ist im Sozialstaat unverzichtbar
BAMBERG/MÜNCHEN (bbk) - Den Wert der Caritas für Gesellschaft und Kirche hat der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick betont. Der kirchliche Fachverband nehme vielfältige Aufgaben im sozialen Bereich wahr und sei unentbehrlich, sagte Schick hinsichtlich des Caritassonntag am 28. Februar.
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Schick wies darauf hin, dass auch in einem Sozialstaat immer wieder Menschen durch das soziale Netz fallen. Im Freistaat Bayern lebten nach dem offiziellen Sozialbericht im Jahr 2009 rund 290 000 Menschen in so genannter „strenger Armut“, in Gesamtdeutschland ca. 1,3 Millionen. „Die Not ist schon vorhanden, bevor der staatliche Apparat in Gang kommt“, so der Erzbischof. Die Caritas helfe in akuten Nöten „spontan und unbürokratisch“ und frage nicht nach den Gründen der Hilfsbedürftigkeit. Staatliche Maßnahmen könnten auch oft da nicht greifen, wo tatsächlich Not sei. „Deshalb“, so der Bamberger Oberhirte, „muss es auch in einem Sozialstaat die Caritas geben.“ Sie sei Ausdruck einer aktiven Bürgergesellschaft auf christlichen Fundamenten in der Kirche.
Um ihre vielfältigen Aufgaben im Bereich der Armutsbekämpfung, der Kinder- und Jugenderziehung, der Betreuung von Pflegebedürftigen oder der internationalen Katastrophenhilfe, wie z. B. jetzt in Haiti, zu erfüllen, benötige die Caritas gut ausgebildete Mitarbeiter und die notwendigen finanziellen Mittel. Einige Angebote, wie die stark frequentierte Allgemeine Soziale Beratung z. B. für Familien, Arbeitslose, Schuldner etc., als erste Anlaufstelle, seien nicht vom Staat bezuschusst und vollständig aus Eigenmitteln finanziert.
Neben motivierten ehrenamtlichen Mitarbeitern benötige die Caritas zur Finanzierung ihrer Dienste Gelder aus der Kirchensteuer, den Haus- und Straßensammlungen sowie den Kirchenkollekten, sagte Schick. Anlässlich der bevorstehenden Caritassammlung appellierte er an die Bevölkerung, durch eine Spende sowie den bewussten Verbleib in der Kirche die Caritas zu unterstützen und einen Beitrag zu leisten, damit jeder „Fall“ ein „aussichtsreicher“ Fall ist, weil die betroffenen Menschen durch die Caritas edie nötige Hilfe erfahren würden.
Weitere Informationen unter www.erzbistum-bamberg.de
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