
FORCHHEIM (pm) - CSU-Kreisvorsitzender Udo Schönfelder konnte eine große Anzahl interessierter Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Forchheim zur Gründung des Arbeitskreises Schule und Bildung begrüßen. Schule und Bildung sind gesellschaftlich und politisch das das "Mega-Thema". Die Anwesenden traten alle dem Arbeitskreis bei und wählten auf Vorschlag des CSU-Kreisvorsitzenden die Religionspädagogin Kerstin Debudey zur 1. Vorsitzenden. Sie betonte, dass durch die fachkundige und engagierte Unterstützung der Mitglieder relevante Themen kompetent diskutiert und weiterentwickelt werden können. Bei allen Themen muss das Kind im Mittelpunkt aller Bemühungen stehen. Sie werde auch Kontakte mit Elternbeiräten und bildungsinteressierten Bürgern suchen.
Dem früheren Landtagsabgeordneten Walter Hofmann ist die Auswirkung der demografischen Entwicklung auf die ländlichen Schulen ein großes Anliegen. Er sorgt sich um die Sinnhaftigkeit von Investitionen in Schulhäuser, wenn sinkende Schülerzahlen in einigen Jahren zu neuen Überlegungen zwingen. Hart ging Hofmann mit den strukturellen Vorstellungen der SPD ins Gericht. Würde dies umgesetzt worden, gäbe es heute viele Standorte nicht mehr, um deren Erhalt derzeit gerungen wird.
Die Bildungspolitik muss sich nach Auffassung des Landtagsabgeordneten Eduard Nöth verstärkt darum kümmern, dass die Anzahl der Schüler ohne Abschluss deutlich verringert wird und dass es noch besser gelingt, Kinder mit Migrationshindergrund zu integrieren. Durch die verstärkte Berufsvorbereitung an den Hauptschulen werde gewährleistet, dass der Übergang von der Schule in die Arbeitswelt besser gelingt. Entscheidend für eine erfolgreiche Bildungsbiografie ist die richtige und frühzeitige Schulwahl. Nöth plädierte leidenschaftlich für ein engeres Zusammenrücken der Schulfamilie und somit für eine verstärkte Einbindung der Eltern.
Die Vorschläge der Oppositionsparteien lassen keine Gesamtkonzeption erkennen, sie erschöpfen sich allein in uneinheitlichen Strukturdebatten. Nöth sprach insbesondere den Grünen jegliche Glaubwürdigkeit bei der Diskussion über die Zukunft der Hauptschule ab, da sie die beste Reform der Hauptschule in deren Abschaffung sehen. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen werde das bestehende mehrgliedrige Schulsystems der unterschiedlichen Begabung und Talentierung unserer Kinder am besten gerecht. 38 % der Schüler eines Jahrgangs gehen nach wie vor in die Hauptschule. Gleichwohl wird man genau zu beobachten haben, wie sich der Rückgang der Schülerzahlen und das veränderte Bildungsverhalten auf die Schullandschaft im Landkreis auswirkt, so der CSU-Bildungspolitiker. Der Weg über Mittelschulverbünde soll Schulstandorte so lange wie möglich erhalten.
In der Diskussion war zu erkennen, so Kreisvorsitzender Udo Schönfelder, wie beachtlich die Bandbreite der Themenfelder für den Arbeitskreis sei. Folgende Schwerpunkte wurden vorgeschlagen: gegliedertes Schulwesen, Durchlässigkeit, Finanzen, Fördervereine, Kindertagesstätten, Fachhochschulen und Universitäten, Erwachsenenbildungswerke, Kooperation von Schulen, Integration Behinderter, Inklusion, Sprachförderung, Ganztagsschule und Schulverbünde, um nur einige zu nennen.
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