Hübschmann erneut unschlagbar
KIRCHEHRENBACH (eb) - Das Winterchaos in Deutschland hatte am vergangenen Wochenende auch etwas Gutes. Wie im Vorjahr war es also an der Zeit, nach Kirchehrenbachs schnellsten Schlittenfahrern zu suchen. So steckten wie bereits im Vorjahr der Brauchtums- und Geselligkeitsverein „Ehrabocha Kerwasburschen“ und das Kirchehrenbacher THW die Köpfe zusammen und vereinbarten, am 16. Januar das zweite Kirchehrenbacher Schlittenrennen auf die Beine zu stellen.Bereits einige Tage zuvor wurde das Rennen sorgfältig vorbereitet, als Uwe Hübschmann, Stefan Hübschmann und Thomas Dauer die Schlittenbahn am Fuße des Walberla präparierten.
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Am Nachmittag machten dieses Jahr die Kinder und Jugendlichen unter 16 Jahren den Anfang. Unter den elf startenden Kindern entwickelte sich sogleich ein spannendes Turnier. Bereits der zweite Starter, Julian Adami, legte mit einer 29:70 eine glänzende Zeit vor, die im Vorjahr selbst bei den Erwachsenen zu einer starken Platzierung gereicht hätte. Diese Bestzeit konnte von den verbleibenden neun Startern im ersten Durchgang niemand mehr schlagen, auch wenn Jannik Hübschmann bis auf eine Sekunde an den Favoriten herankommen konnte. Im zweiten Durchgang war dann Hochspannung angesagt. Der junge Lars Hübschmann konnte mit einer sehr starken 31:10 seinen dritten Platz aus dem ersten Lauf verteidigen, wurde direkt im Anschluss aber knapp von seinem großen Bruder Jannik verdrängt, der eine 30:64 nachlegte. Dann aber startete erneut Julian Adami und war wieder nicht zu schlagen. Mit einer Wiederholung seiner überragenden Zeit unter 30 Sekunden verteidigte er den ersten Platz und sicherte sich damit vor den Brüdern Jannik und Lars Hübschmann den Sieg im ersten Kirchehrenbacher Kinder-Schlittenrennen.
Nach diesem ersten Höhepunkt des Tages, in dem alle elf Kinder eine wirklich starke Leistung geboten und sich waghalsig und gekonnt den steilen Berg hinuntergestürzt hatten, stand nun das Nacht-Rennen der Erwachsenen auf dem Programm.
Sechsundzwanzig mutige Fahrer erklärten sich zu einer Teilnahme am Schlittenrennen bereit und reihten sich in zufällig bestimmter Reihenfolge an der mit Flutlichtern beleuchtenden Bahn auf. Einzig der letzte Starter war vorab bestimmt: Roland Hübschmann, der Vater der beiden Nachwuchs-Rennfahrer Jannik und Lars und Sieger des Vorjahresturnieres, startete als haushoher Favorit selbstverständlich zuletzt.
Die erste titelverdächtige Zeit gelang Marco Wagner: seine 29:01 sollte lange Zeit als Bestmarke des ersten Durchgangs gelten. Thomas Eismann, Jonas Pieger und Johannes Pieger verfehlten die Spitzenzeit von Wagner knapp. Dann war Roland Hübschmann an der Reihe. Mit einem sensationellen Lauf brach Hübschmann seinen eigenen Bahnrekord (24:75) aus dem Vorjahr und verwies Marco Wagner mit einer 23:79 mit mehr als 5 Sekunden Vorsprung auf Platz 2. Der Tagessieg war damit wohl bereits vor dem zweiten Lauf entschieden.
Vor dem Beginn des zweiten Durchgangs bewies Hübschmann den etwa 100 Zuschauern des Rennens, dass seine Überlegenheit nicht allein auf seinem blitzschnellen Renngefährt beruhte, indem er mit dem geliehenen Holzschlitten eines Konkurrenten außer Konkurrenz ebenfalls deutlich unter den 29 Sekunden des Zweitplatzierten blieb. Nachdem auch diese Zweifel ausgeräumt waren, konnte der zweite Durchgang offiziell beginnen, in dem die Zuschauer noch mehr Zeiten unter 30 Sekunden zu sehen bekamen als noch im ersten Lauf.
Der zehntplatzierte David Galster etwa konnte sich durch eine 28:59 auf den fünften Platz vorschieben und profitierte dabei auch von den Drehern von Johannes Pieger und Thomas Eismann, denen ihr Sturz eine Spitzenplatzierung zunichtemachten. Auch Patrick Götz konnte die Fehler der Gegner nutzen und fuhr mit einer starken Zeit auf den vierten Platz vor.
Die Top 3 des ersten Durchgangs aber konnten ihre Plätze behaupten. Jonas Pieger sicherte sich mit einer 29:91 Platz 3, und auch Marco Wagner konnte mit seiner 29:56 seinen 2. Rang behaupten. An Roland Hübschmann aber kam wieder einmal keiner vorbei: seine 24:90 aus dem zweiten Lauf war wieder mit großem Abstand Bestzeit, so dass er sich bei der Addition beider Durchgänge mit einem Vorsprung von erschreckenden 10 Sekunden den Sieg sicherte.
Nach der Siegerehrung durch die Vorstände Michael Pirmer und Thomas Gengler ließen die Teilnehmer und ihre Fans den Abend mit einer Après-Schlitten-Party ausklingen.
Der Dank des BGV Ehrabocha Kerwasburschen gilt allen Helfern aus den Reihen des Vereins, der Bergwacht, deren Unfallversorgung bei dem unfallfreien Rennen zum Glück nicht benötigt wurde, und ganz besonders dem THW Kirchehrenbach, das durch seine technisch versierte Unterstützung bei der Stromversorgung und Beleuchtung der Schlittenbahn das spannende und rasante Nacht-Rennen erst ermöglicht hatte.
Weitere Informationen unter www.ehrabocha-kerwasburschen.de
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