Mehr Engagement und Kreativität zur Überwindung des Pflegenotstandes notwendig
BAMBERG (bbk) - Zu Überwindung des gegenwärtigen Pflegenotstandes hat der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick gesamtgesellschaftlich mehr Engagement und Kreativität angemahnt: Alte und kranke Menschen haben ein Recht auf fachlich kompetente und menschlich liebevolle Betreuung, sagte Schick am Freitag, 26. Februar anlässlich des Patronatsfestes des Alten- und Pflegewohneimes St. Walburgis in Bamberg. Das ist unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen vielfach nur eingeschränkt möglich. Mit den gesunden und aktiven Senioren sollten wir uns freuen, für die kranken und pflegebedürftigen müssten wir dankbar und ganzmenschlich sorgen. Das sind wir ihnen schuldig; auf ihren Lebensleistungen bauen wir auf und weiter.
Vor dem Hintergrund eines dramatischen Pflegenotstandes plädierte Schick für verstärkte Bemühungen um Berufe in der Altenpflege. Im Pflegebereich müssten und könnten bedeutend mehr Arbeitsplätze geschaffen werden. Dazu bedürfe es eines gemeinsamen Engagements, um das Prestige der Altenpflege zu erhöhen. Die Sozialhilfeträger müssten mehr in Ausbildungsstellen investieren. Gesamtgesellschaftlich sei die Werbung für den Pflegeberuf wichtig. Dazu gehöre angemessene Bezahlung und bessere Wertschätzung der Arbeit in der Altenhilfe. Um den Notstand zu mildern, befürwortet Schick auch einen Einsatz von Hartz-IV-Empfängern in Altenheimen auf freiwilliger Basis und nach entsprechender Ausbildung bzw. Einführung. Durch solche Maßnahmen können auch manche Sozialhilfeempfänger ins normale Berufsleben wieder eingegliedert werden, so der Erzbischof.
Weitere Informationen unter www.erzbistum-bamberg.de
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