BAYREUTH/REGION (pm) - In Oberfranken leben derzeit über 107.000 Schwerbehinderte. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 10 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2008 sind oberfrankenweit 1.700 mehr Menschen schwerbehindert. Oberfranken nimmt damit einen bayernweiten Trend auf: In ganz Bayern gibt es über 1,1 Millionen schwerbehinderte Menschen. Das sind rund 2 Prozent mehr als noch 2008. Der Bevölkerungsanteil der Schwerbehinderten liegt bayernweit bei knapp über 9 Prozent.
Das Zentrum Bayern Familie und Soziales stellt auf Antrag das Vorliegen einer Behinderung und den Grad der Behinderung (GdB) sowie weitere gesundheitliche Merkmale (Merkzeichen) für die Inanspruchnahme von Nachteilsausgleichen fest. Die Feststellung des GdB erfolgt nach Maßgabe der Versorgungsmedizinischen Grundsätze. Diese Feststellungen sind meist die Voraussetzung dafür, dass behinderte Menschen die Ihnen zustehenden Nachteilsausgleiche und Rechte geltend machen können.
Die Schwere der Behinderung wird durch den GdB ausgedrückt. Er wird in Zehnergraden von 20 bis 100 festgestellt.
Schwerbehindert ist, wer mindestens einen GdB von 50 hat. Personen mit einem Grad der Behinderung von 30 oder 40 können unter bestimmten Voraussetzungen schwerbehinderten Menschen gleichgestellt werden.
Ab einem GdB von 50 werden Ausweise ausgestellt, auf dem auch zustehende Merkzeichen eingetragen werden.
Ratsuchende können sich an die Regionalstelle Oberfranken des ZBFS in der Hegelstraße 2 in Bayreuth (Tel. 0921/605-1) oder an die Außenstelle in Selb (Gebrüder- Netzsch-Str. 19, Tel. 09287/803-0) wenden.
Darüber hinaus finden monatlich folgende Sprechtage statt: Bamberg (Rathaus, Maxplatz 3), Hof (Bürgerzentrum der Stadt Hof , Karolinenstr. 40), Coburg (Landratsamt, Lauterer Str. 60), Forchheim (Landratsamt, Am Streckerplatz 3), Kronach (Landratsamt, Güterstraße 18), Kulmbach (Landratsamt, Konrad-Adenauer-Str. 5), Lichtenfels (Landratsamt, Kronacher Str. 28-30). Die einzelnen Sprechtagstermine und weitere Informationen finden sich im Internet unter http://www.zbfs.bayern.de.
Weitere Informationen unter www.zbfs.bayern.de
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