
BAMBERG (pm) - Ein Hauch von Oscar-Verleihung machte sich breit, als Oberbürgermeister Andreas Starke am Donnerstag 25.02.2009 in der Kapelle des Rathauses am Maxplatz den BAzubi 2009 verlieh. Der Ausbildungspreis wurde in diesem Jahr zum fünften Mal verliehen und hat sich mittlerweile zu einer begehrten Trophäe für Bamberger Unternehmen, Bildungseinrichtungen sowie freie und kirchliche Projektträger entwickelt, die sich besonders für die Ausbildung engagieren. Der Gewinner wurde bis zum Schluss geheim gehalten. Erst als Oberbürgermeister Starke den versiegelten Umschlag öffnete, stand fest: Gewinner des BAzubi 2009 ist die Kaulbergschule Bamberg.
Die aktuelle BAzubi-Runde stand ganz im Zeichen der vielfältigen Projekte, die Jugendliche auf die Berufswelt vorbereiten oder ihnen den Weg dorthin ebnen. Insgesamt elf Bewerbungen von Bamberger Schulen sowie freien und kirchlichen Projektträgern wurden von der Jury bewertet. Nominiert wurden im Vorfeld drei Teilnehmer und somit heiße Anwärter auf den Preis: der Ausbildungsverein Bamberg-Forchheim e.V., die Kaulbergschule Bamberg und die Kolping-Dienstleistungs-GmbH Bamberg. Als Gewinner kann sich die Kaulbergschule nun über einen Gutschein im Wert von 500 Euro freuen, mit dem sie die technische Ausstattung der Schulband modernisieren wird.
Da Bildung und Ausbildung ihren Anfang nicht erst mit dem Schuleintritt des Kindes nehmen, freute sich Oberbürgermeister Andreas Starke sehr über die Zusage des Bayerischen Sozialministeriums für das Modellprojekt Eltern- und Familienbildung Einrichtung von Familienstützpunkten. Ziel des Projektes ist es, Eltern und Familien stark zu machen. Dazu gehören beispielsweise die Unterstützung und Vernetzung gezielter Beratungsangebote oder Trainingsangebote für Eltern. Bamberg wird sich einmal mehr als Bildungs- und Familienregion präsentieren und klar kommunizieren, wie wichtig uns Bildung ist, wie wichtig uns starke Familien sind., so Oberbürgermeister Andreas Starke.
Während anfangs ausschließlich die Leistungen von Bamberger Unternehmen im Mittelpunkt standen, wurde der BAzubi vom Amt für Wirtschaft und der Pressestelle weiterentwickelt und in der aktuellen Runde konnten sich nun schon zum zweiten Mal die Bamberger Schulen, freien und kirchlichen Projektträger und Institutionen sowie engagierte Privatpersonen bewerben. Seit der ersten Auslobung im Oktober 2006 wurden von Bamberger Unternehmen, Schulen und weiteren Projektträgern insgesamt 93 Bewerbungen eingereicht.
Andreas Starke betonte: Ich freue mich über die große Resonanz und bedanke mich bei den Teilnehmern für deren großartiges Engagement und die beeindruckenden Projekte, mit denen sie sich beworben haben. Denn von diesem Engagement profitiert die ganze Stadt. Denn nur wenn es uns gelingt, Fachkräfte hier in Bamberg zu halten und für ausreichenden ´Nachwuchs´ zu sorgen, werden wir als Wirtschaftsstandort auch in Zukunft erfolgreich sein.
Die nächste Auslobung für Bildungseinrichtungen und Projektträger findet im Herbst 2011 statt. Dann dürfen sich wieder alle Bamberger Unternehmen bewerben.
Der Gewinner:
Die Bamberger Kaulbergschule hat sich in diesem Jahr mit der Schulpatenschaft beworben, die im Oktober 2009 vertraglich mit der Ofa Bamberg GmbH geschlossen wurde. Ein fester Ansprechpartner im Unternehmen bietet den Schülerinnen und Schülern Betriebserkundungen und Betriebspraktika an. Außerdem werden Fragen zum betrieblichen Ablauf innerhalb des Unternehmens schnell und unkompliziert beantwortet. Die Schülerinnen und Schüler der Kaulbergschule bieten der Ofa Bamberg GmbH unter anderem kulinarische und musikalische Genüsse bei Betriebsfeiern. Erfahrungen, die im Rahmen des Projekts Praxis an Hauptschulen gesammelt wurden, werden an das Partnerunternehmen weitergegeben. Abgerundet wird die Kooperation durch die Aktion Lehrer im Chefsessel.
Die Zweit- und Drittplatzierten:
Der Ausbildungsverein Bamberg-Forchheim e.V. unterstützt Unternehmen bei der Planung und Organisation von Ausbildungsverhältnissen. Er übernimmt beispielsweise für Unternehmen ohne eigene Personalabteilung zeitintensive Verwaltungsleistungen wie die Abrechnung der Ausbildungsvergütungen. Darüber hinaus bietet er durch die Verbundausbildung auch kleinen Betrieben die Chance, ihren Azubis die Ausbildungsinhalte optimal zu vermitteln. 2008 wurde der Ausbildungsverein mit dem Jobstar der Europäischen Metropolregion Nürnberg ausgezeichnet.
Die Kolping-Dienstleistungs-GmbH Bamberg bietet lern- und körperbehinderten Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine behindertenspezifische Ausbildung in kooperativer und integrierter Form. In hauseigenen Lehrwerkstätten und betrieblichen Ausbildungsabschnitten werden die Teilnehmer an den beruflichen Alltag herangeführt. Ein Sozialpädagoge, die Ausbilder und Lehrkräfte versuchen gemeinsam, die Teilnehmer passgenau an einen ausbildenden Betrieb zu vermitteln und Ausbildungshemmnisse abzubauen. Die Eltern werden während des Qualifizierungsprozesses stets aktiv eingebunden.
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