FORCHHEIM (ah/hit) Es zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Vereins- und Verbandslandschaft: Gerade in Zeiten in denen es für Vereine und Verbände immer schwieriger wird ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, aber auch geeignete Führungskräfte zu finden, ist die Politik gefordert, hierbei unterstützend einzugreifen.
Diesen roten Faden hat MdL Torsten Glauber bereits seit einiger Zeit aufgenommen. Hier müssten Lippenbekenntnissen nun auch Taten folgen, so Glaubers Forderung, der sich für die Ehrenamtlichkeit stark machen möchte. Vergangene Woche besuchte der Landtagsabgeordnete den Forchheimer THW-Ortsverband um sich vor Ort ein Bild von den Sorgen und Nöten, aber auch Wünschen und Forderungen der Ehrenamtlichkeit zu machen. THW-Ortsvorsitzender Christian Wilfling, THW-Geschäftsführer Curd Mohr, sowie etliche THW-Führungskräfte empfingen den Landtagsabgeordneten. Im Rahmen einer Führung durch die Fahrzeug- und Gerätehallen des Ortsverbandes wurde eben auch über die Wünsche der Ehrenamtlichkeit diskutiert. Man habe verschiedene Stellschrauben an denen man drehen könne, so der Landtagsabgeordnete, der sich beispielsweise als eine Möglichkeit zur Motivation, auch in der steuerlichen Absetzbarkeit von persönlichen Aufwendungen für ehrenamtliche Helfer einen Weg sieht.
Holger Lehnard, Vorgänger von Wilfling im Amt des Ortsvorsitzenden: Wir vom THW bringen Geld mit um helfen zu können. Der einzelne Helfer bringe neben seiner Arbeitszeit auch noch privates Geld ein um anderen helfen zu können, so Lehnard. Geschäftsführer Curd Mohr könnte sich beispielsweise auch gut vorstellen, dass Helfer von Hilfsorganisationen bei der Einstellung im öffentlichen Dienst bevorzugt behandelt würden. Ein weiteres Medium um den ehrenamtlichen Einsatz zu honorieren sei die Einführung der sogenannten Ehrenamtskarte, so Glauber. Mit dieser Karte, die es bereits auch beispielsweise in Cham gebe, könnte der Inhaber in Geschäften verbilligt einkaufen, freien Eintritt oder verbilligten Eintritt in Bäder und Museen erhalten, oder andere Vergünstigungen wahrnehmen. Glauber will sich dafür einsetzen, dass solche Motivations-Instrumente nicht erst in einigen Jahren, sondern baldmöglichst zum Einsatz kommen, um so das bröckelnde Ehrenamt wieder zu stärken.
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