Aktuell an diesem Wochenende: 2.10.: Christoph Haupt im "Gasthaus zum Schloss" in Kunreuth / Wolfgang G. Bühler in der "Sonne" in Kirchehrenbach. 4.10.: Armin Lutz im "Cafe Kunzmann" in Neusles / Tanja Engelke / Kurt Neubauer, Volker Hahn im "Geistreich" in Weingarts.
REGION (ad) - Seit letzter Woche in vollem Gange: Die Eröffnungsveranstaltungen zu der diesjährigen "Kunst & Genuss"-Ausstellungsreihe des Tourismusvereins "Rund ums Walberla". Auch im sechsten Jahr hat das Kultur-Highlight nichts von seiner Attraktivität eingebüßt, im Gegenteil. Es gibt immer wieder etwas zu entdecken, was man in dieser Art noch nie gesehen hat, und die Vernissagen entwickeln sich manchmal zu richtigen kleinen Shows. So geschehen zuletzt im "Schwarzen Adler" in Kirchehrenbach.
Harri Schemm in Kirchehrenbach
Ein seltenes Ereignis: Zwei Originale treffen aufeinander. Herbert Gebert, der "Hauskritiker" des "Schwarzen Adlers", stellte den Maler Harri Schemm in einem witzigen improvisierten Dialog vor, der so ganz abseits der an dieser Stelle üblichen "Laudatio" lag. Eine witzige "Talkshow", die den Künstler auf sympathische Weise näherbrachte. Wir haben die Vorstellung aufgezeichnet - hier Teil 2 von insgesamt 4:
Roland Huber-Altjohann in Pinzberg
Der Fotograf der "Nordbayrischen Nachrichten" war bereits letztes Jahr bei "Kunst und Genuss" vertreten - er stellte zusammen mit Volker Hahn "Menschenbilder" aus. Dieses Jahr stehen Landschaftsaufnahmen im Vordergrund, und auch hier ziegt sich die fast unglaubliche Detailbesessenheit, die Huber-Altjohanns Bilder auszeichnet. So ist unter anderem ein Bild zu sehen, auf dem sowohl die Walberla-Kapelle als auch die Reifenberger Kapelle als auch die vier Windräder bei Zoggendorf zu sehen sind: Eine Ansicht, die viele für eine Montage halten. Das Bild ist jedoch echt, so Huber-Altjohann: "Du kennst doch den Weg nauf zum Rodenstein, da wo der Weg so einen Knick macht ... da ist ein paar Meter seitlich vom Weg ein kleiner Felsen. Wenn man sich da drauf kniet, dann bekommt man diese Ansicht. Nur dort! Sonst nirgends." Das Bild hat er dann freihändig auf dem Felsen knieend aufgenommen, mit einem Zoom-Objektiv ... ohne Stativ ... die Windräder sind über 15km entfernt! Auch das hier abgebildete Motiv (das Kraftwerk Schwedengrben in Forchheim-Reuth im Schneetreiben) hat es in sich: Die Bildkomposition ist vom Feinsten, und um überhaupt diese Szene zu Gesicht zu bekommen, muss man mitten im Winter fast in einen Weiher steigen ...
Volker Hahn, Tanja Engelke, Helmut Neubauer in Pretzfeld
Diese drei Künstler braucht man mittlerweile nicht mehr vorstellen - sie sind seit Beginn die treibende Kraft hinter der Veranstaltung und nehmen auch jedes Jahr selbst mit teil. Dieses Jahr in der nagelneuen Brauerei-Gaststätte der Brauerei "Nikl", die erst letztes Jahr aus der Taufe gehoben wurde. Der "Nikl" ist bekannt dafür, dass dort gerne gesungen wird (Anm. d. Red.: Selbst erlebt: Der Wirt sucht am vernetzten Kassenrechner im Internet fränkische Lieder, druckt sie aus, verteilt sie und singt sie mit den Gästen. Bravo!) und die "Bämberer" (früher "Knopf-Saiten-Bämberer") aus Hallerndorf kommen gut an. Zu später Stunde kommt dann noch Eberhard Hofmann, der musikalische "Spiritus rektor" des "Fränkische-Schweiz-Vereins", packt seine "Quetsche" aus und spielt mit auf. Die Stimmung steigt, die Lieder werden immer deftiger ... selten so gelacht. "Gehmä links? Gehmä rechts? Middn nei do hauds uns no!" - das ist fränkisch wie es im Buch steht. Mehr davon!
Dietrich Köhlert in Oberehrenbach
Auch hier eine lustige Gesellschaft, der sehr gut gelaunte Maler Dietrich Köhlert hat keine Probleme mit den schnitzelessenden Gästen - die Vernissagen rund ums Walberla sind ja für die meisten Künstler eher, na, "ungewohnt", ums mal milde auszudrücken. Nicht jeder kommt damit auf Anhieb klar. Aber hier ist alles paletti, nicht zuletzt wegen der ausgezeichneten Musik der "Gründer Saitenmusik" aus Kirchehrenbach. Gerade in der "Sonne" in Oberehrenbach kann man sehr schön beobachten, wie beispielweise die leicht surrealen Landschaftsbilder Köhlerts einen Gastraum verändern und Sehgewohnheiten aufbrechen.
Alle Bilder hängen noch bis Ende des Jahres in den Gaststätten - welcher Künstler wo zu finden ist, können Sie der Übersicht auf www.kunstgenuss.walberla.de entnehmen.